50 mal das Gleiche und doch jedesmal anders

Eine ganz besondere und erstmals gezeigte Ausstellung mit 50 Portraits des Namensgebers von Maxdorf konnte der Verein für Geschichte und Kultur in Maxdorf am 15. September 2019 im Atelier von Theobald Hauck eröffnen.

Anlass war der 200ste Namenstag der Gemeinde Maxdorf durch König Maximilian I Joseph, König von Bayern, im Jahre 1819.

Der Verein hat von privaten Sammlern aus einem Pool von Kupferstichen, Stahlstichen und Lithografien insgesamt 50 Portraits ausgewählt und diese der Öffentlichkeit präsentiert.

Eine Ausstellung in dieser Konstellation gab es bisher nicht und dürfte deshalb einmalig sein.

Die Ausstellungseröffnung wurde vom Flötenkreis der Johanneskirche Maxdorf musikalisch mit Werken aus der Zeit um 1860 umrahmt, was von den Zuhörern mit viel Beifall honoriert wurde.

Der Flötenkreis der Johanneskirche

Etwa 90 Personen haben die Ausstellungseröffnung besucht und den Ausführungen von Professor a.D. Wolfgang Kunz zu den einzelnen Portraits gelauscht. Sie konnten so Bekanntes, Neues und manch Kurioses über den Namensgeber erfahren. In seinen Ausführungen ging Herr Kunz auch auf viele Einzelheiten von Maximilian I Joseph ein und fügte auch einige Anekdoten aus dem Leben des auch heute in Bayern noch sehr präsenten und beliebten Monarchen seinen Erläuterungen zu den einzelnen Portraits an.

Porfessor Kunz erklärt den Besuchern der AQusstellung die Exponate

Der Verein hat mit einem eigens von Stefan Graf gestalteten Ausstellungskatalog, der kostenlos zu erhalten war, den Besuchern die Möglichkeit eröffnet, zu jedem Portrait weitere Einzelheiten nachzulesen.

Es darf erwähnt werden, dass alle gezeigten Portraits in Privatbesitz sind und der Verein sich geehrt fühlt, diese als erster Aussteller zeigen zu dürfen.

Besucher beim Studium des Ausstellungskatalogs
Interessierte Besucher
Professor Kunz im Gespräch mit Besuchern
Zwanglose Gespräche beim Umtrunk nach der Vernisage

Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung haben der Verein und als Mitveranstalter die Ortsgemeinde Maxdorf und der Rhein-Pfalz-Kreis die Besucher zu einem Umtrunk eingeladen.

So konnte in einem zwanglosen Gespräch das gerade Erlebte in lockerer Atmo-sphäre noch einmal mit dem Referenten besprochen werden, was als durchaus positiv von den Besuchern empfunden wurde.

Wir bedanken uns:

  • bei Frau Hofmann, die dem Verein das Atelier ihres Vaters, Theobald Hauck für die Zeit der Ausstellung zur Verfügung gestellt hat,
  • dem Flötenkreis der Johanneskirche Maxdorf für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung,
  • Herrn Professor a.D. Wolfgang Kunz für die sachkundige Erläuterung der einzelnen Portraits,
  • der Ortsgemeinde Maxdorf und dem Rhein-Pfalz-Kreis als Mitveranstalter,
  • sowie den Helfern im Hintergrund für die Bewirtung der Besucher im Anschluss an die Ausstellung.

Bericht: Ferdinand Fiedler

Fotos: Stefan Graf

Was ist „Vu pour validation avec bicyclette“?

Darunter war ein Dokument zu verstehen, welches den Inhaber des als Einwohner (in diesem Fall Maxdorf) eines Ortes auswies. Es diente der Registrierung und wurde im Jahre 1945 von der zuständigen Militärbehörde ausgestellt.

Vorderseite des Dokuments
Dokument mit persönlichen Daten der Berechtigten

Das Dokument war kein Personalausweis. Es untersagte gleichzeitig das Verlassen des Wohnortes und war stets mitzuführen.

Bericht: Ferdinand Fiedler

Dokument ist im Besitz des Vereins für Geschichte und Kultur

Keltische und römische Funde in der heutigen Gemarkung von Maxdorf und Umgebung

G. Gärtner, Aachen; 12.11.2018

Die keltischen und römischen Funde sind schon in der Maxdorfer Ortsgeschichte von Walter Sattel [1] und auch im 1. Band der Ortsgeschichte von Fußgönheim [2] detailliert beschrieben, wobei gerade das benachbarte Fußgönheim wohl einer diesbezüglich am besten untersuchten Orte der Pfalz ist und sehr viele Funde und Fundstellen aufweisen kann. Die Funde bei Maxdorf werden auch in dem Buch von Kinkel über die Muttergemeinde Lambsheim und seine Geschichte [3] zitiert, aber dort sind die Fundorte nicht genau angegeben. Die genaue Lokalisierung und die Art der Funde kann aber dabei helfen, diese besser in einen historischen Gesamtzusammenhang zu stellen.  Das soll in diesem kurzen Beitrag geleistet werden (siehe auch G. Gärtner [4]).

Die Fundorte in Maxdorf sind folgende (1-3):

1. Ackerfeld südlich der Maxdorfer Haltestelle der Rhein-Haardt Bahn, Gemarkung Schlossäcker, angrenzend an die Gemarkung Müllmer; Fundzeiten um 1890, damals Rodungen; in der Karte auf Seite 51 in [2] mit der Nr. 5(*) eingetragen (*die Nr. 5 ist dort 2 mal vergeben)

2. Sandgruben „Auf der Heide“, früher Flurstück 1841, Fundzeit 1902 – 1907; diese Stelle wird in [2] erwähnt, ist aber in der besagten Karte nicht eingetragen. Laut W. Sattel befindet sich die Stelle im Umfeld der heutigen Brunkstrasse 51 – 61

3. BASF Siedlung, Ortsmitte, Umfeld Carl-Bosch-Strasse; früher Sandgewann, Große Waag

4. Außerhalb Maxdorf „Am Bruchbuckel“, auch in [3] zitiert: westlich von Bad Dürkheim, an der Gemarkungsgrenze zu Ellerstadt

5. ebenso: Im Heidenfeld, westlich von Bad Dürkheim

Zu 1: Die Fundgeschichte in den Schlossäckern ist leider nicht gut dokumentiert, Laut Grünenwald [6] fand man bei den Rodungen um 1890 Steinsärge, Gefäße und Kleinfunde. Bemerkenswert sind jedoch nach Sprater [5] 3 Teile einer Jupiter-Gigantensäule, nämlich der stark verwitterte Kopf des Jupiter Taranis, ein Pferdekopf (gefunden 1909/10) und ein Merkurrelief aus Sandstein von der Basis (gefunden ca. 1885), das es 1893 bis ins Völkerkundemuseum in Berlin schaffte, aber heute dort verschollen ist [1,2]. Es bleibt die Frage, ob die übrigen Teile der Säule am Fundort eventuell noch im Boden schlummern (siehe Brunnenschachtfund von Ladenburg). Solche gallo-römischen Jupiter-Gigantensäulen wurden im 2. Und 3. Jahrhundert nach Christus oft vor dem Eingang einer villa rustica, d.h. eines römischen Gutshofs,  oder in Tempelanlagen aufgestellt. Bekannt sind z.B. die Säulen von Mainz und von Ladenburg.  Ansonsten gab es an der Stelle Funde, die von der Steinzeit über die Bronzezeit und Latenezeit bis zur Römerzeit reichen (In [1,2,7] detailliert beschrieben), was auf eine kontinuierliche Besiedlung in diesen Zeiträumen hindeutet, die aber nach den zweiten Alemanneneinfällen 260 n. Chr. endete.

Zu 2.: Auch die Fundgeschichte vom Gräberfeld „Auf der Heide“ ist schon recht alt  [1,2,6,7] und vor der Ausgrabung von 12 Gräbern durch Dr. Grünenwald 1903 wurden in den Sandgruben von A. Hauck bereits ca. 50 Brandgräber aus Unkenntnis zerstört. Die Funde aus 20 Gräbern stammen aus spätkeltischer und frührömischer Zeit. Es wurden auch Münzen des Germanicus gefunden, die aber erst 37 n. Chr. unter seinem Sohn Caligula geprägt wurden. In der Umgebung dieses Friedhofs wurden auch Wohngruben aus der frühen Eisenzeit entdeckt.

Zu 3.: Die sechs Gräber stammen aus der späten Bronzezeit (1350 – 740 v.Chr.). Es gibt auch einige Funde aus Latene- und Römerzeit. Entdeckt wurden sie in den Jahren 1934 – 1937.

ZU 4.: „Im Jahre 1822 hat man gegen Dürkheim hin, an dem sogenannten Buckel, bei Umrodung der Erde zur Anlage eines Weinbergs, auf dem Feldstück von Salomon Weil, eine Menge von Begräbnis-Urnen der Römer aufgefunden, aus rötlicher Erde bestehend, mit Haaren, Knochen und dergleichen ein kupferne Münze, größer als ein halber Kronentaler mit der Inschrift: „Faustina Augusta“; ferner 16-18 Feuerherde von der Größe unserer gewöhnlichen Kochherde, mit Sandsteinen umgesetzt, und jeden derselben mit einer Kasserolle versehen.“ Aus Michael Frey 1836 [3].

Zu 5.: Laut C. Mehlis [11] wurde im Heidenfeld am Bruch westlich von Bad Dürkheim 1864 in 2m Tiefe eine Schatzkiste aus Eichenholz unter einer Steinplatte gefunden, die neben einem Dreifuss aus Bronze auch Goldschmuck und Bernsteinringe enthielt. Wahrscheinlich wurde der Schatz dort wegen der Germaneneinfälle vergraben.

Schließlich soll noch angemerkt werden, dass manche Gewannnamen auch im Zusammenhang mit frühen Funden stehen können, so die „Feuereimergewann“ am Heereweg. Typisch für die drei Fundorte 1,2 und 4 ist, dass sie sich am Rande der ehem. Gemarkungen von Fußgönheim und Ellerstadt befinden, wobei es sowohl am Schwabenbach bei Fußgönheim und auch in Gönnheim römische Siedlungen gegeben hat, zu denen wahrscheinlich auch die außerhalb gelegenen Friedhöfe mit den Verbrennungsstätten gehörten.

In der Karte 1 ist der Heereweg oder die „Alte Stroß“, der über Lambsheim und Heßheim bis nach Worms führt, rot gestrichelt eingezeichnet.; eine Abzweigung führt nach Fußgönheim und weiter am „Hochufer“ entlang, wie auch schon von Lambsheim nach Worms. Längs dieser Straße wurden nach H. Bernhard [9] in teils weniger als 1 km Abstand eine Reihe von villae rusticae entdeckt, so bei Lambsheim am „Heuchelheimer Weg“ und „Im hohen Rech“, die die Nutzung der Straße während der Römerzeit belegen, von der es auch eine Abzweigung längs der Isenach nach Ungstein gibt. Dort hat  man inzwischen auch die Fundamente eines  Burgus (Kleinkastell) aus spätrömischer Zeit ausgegraben. 

Diese Straßenverbindung existierte wahrscheinlich auch schon in vorrömischer Zeit, denn längs der Straße wurden auch neolithische Siedlungen gefunden. Sie war ein bevorzugter Verbindungsweg, da sie oberhalb des früher versumpften Bruchgeländes lag, das sich mit bis zu 3 km Breite von Schifferstadt bis Hessheim und Weinsheim erstreckt und einen früh verlandeten Rheinarm markiert. In der Abb. 2 in dem Buch von W. Sattel [1] ist der hypothetische Verlauf in einer Karte von 1850 leider sehr ungenau dargestellt und Maxdorf liegt dort fälschlicherweise am „Ostufer“. Für unseren Bereich ist jedoch die 95 m Höhenlinie maßgebend und daher liegt Maxdorf auf einer „Landzunge“ am „Westufer“. Die ehemals versumpften Gebiete sind noch an den Gewannnamen wie Hartwiesen, Sohlwiesen, Maräcker u.a. zu erkennen. Nicht umsonst führt auch der Floßbach durch diese von Gräben oder Bachläufen durchzogene Niederung, in der es auch nach Starkregen öfter zu Überschwemmungen kommt. Möglicherweise hat das auch die erneute Besiedlung im Mittelalter verhindert und erst nach der Trockenlegung bis etwa 1830 und der nunmehr günstigen Verkehrslage an der Schnittstelle von Floßgraben und Dürkheimer Chaussee (Fertigstellung 1769) führten zu der Neuansiedlung; die schon 1745 mit dem Anlegen des Holzhofs begonnen hatte.

Ich bedanke mich bei Herrn Ferdinand Fiedler und Herrn Hans Lebkücher für die Lokalisierung der Maxdorfer Fundstellen dank geeigneter Flurkarten und für weitere Literatur dazu.

Georg Gärtner

Karte 1: Maxdorf und Umgebung um 1938 (Messtischblatt Bad Dürkheim Ost) mit Eintragung römischer (rot) und spätkeltischer Funde (gelb). Die Gräberfunde sind mit einem Kreis mit Kreuz gekennzeichnet. Der Heereweg oder die „Alte Stroß“, der über Lambsheim und Heßheim bis nach Worms führt, ist rot gestrichelt eingezeichnet.

         

Literatur:

[1] Walter Sattel, „Die Maxdorfer Ortsgeschichte“, grafik& werbung faulhaber, Neuhofen 2006

[2] P. Frankenberg et al.: „Ortsgeschichte der Gemeinde Fußgönheim“, Zechnerische Buchdruckerei, Speyer 1993; Kapitel II: E. und K. Hettich, „Fußgönheim in der Ur- und Frühgeschichte“, S. 45 – 2

[3] Kurt Kinkel, „Lambsheim und seine Geschichte“, Verlag E. Sommer, Grünstadt, 1987

[4] G. Gärtner, Anmerkungen zur älteren  Lambsheimer Geschichte und neue Namenshypothesen,   Aachen 2018

[5] F. Sprater, Vor- und frühgeschichtliche Funde von Fußgönheim, in Monatsschrift des Frankenthaler Altertumsvereins, 31. Jhrg., Nr.1/2, 1923, Seite 2+3

[6] Dr. Grünenwald, „Römisches Gräberfeld „Auf der Heide“ bei Maxdorf“, in Monatsschrift des Frankenthaler Altertumsvereins, 12. Jhrg., Februar 1904

[7] G. Lenz-Bernhard u. H. Bernard, „Das Oberrheingebiet zwischen Caesars Gallischem Krieg und der Flavischen Okkupation (58 v. – 73 n. Chr.) – Eine Siedlungsgeschichtliche Studie“, in Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz, 89. Band, Speyer 1991, S. 205-207, 210 -214

[9] H. Bernhard, „Die Vor- und Frühgeschichte des Heßheimer Raumes“ in „Heßheim – Geschichte eines pfälzischen Dorfes“, Herausgeber: E. Schnell u. G. Nestler, Verlag  Sommer, Grünstadt 1993

[10] Messtischblatt Bad Dürkheim Ost Nr. 6515, Maßstab 1:25000, ca. 1938; aus www.landkartenarchiv.de

[11] C. Mehlis: „Studien zur Ältesten Geschichte der Rheinlande“, Hist. Ver. der Pfalz, Leipzig 1877

                                                           

Der Holzhof, die Geburtsstätte von Maxdorf

Die Saline Philippshall in Bad Dürkheim benötigte zur Gewinnung von Salz riesige Mengen an Holz zur Erhitzung der Sole. Dieses Holz wurde in den Wäldern um Neustadt an der Weinstraße geschlagen und musste von dort nach Bad Dürkheim transportiert werden.

Das Transportproblem wurde gelöst, indem man einen Wassertransportweg aus natürlichen, sowie aus künstlich geschaffenen Wasserstraßen schuf. Die Verbindung vom Abzweig des Rehbaches von Schifferstadt/Kohlhof bis zur Einmündung in die Isenach bei Lambsheim wurde über verschiedene Gräben, sowie dem Bau eines neuen Kanals, dem Floßbach, welcher bis heute existiert, sichergestellt.

Das dort getriftete Holz musste vom Ufer aus, mit langen Stangen, bestückt mit Eisenspitze und Eisenhaken, zum Weitertransport aus dem Wasser geholt und zwischengelagert werden. An solchen Stellen wurden Lagerplätze angelegt. So wurde auch ein Lagerplatz an der Brücke über den Floßbach angelegt. Das Gelände gehörte in dieser Zeit zur Gemeinde Lambsheim.

Um das Jahr 1745 ließ die Saline Philippshall, auf dem von der Gemeinde Lambsheim gepachteten Gelände, an der Straße von Oggersheim nach Bad Dürkheim einen Holzhof anlegen. Das Gelände hatte in etwa die Größe von 12.400 qm und wurde um ein weiteres Grundstück südwestlich der heutigen Brücke erweitert. Auf diesem wurde das Haus für den Holzzähler errichtet. Das Gebäude wurde 1746/47 als zweigeschossiges Wohnhaus aus Ziegelwänden gebaut und war unterkellert. In beiden Stockwerken gab es jeweils zwei Zimmer und eine Küche.

Neben dem Haus errichtete man eine Scheune, ein Bürogebäude sowie Stallungen für das Vieh. Ein Pumpbrunnen in der Mitte des Hofes sorgte für Frischwasser. Das Wohnhaus wurde gleichzeitig auch als Gasthaus genutzt.

Von der Salinenkommission wurde Claudius Lojet als zuständiger Holzwart und Holzzähler eingesetzt. Er war damit der erste Anwohner auf dem kurfürstlichen Holzhof. Er lebte dort ununterbrochen von 1746/47 bis zu seinem Tod 1773 mit seiner Familie.

Das über den Floßkanal angelieferte Holz wurde dann mit Fuhrwerken zur Saline Philippshall nach Bad Dürkheim gebracht.

Da der Holzhof eine Art Binnen-Zollstation war, musste der eingesetzte Holzzähler auch die Zollgebühren erheben. Die Straße von Oggersheim nach Bad Dürkheim stand kurz vor der Fertigstellung.

Claudius Lojet war deshalb auch gleichzeitig Chausseezöller und somit auch für die Erhebung der damals üblichen Gebühren für die Benutzung der Straße zuständig.

Auch den Siebenjährigen Krieg von 1756-1763 musste die Familie überstehen. Nachdem Claudius 1772 seinen Beruf aufgab, übernahm sein Sohn Georg Franz von 1772-1790 die Position als Holzverteiler.

Im französischen Revolutionskrieg 1792-1798 wurden etliche Gebäude in der Pfalz verwüstet. So auch der kurfürstliche Holzhof. Er ging 1794 mit all seinen Nebengebäuden in Flammen auf.

Georg Franz Lojet ließ sich nach der Zerstörung des Holzhofes mit seiner Familie in Lambsheim nieder.

Der Holzhof selbst wurde nicht mehr aufgebaut, da er für den Holztransport nicht mehr benötigt wurde und das Holz über die neue Straße schneller und leichter transportiert werden konnte.

Der Sohn von Georg Franz, Johann Stefan Lojet, zog 1816 im Zug einer im Jahre 1810 beginnenden Neubesiedlung des Holzhofgeländes wieder in das neu entstehende Dorf.

Nach und nach wurde das Areal um den Holzhof in Richtung Westen von neuen Siedlern zu Ackerland umgewandelt und besiedelt. Im April 1819 war die Ansammlung der Häuser bereits auf 50 gestiegen.

Am 6.Mai 1819 erhielt der neu entstandene Ort, auf Antrag des Gemeinderates Lambsheim, von König Max I. Josef den Namen Maxdorf.

Mit folgendem Text wurde die Namensgebung Maxdorfs besiegelt:

„An die Regierung des Rheinkreises.

Die Colonie auf dem Holzhof betreffend.

Wir genehmigen eueren gutachterlichen Antrag vom 19. vorigen Monats, daß der, in der Gemarkung von Lambsheim, an dem ehemaligen Holzhofe, entstehenden Colonie welche bereits 50 Wohnhäuser mit einer Bevölkerung von 250 Seelen zählt, der Name Maxdorf beygelegt werde“.

Von der gesamten Holzhofanlage gibt es keine Reste mehr. Das letzte der beiden Bachhäuser auf diesem Gelände wurde1986 abgerissen.

Zusammengestellt von Ferdinand Fiedler

Quellen: Ortschronik Maxdorf von Walter Sattel

Archiv der Gemeinde Lambsheim

Kurzweilige Orgelwanderung durch Maxdorfer Kirchen

Von Andrea Clemens / Die Rheinpfalz

Drei Stunden, drei Kirchen, drei Orgeln: Mehr als 100 Besucher haben am Sonntag Orgelmusik aus sechs Jahrhunderten beim ersten ökumenischen Orgelspaziergang mit Wolfgang Kunz geboten bekommen. Die Veranstaltung wurde vom Verein für Geschichte und Kultur in Zusammenarbeit mit der katholischen und der protestantischen Kirchengemeinde anlässlich des 200-jährigen Bestehens Maxdorfs organisiert.

Katholiken und Protestanten seien ursprünglich in den drei Maxdorfer Kirchen vereint gewesen. Die Gebäude seien alle als Simultankirchen angelegt, berichtete Wolfgang Kunz. Der pensionierte Professor ist in Maxdorf durch seine historischen und ortskundlichen Wanderungen bekannt. Er führte in Johanneskirche, St. Maximilian und Christuskirche jeweils kurz in die Geschichte des Gotteshauses, der Orgel und in die von ihm an der jeweiligen Orgel gespielten Werke ein. Musikalisch hatte er sich für jede der Kirchen einen eigenen zeitlichen Schwerpunkt vom Barock bis in die Gegenwart gewählt, der immer die Besonderheiten der jeweiligen Orgel hervorhob, aber auch Kunz’ musikalische Vielseitigkeit unter Beweis stellte.

Zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto dabei

Start des Orgelspaziergangs war am Sonntagnachmittag in der Johanneskirche in der BASF-Siedlung, die 1951/52 gebaut worden ist. Bei der Orgel handelt es sich um ein 1926 von der Firma Steinmeyer für die Konzertorgel des Feierabendhauses der BASF gebautes Fernwerk, das nach dem Krieg von der BASF für die Johanneskirche gestiftet wurde. Mit Werken von Domenico Zipoli und Johann Pachelbel stellte Kunz hier Orgelmusik der Barockzeit vor.

Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auch dem Auto bewegten sich die Besucher zur nächsten Station, der katholischen Kirche St. Maximilian. „Eine ganz andere Kirche, eine andere Orgel“, sagte Kunz. 1905 wurde die Kirche eingeweiht, die damit die älteste in Maxdorf ist, und 1975 mit einer Mayer-Orgel ausgestattet. 1400 Pfeifen umfasst die Orgel mit 15 Registern, deren Klangvielfalt Kunz mit neun Stücken aus dem 20. und 21. Jahrhundert vor allem von englischen und französischen Komponisten zu Gehör brachte.

Veranstalter zufrieden mit der Resonanz

Zum Abschluss ging es in die protestantische Christuskirche, die 1921 vollendet worden ist und deren Instrument vom Innenleben her eine Walker-Orgel ist. „Die 500 Pfeifen sind auf kräftige Werke ausgelegt“, beschreibt Kunz den Charakter dieses Instruments. Mit französischen Orgelwerken des 19. und 20. Jahrhunderts sowie einer Swing-Variation über das Kirchenlied „Gib uns Frieden“ demonstrierte er die musikalische Bandbreite der Orgel. Erfreut zeigten sich die Veranstalter über die große Publikumsresonanz: Waren es zu Beginn gut 80 Besucher, so steigerte sich die Anzahl auf mehr als 100 in St. Maximilian und Christuskirche. Mit dem gemeinsam gesungenen Choral „Großer Gott wir loben Dich“ endete ein informativer, zu keiner Zeit langweiliger Nachmittag, der im Gemeindehaus der Christuskirche ausklang.

Eröffnung durch Wolfgang Kunz in der Johanneskirche
Steinmeyer-Orgel der Johanneskirche
St. Maximilian
Wolfgang Kunz an der Mayer-Orgel in St. Maximilian
Wolfgang Kunz an der Walker-Orgel in der Christuskirche
Ortsbürgermeister Werner Baumann und Wolfgang Reich danken Wolfgang Kunz

Bericht. Die Rheinpfalz

Fotos: Stefan Graf

Exkursion nach München Auf den Spuren des Königs Max I. Joseph

Am 18. Oktober starteten 44 Teilnehmer mit Professor a. D. Wolfgang Kunz zu einer spannenden Exkursion „Auf den Spuren des Königs Max I. Joseph“ nach München.

Am Anreisetag stand ein Besuch der Staatskanzlei auf dem Programm. Bei der Führung durch die Zentrale der Bayerischen Landesregierung erfuhren die Teilnehmer viel Wissenswertes zu den Aufgaben der Staatskanzlei. Natürlich wurden auch die Geschichte des imposanten Bauwerks und die engen Verbindungen zwischen Bayern und der Pfalz beleuchtet.

Am Samstagvormittag konnten die Teilnehmer München auf eigene Faust erkunden. Nach dem gemeinsamen Mittagessen besuchte die Reisegruppe Schloss Nymphenburg, den Stammsitz der Wittelsbacher. Im Marschstall konnten imposante Kutschen und Schlitten bestaunt werden. Im Schloss selbst bekam man einen Eindruck vom früheren Leben am Königshof.

Der Sonntag begann mit dem Besuch des Gottesdienstes in der Theatinerkirche. Nach dem Mittagessen war dann ein Besuch der Residenz, die von 1508 bis 1918 Wohn- und Regierungssitz der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige war, angesagt. Natürlich durfte ein Besuch der Schatzkammer mit dem Pfälzer Schatz nicht fehlen. Nicht nur die Schätze der Schatzkammer, auch die prunkvollen Räume der Residenz beeindruckten die Pfälzer Besucher sehr.

Nach dem Abendessen startete dann die kleine Stadtrundfahrt durch München bei Nacht.

Der Montag begann mit einem Besuch im Maximilianeum, dem Bayerischen Landtag. Die Gruppe konnte im Plenarsaal Platz nehmen und erfuhr viel Wissenswertes über die Arbeit des Bayerischen Landesparlaments. Natürlich durften auch hier Informationen zu Geschichte des Gebäudes und zu den Bayerisch-Pfälzischen Beziehungen nicht fehlen.

Zum Abschluss der Reise stand noch ein Besuch in der Gruft der Theatinerkirche auf dem abwechslungsreichen Programm. Neben König Max I. Joseph haben in der Gruft viele Wittelsbacher ihre letzte Ruhestätte gefunden. Ortsbürgermeister Werner Baumann legte vor dem Sarkophag des Namensgebers von Maxdorf, König Max I. Joseph, eine weiße Rose nieder.

Neben der Besichtigung der wichtigsten Stätten der Regierungszeit von König Max I. Joseph und der Neuentdeckung der pfalz-bayerischen Beziehungen bei fachkundigen Führungen wurde auch die gastronomische Seite Münchens nicht vergessen. Die Bayerische Braukultur wurde ebenso intensiv geprüft wie die Bayerische Küche.

Ein ganz großes Dankeschön geht an Wolfgang Kunz. Er hat alle Teilnehmer mit seinem abwechslungsreichen und spannenden Programm dieser Kultur- und Bildungsreise von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt und begeistert. Er wurde während  der gesamten Reise nicht müde, den Teilnehmern sein außergewöhnlich großes und breites Fachwissen zur Bayerisch-Pfälzischen Geschichte und speziell zu Max I. Joseph näher zu bringen. Seine mit vielen Anekdoten bereicherten, immer mit einem Augenzwinkern dargebrachten Erklärungen machten das umfangreiche Besuchs- und Besichtigungsprogramm kurzweilig und lehrreich.

Bericht: Bernd Lupberger

Foto: Stefan Graf

Wenn ein Gottesdienst zu etwas ganz Besonderem wird

Der 15. September 2019 wurde für eine Familie aus Neuseeland und die Besucher der Christuskirche zu einem ganz besonderen Ereignis.

Die Familie war aus Neuseeland zu Besuch nach Maxdorf gekommen.

Sie hat einen Gottesdienst in der Christuskirche in Maxdorf besucht und dort im Anschluss ihre Kinder Jonathan und Amelia taufen lassen.

Maxdorf war für die Familie deshalb wichtig, weil die Oma der Zwillinge lange Jahre in Maxdorf gelebt hat. Sie ist die Tochter von Friedrich Wilhelm Julius Renner, der von 1956 bis 1981 in Maxdorf als evangelischer Pfarrer in der Christuskirche gewirkt hat.

Pfarrer Renner auf der Treppe zum Pfarrhaus

Dass der Bericht erscheinen kann, ist der Tatsache geschuldet, dass ein Mitglied des Maxdorfer Geschichtsvereins im vorangegangen Musikgottesdienst anwesend war um ihn in Fotos festzuhalten.

Dabei hat er auch Bilder von der Taufe der Zwillinge gemacht und diese der Familie zur Verfügung gestellt.

Mittlerweile ist die Familie wieder zurück nach Neuseeland gereist, wo sie lebt.

Die Mutter der Zwillinge hat dem Verein aus dem Fotoalbum ihres Opas Fritz Renner für diesen Bericht alte Fotos zur Verfügung gestellt und uns erlaubt, diese zu veröffentlichen. Dafür möchten wir uns recht herzlich bedanken.

Bericht: Ferdinand Fiedler

Bild: Aus dem Fotoalbum der Familie Fritz Renner

HEIMAT / MAXDORF – Spielszenen in Stationen

Im Rahmen der Ausstellung „50 x Maximilian I. Joseph“ zeigte der DS-Kurs 11 des Lise-Meitner-Gymnasiums im Innenhof des Ateliers Hauck Spielszenen in Stationen zum Thema Heimat / Maxdorf.

Hier finden Sie einen Bericht auf der Homepage des Lise-Meitner-Gymnasiums.

Ökumenische Orgelwanderung

Kerwerätsel 2019

And the winners are …

Über einen neuen Teilnahmerekord mit 401 richtigen Lösungen konnte sich der Verein für Geschichte und Kultur 2010 e. V. bei der Jubiläumskerwe „200 Jahre Maxdorf“ freuen.

Bernd Lupberger gibt die Gewinner des Kerwerätsels bekannt

Je einen bunten Gemüsekorb haben Tjad Köpfer und Rita Köberlein gewonnen.

Über je ein Wörterbuch des Maxdorfer Dialekts konnten sich  Marlies Sahler, Danny Storzum und Thorsten Winkenbach freuen.

Thorsten Winkenbach freut sich über seinen Gewinn

Jubiläums-Kerweumzug 200 Jahre Maxdorf

Der Verein für Geschichte und Kultur 2010 e.V. nahm mit zwei Fußgruppen am Jubiläums-Kerweumzug 200 Jahre Maxdorf teil.

Holzwart Lojet und seine Flößer
Holzwart Lojet und das Modell des alten Bachhauses, das 1986 abgrissen wurde
Das alte Bachhaus
Die ersten Siedler am alten Holzhof

Fotos: Bernd Lupberger

50 x Maximilian I. Joseph in der Rheinpfalz

Gelegenheit Genutzt: Besuch aus Bayern

Im Rahmen einer Exkursion in der Vorderpfalz hat eine Abordnung aus Bayern die Gelegenheit genutzt und den Verein für Geschichte und Kultur in Maxdorf besucht. Die Mitglieder vom Bayerischen Landesverein für Heimatpflege e.V. waren zum ersten Mal in Maxdorf.

Dank seiner Kontakte nach München hat Herr Professor Kunz das Treffen vermittelt.

Anlass war die geplante Münzausstellung in der RV-Bank Maxdorf, welche der Verein gemeinsam mit der RV-Bank Maxdorf und der OG Maxdorf in den Räumen der RV-Bank präsentiert.

Da der Termin des Besuches aus Bayern nicht mit den tatsächlichen Ausstellungsterminen in Maxdorf in Einklang zu bringen war, wurde den Gästen die Münzausstellung kurzerhand in der Hauptstraße 66a präsentiert.

Interessiert lauschten die Besucher aus Bayern den Ausführungen von Professor Kunz

Vorstand Ferdinand Fiedler sowie Ortsbürgermeister Werner Baumann begrüßten die Gäste und Professor Wolfgang Kunz erläuterte die Exponate.

Sehr angetan war die Delegation aus Bayern von der Vielfalt der Aktivitäten des Maxdorfer Geschichtsvereins, welche dieser im Rahmen der „200 Jahre Namensgebung Maxdorf“, in diesem Jahr veranstaltet.

Nach der eigentlichen Präsentation der Münzen und Medaillen gab es noch intensive Gespräche zwischen den Maxdorfern und ihren Gästen.

Sehr interessiert war man an Informationen über den Gemüseanbau und die allgemeine Lebenssituation der Menschen in Maxdorf. Mit Pfälzer Wein und Brezeln wurde es zu einem gemütlichen Treffen und regem Gedankenaustausch. Im Anschluss fuhren die Besucher nach Bad Dürkheim, wo sie im Dürkheimer Fass zum Mittagessen einkehrten.

Gruppenfoto mit den Gästen aus München

Gestärkt und mit neuen Eindrücken ging es danach wieder zurück nach München.

Bericht und Fotos: Ferdinand Fiedler

Unsere nächsten Jubiläums-Veranstaltungen:

Gesamt_A5_Münzen_neu

Gesamt_A5_Portrait_neu

Ihm haben wir’s zu verdanken…

Maximilian I Joseph in Öl (Bild im Besitz der OG Maxdorf)

Maximilian Maria Michael Johann Baptist Franz de Paula Joseph Kaspar Ignatius Nepomuk stammte aus einer Seitenlinie der Wittelsbacher und wurde am 27. Mai 1756 in Schwetzingen bei Mannheim als fünftes Kind von Friedrich Michael von Pfalz-Birkenfeld-Bischheim und dessen Frau Maria Franziska von Pfalz-Sulzbach geboren.

Nach dem Tod des Vaters, im Jahre 1767, kam er in die Obhut seines Onkels Herzog Christian von Zweibrücken.

Er wuchs größtenteils in Frankreich, vor allem in Straßburg auf. Dort wurde er auch Oberst im Corps d‘ Alsace in der französischen Armee.

Am 30. September 1785 heiratete er in Darmstadt Prinzessin Auguste Wilhelmine. Aus dieser Ehe gingen insgesamt fünf Kinder hervor.

Während der französischen Revolution floh er mit seiner Familie nach Darmstadt.

Nach dem Tod seiner lungenkranken Frau heiratete er ein zweites Mal am 9. März 1797 Prinzessin Karoline Wilhelmine.  Diese schenkte ihm weitere acht Kinder.

Im Jahre 1795 erbte er von seinem älteren Bruder Karl II. August das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Da dies aber von der französischen Revolutionsarmee besetzt war, ging er nach Brandenburg-Ansbach ins Exil.

Gemeinsam mit seinem Mitarbeiter, Maximilian von Montgelas erarbeitete er weitreichende Verwaltungsreformen, welche 1797 im Ansbacher Hausvertrag, in dem die Einheit und Unteilbarkeit der Wittelsbachischen Länder festgelegt wurde.

Nach dem Tod des bayrischen Kurfürsten Karl Theodor wurde er, als nächster Verwandter, im Jahre 1799 als Maximilian IV. Joseph dessen Nachfolger.

Am 21. Februar 1799 wurde Montgelas zum Minister der Auswärtigen Angelegen-heiten und des Landesherrlichen Hauses ernannt.

Am 1. Januar 1806 wurde er in München als Maximilian I. Joseph zum ersten König Bayerns erhoben.

Zwischen den Jahren 1796 und 1817 gipfelte die sehr enge Zusammenarbeit zwischen Maximilian I. Joseph und Montgelas in weitreichenden Reformen und sie gelten als Schöpfer des modernen bayrischen Staates.

Sie schufen eine modernes Beamtenwesen, eine effiziente Staatsverwaltung, sowie die erste Verfassung im Jahre 1808. Auch die allgemeine Schulpflicht wurde eingeführt.

Ebenfalls 1808 wurde die Akademie der Bildenden Künste gegründet.

Er galt als sehr bürgernah, auch exzentrisch und ging gerne ohne Begleitung zu Fuß durch die Straßen von München. In seiner Amtszeit gab er mit einem Dekret mit Wirkung zum 6. Mai 1819 der Siedlung um den Holzhof den Namen „Maxdorf“.

Bericht: Ferdinand Fiedler

Foto: Stefan Graf

Geschichte der Rhein-Haardt-Bahn

Maxdorf erhält Anschluss an die weite Welt  

Im Jahre 1903 nahm Bürgermeister Rudolf Bart aus Bad Dürkheim die in den 1880er Jahren abgebrochenen Versuche, eine Bahnverbindung zwischen Bad Dürkheim und Mannheim, über Oggersheim und Ludwigshafen zu schaffen, wieder auf.

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200 Jahre sind ein guter Grund angemessen zu feiern …

Das hat man in Maxdorf beherzigt und auch in die Tat umgesetzt.

Den ersten Teil der Feierlichkeiten zum 200sten Jahrestag der Namensgebung hat man in Maxdorf mit einem Festakt am 4. Mai in der Mensa des Schulzentrums in Maxdorf gefeiert.

Da der eigentliche Tag der Namensgebung, der 6. Mai, auf einen Montag fiel und an diesem Tag wohl kaum jemand zu den Feierlichkeiten hätte kommen können, wurde deshalb bereits am Samstag, dem 4. Mai gefeiert.

Die Festrede zur Entstehung und der weiteren Entwicklung der ersten Jahre des neu gegründeten Dorfes hielt Dr. Jörg Kreutz, selbst Maxdorfer und Archivar in Ladenburg. Dabei gab es für die Zuhörer manch Neues über die Entstehung von Maxdorf zu erfahren, was dem einen oder anderen bisher nicht bekannt war.

Die Daten für seinen Vortrag recherchierte in mühevoller Kleinarbeit Dr. Jörg Kreutz in Archiven in München, sowie der Muttergemeinde Lambsheim.

Sehr leicht und routiniert hat der Moderator der Veranstaltung, der Beigeordnete der Ortsgemeinde Maxdorf, Bernd Lupberger, die anwesenden Gäste, Ehrengäste und Mitwirkenden durch das Programm des Abends geführt.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom ev. Posaunenchor der BASF-Siedlung, dem Männergesang-verein Harmonie Maxdorf, sowie dem großen gemischten Chor des Gesangvereins der BASF Siedlung Maxdorf.

Der Verein für Geschichte und Kultur Maxdorf 2010 e.V. hat an diesem Tag aus Platzgründen nur einen kleinen Teil seiner Fotoausstellung 200 Jahre Maxdorf „Maxdorf – gestern und heute“ gezeigt.

Der zweite Teil der Feierlichkeiten fand am Sonntag, dem 5. Mai statt.

Mit einer beeindruckenden Fotoausstellung mit ca. 660 Fotos aus verschiedenen Bereichen des dörflichen Lebens aus Maxdorf hat der Verein die Besucher mit seinen Bildern auf eine Zeitreise zurück in die Anfänge des 20sten Jahrhunderts mitgenommen. Der Verein hat über die letzten acht Jahre (seit seiner Gründung) mehr als 4.000 Fotos und Unterlagen zusammengetragen. Ein kleiner Kreis von Akteuren des Vereins hat aus diesen Bildern ca. 1.200 Fotos vorausgewählt. Aus diesem Material haben dann die Gestalter der Ausstellung, Hans Lebkücher und Stefan Graf, vom Geschichtsverein in wochenlanger Arbeit die Ausstellung zusammengestellt.

Die digitale Überarbeitung der Fotografien und das Layout der Plakate lag bei Stefan Graf.

Eine große Besucherzahl hat sich die Ausstellung angesehen und es wurde sehr intensiv über die gezeigten Bilder diskutiert.

Von den Besuchern gab es was den Umfang und die Qualität der gezeigten Bilder betroffen hat ein großes Lob an die Verantwortlichen der Ausstellung.

Fast alle hätten sich eine längere Ausstellungzeit für die Bilder gewünscht, was aber aufgrund des Veranstaltungsortes (die Mensa wurde am Montag wieder für das Gymnasium gebraucht) nicht möglich war.

Ein weiterer Höhepunkt war das auf Initiative des Vereins eingerichtete Sonderpostamt, welches mit einem durch den Verein mitgestalteten Sonderstempel auf zahlreiche Besucher wartete.

Hier konnten sich die Gäste mit dem Sonderstempel, mit eigenen, vom Verein gestalteten Postkarten, Briefkuverts sowie weiteren Wertzeichen vom Sonderpostamt eindecken.

Die Schlange am Sonderpostamt hat über den gesamten Tag kaum abgenommen und zeigt, dass der Verein mit seiner Idee, einen Sonderstempel herauszugeben, richtig gelegen hat.

Für dieses Ereignis – 200 Jahre Maxdorf – haben die „Enkel Maxdorf’s“, eine Musikgruppe aus Maxdorfer Musikern, einen musikalischen Beitrag der Extraklasse beigesteuert.

Die Songs, mit Texten von Helmut Marnet und gesungen in Maxdorfer Dialekt, wurden zu einem stark umjubelten Programmpunkt.

Weitere Beiträge lieferte die Justus-von-Liebig-Realschule mit ihrem Schulorchester und verschiedenen Gesangsdarbietungen.

Die Ausstellung in der Mensa des Schulzentrums ging um 17:00 Uhr zu Ende.

Ein ökumenischer Gottesdienst in der St. Maximilian Kirche und der Christus Kirche beendete das Festwochenende in Maxdorf.

Bericht: Ferdinand Fiedler

Fotos: Stefan Graf

Geschichte der Post in Maxdorf

Alten Berichten nach fuhren schon im Jahre 1783 immer dienstags Postwagen durch das „Pfälzische Dorf“, den Holzhof. Sie verkehrten auf der Poststrecke von Frankfurt nach Metz und mussten von Oggersheim kommend am Holzhof vorbei nach Bad Dürkheim. Neben Briefen wurden auch Wertsendungen, Pakete und Personen befördert.

Nach der Gründung von Maxdorf, im Jahr 1819 fiel von den wenigen Einwohnern kaum Post an und wenn, so musste diese in Oggersheim abgegeben werden.

Der erste amtliche Zustellungsbereich für Maxdorf wurde am 1.10.1858 der Stadt Frankenthal zugeteilt. Zu dieser Zeit kam der Briefträger aus Frankenthal und sammelte die anfallende Post ein. Auch die ersten Briefkästen wurden um diese Zeit aufgestellt.

Ab dem 1. April 1864 übernahm die Poststelle in Lambsheim die Zustellung für Maxdorf.

Als Johann Brendel in Maxdorf mit seiner Firma, er handelte mit Eisenwaren, einen Versandhandel eröffnete, stieg die Menge an Briefen und Paketen stark an. Die Postboten aus Lambsheim konnten die anfallende Menge nicht mehr bewältigen, so dass sich Johann Brendel gezwungen sah, die Pakete selber mit einem Fuhrwerk nach Lambsheim zur Poststelle zu bringen.

Er machte beim Oberpostamt in Speyer eine Eingabe und so wurde mit Wirkung zum 1. Mai 1896 in Maxdorf eine Postablage im Anwesen von Georg Leonhard I. eingerichtet.

Jetzt konnte man dort auch Briefmarken kaufen und den übrigen Postkram erledigen.

Lediglich die Postzustellung erfolgte weiterhin über die Poststelle in Lambsheim.

Die Maxdorfer Geschäftsleute waren mit dieser Lösung allerdings nicht zufrieden, da die Postboten die anfallenden Pakete nicht alle mitnehmen konnten.

Eine weitere Eingabe am 15.10.1897 in Speyer bewirkte, dass ab dem 1.8.1898 eine „Karrenpostverbindung“ nach Lambsheim und Oggersheim eingerichtet wurde.

In der Fußgönheimer Straße 2 entstand ein Reitstall, welcher von Karl Sattel III. geleitet wurde. Jetzt konnten bis zu 4 Personen und in einem separaten Wagen-kasten eine größere Menge an Postgut mitgenommen werden.

Die Post wurde aber nur noch nach Oggersheim transportiert.

Als Karl Sattel III. am 16.September 1909 starb, übernahm Jakob Guhmann III. bis

7. September 1913 das Amt des Postillions.

Am 8. September 1909 übernahm die neu gegründete Rhein-Haardt-Bahn Gesellschaft den Transport der Packstücke auf der neuen elektrifizierten Strecke und der Poststall wurde geschlossen.

Die Postablage wurde am 1.10.1898 in eine Postagentur umgewandelt, was zur Folge hatte, dass nun mehrmals täglich Post zugestellt werden konnte.

Am 1. August 1939 wurde aus der Agentur ein Zweigpostamt und ab 1.10.1960 ein Postamt.

Postbote Georg Dick im Dienst

Die Beförderung der Post durch die Rhein-Haardt-Bahn wurde am 2. Juni 1956 durch einen LKW – Service abgelöst.

Im Zuge von Rationalisierungsmaßnahmen wurde auch die Poststelle in Maxdorf am 1.5.1999 aufgelöst und wieder in eine Postagentur, diesmal aber unter privater Leitung, in einem Schreibwarenladen in der Hauptstraße 92 umgewandelt. Dort besteht sie auch heute noch.

Da die Post auch für den Telefondienst zuständig war, wurde im Frühjahr 1897 neben der Straße von Lambsheim nach Maxdorf eine Telefonleitung verlegt und so konnte am 1.6.1897 in der Postablage in Maxdorf auch eine Telegrafenstation mit Telefonbetrieb ihren Dienst aufnehmen.

Die erste öffentliche Fernsprechstelle in Form von Telefonhäuschen in Maxdorf gab es ab Februar 1907.

Erst nach und nach fanden Telefone in Privathaushalten Einzug.

Heute sind auch diese öffentlichen Telefonhäuschen abgebaut, da mittlerweile das Mobiltelefon flächendeckend eingesetzt wird und kein Bedarf für öffentliche Telefone mehr besteht.

Bericht: Ferdinand Fiedler

Quellen: Ortsgeschichte Maxdorf von Walter Sattel

Festwochenende „200 Jahre Maxdorf“

Vortrag über Maximilian I. Joseph – Mensch und König

Zu einem Vortrag über Maximilian I. Joseph, dem Namensgeber von Maxdorf, am 13. März 2019 waren etwa 120 Personen ins Carl-Bosch-Haus nach Maxdorf gekommen .

Eingeladen hatte der Verein für Geschichte und Kultur Maxdorf 2010 e.V. Mitveranstalter waren auch die Ortsgemeinde Maxdorf und die VHS des Kreises. In seinem packenden Vortrag hat der Referent, Prof. a. D. Wolfgang Kunz, die Besucher sehr ausführlich über das Leben und Wirken von Max I. Joseph aufgeklärt.

Den Besuchern wurde vieles, was Ihnen bis dahin unbekannt war im Vortrag zur Kenntnis gebracht. Wolfgang Kunz konnte viele Details aus dem Alltag des Menschen Maximilian an die Besucher weitergeben.

Durch den Vortrag wurde allen veranschaulicht, dass viele uns heute selbstverständ-lich erscheinenden Dinge wie das Beamtenwesen, eine Verfassung, die Abschaffung der Todesstrafe und die allgemeine Schulpflicht durch Max I. Joseph und seinem engsten Mitarbeiter, dem bayrischen Minister Maximilian Graf von Montgelas, erarbeitet, festgelegt und eingeführt wurden.

In seiner Amtszeit erhielt die kleine Siedlung um den ehemaligen Holzhof am 6. Mai 1819 den Namen Maxdorf.

Seine sehr kurzweilige Art der Erzählungen ließ den immerhin eineinhalbstündigen Vortrag für die Besucher nicht zu lange werden. So sparten die Besucher am Ende auch nicht mit langanhaltendem Applaus.

Abgerundet wurde der Vortrag, der eine von mehreren Veranstaltungen des Vereins im Rahmen der 200 Jahrfeierlichkeiten zur Namensgebung von Maxdorf war, durch einen Umtrunk, zu welchem Ortsbürgermeister Werner Baumann im Anschluss die Besucher einlud.

Bericht: Ferdinand Fiedler, Bilder: Stefan Graf

Nur noch Geschichte

Mit ungläubigem Staunen konnte man am 22. Januar 2019 in der Rheinpfalz lesen, was am Vortag auf dem Gelände des Großmarktes in Maxdorf geschehen war.

Das ehemalige Versteigerungsgebäude des Obst – und Gemüsegroßmarktes Maxdorf, im Jahr 1959 in Betrieb gegangen, wurde abgerissen!

Ein weit über die Grenzen von Maxdorf hinaus bekanntes Gebäude existiert nicht mehr, ist jetzt – nur noch Geschichte!

Landwirte fahren mit ihrem Gemüse zur Versteigerung

Nichts erinnert mehr daran, nicht einmal ein kleines Erinnerungsstück wird, außer alten Fotografien, der Nachwelt erhalten bleiben. Selbst die Auktionsuhr aus der Versteigerungshalle, welche die Preise für das gesteigerte Gemüse und Obst angezeigt, hat ist nicht mehr in Maxdorf zu finden. Diese hat ein Landwirt aus einem Nachbarort gerettet und bewahrt sie in seiner Scheune auf.

Es fügt sich ein in die Liste der Gebäude, welche in Maxdorf der Spitzhacke geopfert wurden. Egal, ob altes Rathaus, die ehemalige Schule in der Hauptstraße, oder zuletzt die ehemaligen Lehrerhäuser in der Hauptstraße, keines der genannten Objekte aus der Geschichte von Maxdorf wurde erhalten.

Auch wenn der Abriss eines Gebäudes aus wirtschaftlicher Sicht notwendig erscheint, geht man so mit Geschichte um? Gibt es wirklich keine Alternativen?

Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis weitere Gebäude das gleiche Schicksal ereilt.

So bleibt für unsere Nachkommen nur die Möglichkeit, sich anhand von Erinnerungstafeln, welche durch den Verein gestaltet werden, über die verschwundenen Objekte zu informieren.

Lobenswert ist deshalb das Engagement von Privatpersonen, welche alte Häuser gekauft, renoviert und so erhalten haben. Wie so etwas geht, kann man an diesen alten Häusern sehen.

Bericht: Ferdinand Fiedler

Unsere Termine 2019

DatumVeranstaltungOrt
13.03.2019Vortrag von Prof. Kunz: „Maximilian I. Joseph – Mensch und König“Carl-Bosch-Haus
28.03.2019MitgliederversammlungHauptstraße 66a
04.05.2019Festakt „200 Jahre Maxdorf“Mensa Lise-Meitner-Gymnasium
05.05.2019Fotoausstellung und SonderpostamtMensa Lise-Meitner-Gymnasium
04.09.2019Münzausstellung für den Verein der Bayrischen Heimatpflege
Hauptstraße 66a
12.09.2019 – 28.09.2019Münz-Ausstellung „Max I. Joseph ganz in Silber“ RV Bank Rhein-Haardt
15.09.2019Eröffnung Portrait-Ausstellung „50 x Max I. Joseph“Atelier Hauck
21.09.2019 – 22.09.2019Portrait-Ausstellung „50 x Max I. Joseph“Atelier Hauck
29.09.2019Portrait-Ausstellung „50 x Max I. Joseph“Atelier Hauck
28.09.2019Jubiläums-Kerweumzug
18.09.2019 – 21.09.2019Exkursion nach München „Auf den Spuren von Max I. Joseph“ mit Prof. Kunz
03.11.2019Ökumenische Orgelwanderung zu allen Kirchen der Ortsgemeinde mit Prof. Kunz

Vortrag Maximilian I. Joseph – Mensch und König

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Hugo Kraft

wurde am 17. November 1899 als Sohn von Jakob I. Kraft und Katharina Chally in Maxdorf geboren. Von Beruf war er Eisendreher.

Vom 1. Oktober 1946 bis 30. September 1952 war er zweiter Beigeordneter der Gemeinde Lambsheim und der zuständige Standesbeamte für Maxdorf.

Nach der Trennung von Lambsheim wurde er in der konstituirenden Sitzung des neu gewählten Gemeinderates von Maxdorf am 28. November 1952 zum ersten Bürgermeister der jetzt selbständigen Gemeinde gewählt.

Durch seine Ideen hat er wesentlich zu einer dynamischen Entwicklung von Maxdorf verholfen.

Er starb am 31.12.1961 im Alter von 62 Jahren und ist auf dem Friedhof in Maxdorf beerdigt.

Bericht: Ferdinand Fiedler

Die Pfalzreise des Reichspräsidenten von Hindenburg

Der 19 Juli 1930, ein Samstag, brachte für uns Pfälzer ein denkwürdiges Erlebnis. Das verehrungswürdige Oberhaupt des Kreises, Reichspräsident Hindenburg (bis September wird er 83 Jahre alt) hat den Pfälzern gelegentlich seiner Reise durch das befreite Gebiet einen Besuch abgestattet.

Die Städte Germersheim, Speyer, Neustadt, Dürkheim und Ludwigshafen und als einzige Gemeinde des Amtsbezirkes Frankenthal, Maxdorf durften ihn begrüßen. In 2 Vorbesprechungen unter Leitung des Herrn Oberamtmanns Born hatte man im Laufe der Woche den Tag gut vorbereitet. Denn es ist klar, dass bei der Durchfahrt der Autokolonne (8 Fahrzeuge) die größte Ordnung herrschen und alles nach amtlichen Vorschriften gehen musste.

Punkt 1 Uhr wurde die Straße  Bad Dürkheim nach Ludwigshafen für den Verkehr gesperrt und es entwickelte sich auf den Nebenstraßen ein riesenhafter Verkehr. Mit Autos, Motorräder, Fahrräder, Pferdefuhrwerke und zu Fuß kamen sie herbei nach Maxdorf aus nah und fern. Alle wollten den Menschen begrüßen, der Deutschlands Geschicke lenkt und leitet, ihn den  Nationalheros, den Vater des Vaterlandes.

Am Kriegerdenkmal in Maxdorf hatte man für Veteranen 1870/71 und die Schwerkriegsbeschädigten ein Podium errichtet, rechts und links davon nahmen die Fahnensektionen der einzelnen Vereine Aufstellung. Die Lambsheimer Vereine waren mit Musik erschienen. Die Schulkinder von Lambsheim und Maxdorf bildeten Spalier, hinter diesen hatten die Vereine Aufstellung genommen.

3 Uhr. Die Aufregung der Menge steigt. 3 Uhr 10. Die Verkehrspolizei kündet die Ankunft. Die Glocken läuten. Dann braust vom Ortseingang her das „Hoch“- und „Hurra“ rufen. Der Reichspräsident kommt! Die Musik spielt das Deutschlandlied. Das „Hoch“ rufen übertönt Musik und Gesang. Vorbei führt-im langsamsten Tempo-der alte Herr, nach beiden Seiten freundlich grüßend. Links von ihm sitzt der bayerische Ministerpräsident Dr. Held. Begeisterung steht auf allen Gesichtern, sie haben ihn gesehen. Mit großem Jubel wird auch ein Wagen voll Schutzpolizei (Schupo) in ihren grünen Uniformen empfangen. Langsam leeren sich die Straßen. Die Kinder erhalten zur Feier des Tages Brezeln, von Freunden der Jugend gestiftet. Und plötzlich setzt ein Regenschauer ein. Vorbei ! Es war ein großes Erlebnis für alle.

So überall, wohin Hindenburg kam. Nur wenige waren es in Stadt und Land, die an der allgemeinen Freude keinen Anteil hatten, ja die hinter den flatternden Fahnen, mit denen  auch sie in diesen Tagen ihre Häuser schmückten, die knieschlotternde Angst verbargen – die Separatisten und die mehr oder weniger offenen und versteckten Freunde  der „Freien Pfalz“. Am besten haben diejenigen getan, die als sie noch unter dem Schutz französischer Bajonette standen, das Land verlassen und ihren französischen Freunden sich zuwandten. Hier gab es, Gott sei Dank, keine solchen Vaterlandsverräter. Nur ein Lambsheimer, der allerdings schon lange in Bad Dürkheim wohnte, Franz Vogt, gehörte zu diesem Gesindel. Er hat es bis zum Oberleutnant gebracht, was allerdings nicht schwer war. Er war schon in der Schule ein zweifelhafter Bursche, zu allen Rohheiten bereit. Er wird seinen Lohn schon ernten.

Schick

Wir danken Hr. Hornberger vom Archiv in Lambsheim für den Bericht von Oberlehrer Schick aus Lambsheim

Am Afang war do so e Idee

Von Ferdinand Fiedler

Im Sommer 2016 hat Walter Sattel, gebürtiger Maxdorfer und Autor der Ortsgeschichte und dem Ortssippenbuch von Maxdorf, mit Vorstandsmitgliedern des  Vereins für Geschichte und Kultur Maxdorf 2010 e.V. darüber gesprochen, „ebbes iwwer de Maxdorfer Dialekt zu mache“.

Vom Verein wurden daraufhin Maxdorfer Bürger angesprochen, ob sie interessiert wären, daran mitzuarbeiten.

Anfang Oktober 2016 wurde deshalb vom Verein zu einem Infoabend eingeladen wo Walter Sattel erläuterte, wie er sich die Sache vorstellte.

Von den Anwesenden erklärten sich dann auch zwölf Personen zur Mitarbeit bereit. In zwei Gruppen von je sechs Personen wurden von Oktober 2016 bis Ende Mai 2017 jeden Mittwoch im Wechsel in Doppelstunden Wörter gesucht, diese erklärt und in Maxdorfer Dialekt schriftlich festgehalten. Dadurch möchte man erreichen, „dasses ned veloore geed“ und auch unsere Kinder den Dialekt erhalten und sprechen.

Da sprechen und schreiben zwei ganz unterschiedliche Dinge sind und um die Sache für die Leser verständlicher zu machen wurden auch Redewendungen mit den entsprechenden Begriffen in das Manuskript eingebunden.

Ergänzt wird das Buch durch ortsbezogene Skizzen und Zeichnungen von Architekt Bernhard Schneider.

Die ca. ein Jahr dauernden Korrekturlesungen und damit verbundenen ständigen Veränderungen, sowie die Gesamtgestaltung des Buches durch Hans Lebkücher vom Verein ließen das Buch dann auch auf insgesamt 280 Seiten anwachsen.

Mittlerweile war man im Vorstand zur Ansicht gelangt, das Buch in Eigenregie zu produzieren und zu finanzieren. Da dem noch recht kleinen Verein dazu die finanziellen Mittel fehlten, wurde nach Geldgebern für den Druck des Buches gesucht.

Die Bürgerstiftung der Gemeinde Maxdorf und die Stiftung der ehemaligen Raiffeisenbank Maxdorf übernahmen dankenswerter Weise den größten Teil der Druckkosten.

Begrüßung der Gäste durch Ferdinand Fiedler

 

Nach fast zwei Jahren war es dann soweit. Am 17. Oktober 2018 wurde das Buch der Öffentlichkeit vorgestellt. Gut 100 Personen haben den Ausführungen von Walter Sattel gelauscht. Sehr ausführlich konnte so jedermann erfahren, wie Sprache zustande kommt und woher die Begriffe unseres Dialektes kommen.

Ortsbürgermeister Werner Baumann dankt dem Autor und dem Team der Mitwirkenden

 

Umrahmt wurde die Veranstaltung von der Kuldur Gud Bänd vom Verein für Geschichte und Kultur Maxdorf 2010 e.V., welche mit Pfälzer Liedern den musikalischen Rahmen gestaltete.

Die Kuldur Gud Bänd spielt „Pälzer Lieder“

 

Bei einem kleinen Umtrunk begann danach der Verkauf des Buches.

Die stillen Helfer bereiten den Umtrunk vor

 

Walter Sattel hat auf Wunsch die gekauften Bücher auch signiert.

Erwerben kann man die Bücher im Maxdorfer Buchladen, der Gemeindebücherei, bei Schreibwaren Schneider, sowie im Rathaus beim Bürger-Service.

Historischer SWR Bericht über Maxdorf und Albert Funk

Kerwerätsel 2018

Im Jahr 2018 mussten beim Kerwerätsel die Straßennamen von sieben Bildmotiven und der Name der neuen kommunalen kindertagesstätte erraten werden, um das Lösungswort zu erhalten. Gesucht war der bekannte Fotograf Otto Reis.

Die Gewinner konnten sich über drei bunte und vitaminreiche Gemüsepräsente und über zwei Bücher freuen.

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Pälzer Mussig mit der Kuldur Gud Bänd

Pälzer Mussig mit der Kuldur Gud Bänd

Am Kerwe-Montag hatte die in diesem Jahr neu gegründete Kuldur Gud Bänd des Vereins für Geschichte und Kultur ihren ersten großen öffentlichen Auftritt.

Die Band, bestehend aus Ferdinand Fiedler, Waschbrett und Percussion, Frank Diezler, Gitarre und Gesang und Bernd Lupberger, Keyboard und Gesang, unterhielt die Besucher mit bekannten Pälzer Liedern.

Buchvorstellung

„Dasses ned vegesse werd“

Nach fast genau einem Jahr sehr intensiver Arbeit ist es endlich soweit!

Von Oktober 2017 bis jetzt haben 12 Personen aus Maxdorf mit Walter Sattel ein Buch über den Maxdorfer Dialekt geschrieben. Auf 280 Seiten kann man jetzt erfahren wie in Maxdorf „gschbroche werd“, woher die Wörter kommen und wie die Schreibweise ist.

Am 17.Oktober 2018 um 19:00 Uhr stellt der Verein für Geschichte und Kultur Maxdorf 2010 e. V., gemeinsam mit der Ortsgemeinde Maxdorf, das Buch im Pfarrzentrum St. Maximilian in der Hautstraße 77 vor.

Der Autor Walter Sattel wird ausführlich die Details der „Maxdorfer Schbrooch“ erklären.

Dazu laden wir recht herzlich ein.

Interessantes aus dem Jahr 1928

Von Ferdinand Fiedler

Schon vor 90 Jahren wurden in der lokalen Presse Neuigkeiten aus und über Maxdorf berichtet.

Der „Lambsheim-Maxdorfer Anzeiger“ erschien viermal in der Woche und wurde von Karl Engelmann (Druck und Verlag) aus Lambsheim herausgegeben.

Unter der Rubrik „Lokale Nachrichten“ wurden folgende Artikel abgedruckt:

„Messerstecher“

Am 8. Oktober 1928 wurde der Fabrikarbeiter Georg Burgei bei der Fahrt ins Feld von einem „Messerstecher“ angegriffen. Obwohl er sich in den Ort retten konnte, wurde er von dem Angreifer verfolgt und dort verletzt. Der Angreifer konnte verhaftet und dem Gericht zugeführt werden. Die Tatwaffe, welche er in einer Kiste mit Korn versteckt hatte, wurde gefunden und sichergestellt.

„Theateraufführung“

Am 27. Oktober wurde eine Theateraufführung mit dem Titel „Kabale und Liebe“ angekündigt.

Die Aufführung fand im Gasthaus „Zur Linde“ von Philipp Zercher in Maxdorf statt. Insgesamt gab es 6 Aufführungen, welche einen großen Zuspruch fanden.

 

In der Ausgabe vom 19. Dezember 1928 wurde aus der

 „Sitzung des Gemeinderates Lambsheim“ berichtet.

Punkt 1 behandelte die Verpachtung der gemeindeeigenen Wiesen in Maxdorf. Nach lebhafter Diskussion wurde beschlossen, dass nicht mehr als 3 Wiesen an ortsansässige Personen verpachtet werden. Dem Pächter bleibt es überlassen, diese auch in Ackerland umzuwandeln.

Unter Punkt 2 wurde über die Anschaffung einer Motorspritze für die Feuerwehr Maxdorf beraten. Da die Anschaffung noch im gleichen Jahr über die Bühne gehen sollte (um Zuschüsse zu erhalten war Eile geboten), wurde eine Dringlichkeits-entscheidung notwendig.

Der Gemeinderat stimmte der Anschaffung der Motorspritze samt Zubehör zu. Die Spritze konnte so bei der Fa. Balke in Frankenthal zum Preis von 4.300 RM (Reichsmark) noch rechtzeitig bestellt werden, um auch die Zuschüsse zu erhalten.

Wir bedanken uns bei Hr. Willi Foltz aus Lambsheim für die Überlassung (Kopien) des Lambsheim-Maxdorfer Anzeigers aus dem Zeitraum 1. Oktober bis 31. Dezember 1928.

Rund um Haus und Hof (auch in Maxdorfer Dialekt)

von Ferdinand Fiedler

Die Häuser von Maxdorf waren in den Anfangsjahren nicht sehr groß und wurden im Allgemeinen als

Häuschen ”Haiselscher”

Das Foto zeigt “das letzte der Bachhäuser” von der Holzhofanlage, der Keimzelle von Maxdorf

bezeichnet. Die ersten Häuser waren meist aus ungebrannten Lehmsteinen gebaut. In den Häusern gab es in der Regel keine Keller und auch keine Klosetts.

Die Klosetts nannte man

Plumpsklo “Blums-gloo”

Sie waren meist in der Nähe der Güllegruben. So konnte man die Fäkalien gleich mit auffangen.

Beispiel eines “Blums-gloo’s”

Neben oder hinter dem Haus war in der Regel eine

Scheune “Schajer”

In der Scheune wurden die Fahrzeuge für die Feldarbeit sowie Stroh oder Heu für das Vieh gelagert. Ein Teil der Scheune wurde oftmals auch als Stall für ein Pferd oder vielleicht Ziegen oder Stallhasen genutzt. Kühe waren in Maxdorf eher weniger anzutreffen.

Vor oder neben den Scheunen gab es dann auch einen

Misthaufen “Mischd-haufe”,

auf welchem der Mist und die Fäkalien von Mensch und Tier in der so genannten

Jauchegrube “Puul-loch”

aufgefangen wurden.

Die Jauche, auch “Puul” genannt, wurde mittels Wagen und einem Fass der so genannten

“Puul-lodd”

auf die Felder gefahren um diese damit zu düngen.

Mit Jauche gefüllte “Puul-lodd” auf einem modernen Anhänger

 

“Puul-schebber”

“Puul-Schebber” ohne Stiel

hat man einen Behälter in Eimerform an einem langen Stiel bezeichnet, mit welchem man die Gülle gut dosiert und ganz gezielt im Feld an die Pflanzen bringen konnte.

Immer um Haus und Hof waren dagegen

Hühner “Hing-gle“

anzutreffen. Diese wurden zur Selbstversorgung gehalten.

Da es damals noch keine Möglichkeiten gab, sich Lebensmittel einzufrieren und man für die Wintermonate auch Vorräte benötigte, hat man so ziemlich alles in Gläser eingekocht und dadurch haltbar gemacht. Um diese Vorräte zu lagern hat man unter der Scheune einen kleinen Gewölbekeller gebaut. Dieser war vom Hof aus erreichbar und mit ungefähr 1,5 Meter meistens nicht breiter als die Treppe in den Keller und um die 5 Meter lang. Dort gab es an den Seitenwänden Regale für die Gläser mit den Vorräten.

Der Boden im Keller selber war “gewachsener Boden”, das heißt, er war nicht versiegelt, sondern nur gestampft. Außer Gläsern wurden in den Kellern auch Kartoffeln, Karotten und Rüben gelagert.

Kraut wurde häufig in

Steinguttöpfen “Schdäägud-tebb”

als Sauerkraut eingelegt.

“Schdäägud-Tobb” mit Krauthobel

 

Fleisch gab es eher selten und wurde, wenn überhaupt, nur an Schlachttagen gegessen. Wurst wurde entweder an der Luft getrocknet oder für den Winter ebenfalls eingekocht.

Ausdrücke rund um die Landwirtschaft und die Sprechweise in Maxdorfer Mundart

Treibhaus “Draibhaus“

So nennt man die Gewächshäuser, welche Anfang der 20 Jahre in fast allen Landwirtschaftlichen Betrieben zum Einsatz kamen. Die Treibhäuser wurden meistens an die äußeren Südmauern der Scheune “Schajer” im eigenen Garten angebaut. Es sah fast so aus, wie in heutiger Zeit ein Wintergarten. So waren sie vor den kalten Winden geschützt und die Sonnenstrahlen konnten zu ihrer Erwärmung genutzt werden. Später wurden die Treibhäuser mit einem Ofen ausgestattet um früher mit der Aussaat und dem Ausbringen der Pflanzen auf die Äcker beginnen zu können.

“Draibhaus mit Kuddsche” und zum Abdecken die “Roormadde“ im Anwesen Kärcher

Jetzt konnte man bereits im Februar/ März mit der Aussaat von Pflanzen in Kistchen “Kischdlscher” beginnen. Es wurde spezielle Erde für die Saat benutzt. Waren die Pflanzen etwa 5 cm groß, wurden sie pikiert “biggiert”. So wird die Trennung und Einzelpflanzung der jungen Pflänzchen bezeichnet.

Kleine Pflänzchen werden mit einem “Biggierholds” in eingeteilte Felder “biggiert”

Dazu wurden

Pickierhölzer “Biggierheldser”

benutz. Dies sind ähnlich einem Bleistift angespitzte Hölzer. Damit man möglichst viele junge Pflänzchen in die Kistchen brachte, wurde zur Einteilung eine Leere benutz und die Erde in gleichmäßig große Felder eingeteilt. Mit dem Pickierholz wurde in der Mitte der Feldeinteilung in den Kistchen ein Loch gemacht, das junge Pflänzchen hineingesteckt und mit dem Pickierholz seitlich und mit Gefühl die Erde angedrückt. Waren die Pflänzchen angewachsen, brachte man die Kistchen in ein

Frühbeet “Kuddsche”

Diese waren ebenfalls im Garten des eigenen Grundstücks aufgebaut. So hatte man immer alles unter Kontrolle. Die Frühbeete wurden im Laufe der Zeit mit wasser-

führenden Leitungen ausgestattet und konnten somit ebenfalls beheizt werden. Damit die jungen Pflanzen in den Frühbeeten in der Nacht nicht zu stark auskühlten, benutzte man

Schilfrohrmatten “Roormadde”

um sie damit abzudecken. Abends wurden die Rohrmatten über die Glasabdeckung gerollt und morgens wieder weggepackt.

So hat man es mit der Zeit geschafft, die Häufigkeit mit welcher die Felder übers Jahr bestellt werden konnten zu erhöhen.

Gegossen wurden die Pflanzen in den Treibhäusern und Frühbeeten mit

Gießkannen “Gießkanne”

“Gießkanne” mit langem Hals

 

Diese hatten e einen langen, schlanken Hals. Damit konnte man auch an entfernter gelegene Stellen gelangen und die Pflanzen bewässern. Wenn die Pflanzen groß genug waren kamen sie auf die Felder und wurden dann

gesetzt “gseddsd”.

Je nachdem, welche Pflanzen es waren, wurden als Rankhilfe dünnere Pfähle auch

Tomatenstöcke “Tomade-schdiggl”

genannt, neben die Pflanzen gesteckt. Daran konnten auch Kletterpflanzen, wie Stangenbohnen emporwachsen.

Die Pfähle wurden mittels Holzhammer

Alter Holzhammer “Holdshammer”

und in jüngerer Zeit mit einem

Setzrohr “Seddsroor”

Setzrohr auch “Seddsroor” genannt

in den Boden geschlagen. Die Setzrohre waren kurze Rohrstücke, mit zwei seitlich angeschweißten Griffen und einem aufgeschweißten Deckel auf dem eigentlichen Rohrstück. Das Rohrstück wurde über den Pfahl gestülpt und dieser dann mit zwei, drei Schlägen in die Erde getrieben. An diesen Pfählen konnten die Pflanzen hoch wachsen und wurden zum besseren Halt daran festgebunden.

Interessantes aus der Landwirtschaft

Von Ferdinand Fiedler

Maxdorf ist weit über die Grenzen von Rheinland Pfalz bekannt als Gemüsemetropole.

Um die geernteten Produkte der Landwirtschaft transportieren und auf die Märkte bringen zu können mussten spezielle Transportbehälter benutzt werden.

Behälter für Gemüse und Obst, (auch im Maxdorfer Dialekt)

Die Behältnisse waren meist aus Spanstäben oder dünnen Leisten und konnten sowohl als flache, wie auch als hohe Ausführung gebaut sein.

Die Abbildungen zeigen verschiedene Kisten “Kischde” für die einzelnen Gemüse-/Obst-Sorten

 

Bezeichnet werden diese Behältnisse als:

Bezeichnet werden diese Behältnisse als:

–       Salatkisten “Salaad-Kischde”

–       Krautkisten “Graud-Kischde“

–       Tomatenkisten “Tomade-Kischde” oder auch

–       Blumenkohlkisten “Blummekool-Kischde”

Bei Obst werden solche Behälter auch als

–       Steigen “Schdeige bezeichnet.

 

Andere Behälter zur Aufbewahrung sind so genannte

–       Spankörben “Schboo(n)kerb”

Spankorb “Schboo(n)korb”

In diesen werden

–       Bohnen “Boone”

–       Kirschen “Kersche”

–       Pflaumen “Queddsche”

–       Pfirsiche “Pärsching”

–       Mirabellen “Merabelle”

transportiert.

Behältnisse für Kartoffeln oder Getreide waren aus Jutesäcken.

Kartoffelsack “Grumbeersagg”

Weizensack “Wäädsesagg”

 

 

 

 

 

 

 

 

–       Kartoffeln “Grumbeere”

–       Kartoffelsäcken “Grumbeersägg”

–       Weizensäcken “Wäädsesägg”

 

Feldsalat , auch “Riddsche” genannt, kam in flachen

–       Kistchen “Kischdlscher”

auf den Markt.

Diese Behältnisse sind auch heute noch im Einsatz. Aus Haltbarkeitsgründen und besserer Stapelfähigkeit sind sie mittlerweile aber aus Kunststoff.

 

Andreas Bügel

wurde als 3. Kind von Johann Conrad Bügel und Anna Dorothea Trillich am 1. März 1868 in Forst/Weinstraße geboren.

Er übte den Beruf des Straßenwärters mit Polizeigewalt aus und war zuständig für die Staatsstraße zwischen Maxdorf und Bad Dürkheim.

Von 1915 bis 1920 war er Polizeiadjunkt und Standesbeamter.

Bei der Gründung des “Landwirtschaftlichen Konsumvereins” wurde er 1904 zum 1. Vorstand gewählt und war in der Zeit von 1932 bis 1935 Vorstandsvorsitzender der Gemüse- und Obstverwertungsgenossenschaft.

Der katholischen Kirchenverwaltung gehörte er von 1922 bis 1947 an.

Vorstandsmitglied im Elisabethen-Verein war er von 1924 bis 1933.

Dem katholischen Kirchenchor stand er als Dirigent in den Jahren 1926 bis 1928 zur Verfügung.

Er leitete die örtliche Zentrumspartei und war zeitweise Mitglied des Kreistages im Bezirk Frankenthal.

Er starb mit 80 Jahren, am 17.August 1948 in Maxdorf.

Bericht Ferdinand Fiedler

Johann Conrad Bügel

war das älteste Kind von Johann Philipp Bügel und Anna Elisabeth Mildenberger und wurde am 19. April 1832 in Sondernheim bei Germersheim geboren.

Als Staatsstraßenwärter war er zuerst in Hardenburg tätig und später in Maxdorf für die Straße zwischen Oggersheim und Maxdorf zuständig. Nach Maxdorf siedelte er in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts.

Er war als energischer und strenger Gesetzeshüter bekannt. Mit sehr großem Engagement war er die eigentliche Triebfeder, für einen eigenen Kirchenbau in Maxdorf.

Als Mitglied des Kirchenbauvereins, welcher eigens für das Sammeln von Geldmitteln zum Bau einer eigenen Kirche für Maxdorf gegründet wurde, bekam er auch Geldmittel aus dem eigenen Familienkreis aus den Orten Forst und Deidesheim.

1899 zum Fabrikratspräsidenten gewählt, hat er in einer, gemeinsam mit Pfarrer Dengel aus Lambsheim, beispiellosen Kombination zusammen- arbeitender Persönlichkeiten, den Bau der katholischen Kirche in Maxdorf möglich gemacht.

Er starb am 20. Mai 1932 in Maxdorf.

Bericht: Ferdinand Fiedler

Johannes Kraft, “de Grafde Schoo”,

wurde am 24.12.1906 als Sohn von Jakob I Kraft und Katharina Chally in Maxdorf geboren.

Er hatte einen Betrieb in der Sohlstraße. Dort reparierte er Fahrräder und machte Schlosserarbeiten. Obwohl er ein steifes Bein hatte, hat er alle Arbeiten mit etwas Hilfe immer selber erledigen können.

Für die Landwirtschaft hat er auch “Eigenkreationen “ wie zum Beispiel die allseits bekannten “Gummiwägglscher” und speziell zum Transport von Kisten mit Pflanzen gummibereifte Handkarren gebaut.

Die “Gummiwägglscher“ waren Handkarren mit 4 kleineren, gummibereiften Fahrradrädern und einer ca. 1,80 x 1,20 m großen Ladepritsche aus Holzbrettern.

Mit diesen wurden, überwiegend von Nebenerwerbslandwirten, die mit Gemüse gefüllten Kisten zum Großmarkt gefahren. Noch heute sind sie, besonders bei Kerwe- oder Fastnachtsumzügen, beliebte Transportfahrzeug für die Vereine.

Die Handkarren hatten lediglich ein Gummirad an der Vorderseite und waren deshalb sehr wendig. Mit ihnen konnte man auch zwischen den “Kutschen”, dies waren die geschlossenen Frühbeete zur Anzucht der in den Gewächshäusern “pikierten “ Jungpflanzen (ca. 5 cm große aufgegangene

Sämereien), umherfahren und damit die Kistchen in den engen Gehwegen transportieren.

Johannes Kraft starb am 29.09.1982 in Bad Dürkheim.

Bericht: Ferdinand Fiedler

Alles was geblieben ist…

Einem glücklichen Zufall ist es zu verdanken, dass dem Verein im Frühjahr 2017 ein leicht gerundetes Bruchstück aus Metall mit der Aufschrift „MAXDORF“ zugegangen ist.

Nach anfänglichem Rätselraten, was dies sein könnte, wurde das Bruchstück durch Herrn Walter Sattel der Glockensachverständigen, Frau Birgit Müller, zur Prüfung übergeben.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Es ist ein Trümmerteil der ehemals kleinsten Glocke der kath. Kirche „“ in Maxdorf aus dem Jahre 1935. Es ist aus Bronzeguss und stammte von der Glockengießerei Hamm in Frankenthal.

Das Gewicht der Glocke betrug 178 kg. Ihr Läuteton war das „cis“. Gewidmet war sie Maria.

Die Glocke überstand den 2. Weltkrieg. Ihre beiden Schwestern dagegen wurden in den Jahren 1918 beziehungsweise 1942 zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.

Die kleinste Glocke von 1935 wurde 1953 in Frankenthal eingeschmolzen und ihr Material wurde für das neue Geläut der Kirche im Jahre 1953 verwendet. Lediglich das kleine Glockenstück mit der Aufschrift „MAXDORF“ blieb erhalten und der Pfarrei „St. Maximilian“ übergeben.

Der Verein freut sich, dass das Bruchstück über Umwege in seinen Besitz gelangt ist. Wir werden es aufbewahren und bei besonderen Anlässen der Öffentlichkeit präsentieren.

Bericht: Walter Sattel und Ferdinand Fiedler

Peter Ullrich

wurde am 06.Mai 1887 in Frankelbach bei Olsbrücken als Sohn von Peter Ullrich und dessen Ehefrau Barbara Jung geboren.

Seinen Beruf als Volksschullehrer übte er mit großer Leidenschaft aus. Mit seiner Ehefrau Auguste Luisa Weber hatte er zwei Kinder.

Nach seinen ersten Anstellungen in Kusel und Kaiserslautern wurde er 1928 nach Maxdorf versetzt. Bei seinen Schülern war er als sehr strenger Lehrer gefürchtet. Mit seiner urigen Art kam er in der Bevölkerung aber trotzdem ganz gut an und war oft Mittelpunkt an den Stammtischen.

Nach seiner Pensionierung, Anfang der 50er Jahre, zog er mit seiner Frau nach Kleinsteinhausen nahe der französischen Grenze und verbrachte dort seinen Lebensabend.

Peter Ullrich starb im Alter von 70 Jahren in Kleinsteinhausen.

Bericht: Ferdinand Fiedler

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am Gymnasium in Maxdorf am 27. Januar 2015

Beitrag von Ferdinand Fiedler

Liebe Schüler, liebe Lehrkräfte, liebe Elternvertreter, wir gedenken heute am 27.Januar 2015, 70 Jahre nach der Befreiung der Menschen im Vernichtungslager von Auschwitz, durch Soldaten der Roten Armee, den Opfern des Nationalsozialismus.

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Theobald Hauck

Theobald Hauck war der Sohn von Heinrich Hauck und Anna Kreuz und wurde am 16. März 1902 in Maxdorf geboren.

Von Beruf war er Bildhauer.

Sein Studium, von 1919 bis 1924, absolvierte er an den Kunstakademien in Karlsruhe, Berlin und München.

Nach Ende des 2. Weltkrieges und seiner Kriegsgefangenschaft arbeitete er ab 1948 als freier Künstler. Er war Mitbegründer der Pfälzer Künstlergenossenschaft und des Künstlerbundes Rhein-Neckar.

50 Jahre dirigierte er den Chor der protestantischen Kirche in Maxdorf.

Von 1965 bis 1974 war er Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes und in der Zeit von 1969 bis 1972 der 2.  Beigeordnete der Ortsgemeinde Maxdorf.

Mehrere Werke seines Schaffens sind in der OG Maxdorf aufgestellt.

Für seine Verdienste im künstlerischen Schaffen und seiner ehrenamtlichen Tätigkeit für die Gemeinde wurde er am 8. Dezember 1977 zum Ehrenbürger ernannt.

Er starb am 6. Dezember 1980 in Maxdorf und fand seine letzte Ruhestätte in unmittelbarer Nähe der von ihm geschaffenen und 1972 gestifteten Statue des Hl. Franziskus vor der Friedhofshalle in Maxdorf.

Bericht: Ferdinand Fiedler

Albert Funk

Albert Funk wurde am 4. November 1919 in Limburg an der Lahn als Sohn von Karl Funk und seiner Frau Henriette geboren.

Von 1964 bis 1987 war er Bürgermeister in Maxdorf und für 10 Jahre 1.Verbandsbeigeordneter. 25 Jahre Mitglied des Kreistages, sowie Mitglied im Raumordnungsverband und der Planungsgemeinschaft Vorderpfalz und ehrenamtlicher Richter am Oberverwaltungsgericht in Koblenz.

Zahlreiche Auszeichnungen, wie Träger der Freiherr-vom-Stein Plakette, das Bundesverdienstkreuz, sowie der Ehrenring der Gemeinde Maxdorf, wurden ihm zuteil.

Am 15. Januar 1988 verlieh ihm die Gemeinde die Ehrenbürgerurkunde für seine 23-jährige aktive Tätigkeit im kommunalpolitischen Bereich.

Der Gemeinderat hat, ihm zum Gedenken, am 28. April 1994, dem Bürgerhaus den Namen “Albert-Funk-Haus” verliehen.

In seiner Amtszeit wurde die BASF-Siedlung, bis dahin zu Fußgönheim gehörend, der Ortsgemeinde Maxdorf angegliedert.

Albert Funk starb am 3. Dezember 1989 und fand seine letzte Ruhestätte bei der Franziskusstatue vor der Trauerhalle auf dem Friedhof in Maxdorf.

Bericht: Ferdinand Fiedler

Kerwerätsel 2017

Im Jahr 2017 spielten beim Kerwerätsel die Maxdorfer Vereine eine Hauptrolle. Um die Buchstaben des Lösungsworts zu erhalten, mussten acht Vereinsnamen erraten werden.

Die Gewinner konnten sich über zwei bunte und vitaminreiche Gemüsepräsente und über zwei Bücher freuen.

Lösungen:

  1. ASV Maxdorf 1946 e.V.: S
  2. MGV Harmonie 1861 e.V.: I
  3. KV Floßbachschwalben e.V.: E
  4. GV BASF Siedlung Maxdorf 1949 e.V.: D
  5. Landfrauenverein Maxdorf e.V.: L
  6. TC-Blau-Weiß Maxdorf e.V.: U
  7. TSC-Rot-Weiß-Casino Maxdorf e.V.: N
  8. TSG 1954 Maxdorf e.V.: G

Lösungswort: Siedlung

Gewonnen haben:

Je ein Gemüsepräsent: Wilma Linn, Maxdorf und Volker Berentz, Maxdorf

Je ein Buch: Hildegard Resi, Maxdorf und Helga Rockstroh, Haßloch

Allen Gewinnern herzlichen Glückwunsch

Nachlese zur Doerner Ausstellung

von Hans Lebkücher

Im September hatte der „Verein für Geschichte und Kultur Maxdorf 2010 e.V.“ zu einer Ausstellung mit Werken des Pfälzer Malers Adolf Doerner eingeladen. Adolf Doerner lebte mit seiner Familie von 1931 bis 1934 hier in Maxdorf und deshalb wurde ihm aufgetragen, ein Fresko von der „Gänseliesel“ am alten, längst abgerissenen Schulgebäude in der Hauptstraße zu entwerfen. Dieses Wandbild war in Maxdorf sehr bekannt.

Zur Eröffnungsveranstaltung, am 03. September 2017, konnte der Vorsitzende Ferdinand Fiedler im Atelier von Theobald Hauck in Maxdorf, das freundlicherweise von seiner Tochter Frau C. Hofmann zur Verfügung gestellt wurde, fast 100 Besucher willkommen heißen. Als Vertreter des Landkreises und Mitveranstalter war Paul Platz anwesend. Würdig umrahmt wurde die Veranstaltung vom Akkordeon-Ensemble „accordeonissimo“, das mit viel Applaus bedacht wurde und weitere Zugaben zu Gehör brachte.

Herr Oliver Benz führte die Besucher mit seinen Ausführungen und sehr detaillierten Wissen zu Adolf Doerner und dessen Werken durch die Ausstellung von Stillleben, Portraits, Landschaften, Selbstbildnissen und Werken aus der Maxdorfer Zeit.

Als Ergänzung zu den Bildern offerierte der Verein Originalskizzen von Adolf Doerner zur Entstehung des „Gänseliesel“-Bildes, sowie Auszüge aus Johannes Hahns Chronik über die Zeit des Gänsestopfens in Maxdorf, dazu einen Auszug aus dem Märchen „Die Gänsemagd“ der Gebrüder Grimm.

Das Ehepaar Lore und Reinhard Doerner, der Sohn des Malers, lies es sich nicht nehmen, an allen Ausstellungstagen persönlich Besucher durch die Ausstellung zu führen. Mit ca. 100 Besuchern an den beiden folgenden Wochenenden war diese Resonanz der Bevölkerung ein toller Erfolg für den jungen Verein.

Die Bilder von der Ausstellungseröffnung stammen von Petra und Stefan Graf, sowie Hans-Josef Wolf.

Impressionen von der Doerner Ausstellung

Ferdinand Fiedler eröffnet die Ausstellung

Den passenden Sound-Track lieferte das Akkordeon-Ensemble „accordeonissimo“

Oliver Benz erläuterte die ausgestellten Werke Adolf Doerners

Gastgeberin C. Hofmann (2. v.l.)

Viele interessierte Besucher

Small Talk im Hof

Die Doerner-Ausstellung, ein Event für Jung und Alt

Die Besucher waren begeistert

Vorsitzender Ferdinand Fiedler im Gespräch mit Besuchern

Auch Ortsbügermeister Werner Baumann besuchte die Ausstellungseröffnung

Werke Adolf Doerners: Stillleben

Dokumentation u.a mit Original-Skizzen zur Entstehung des Freskos „Gänseliesel“

Werke Adolf Doerners aus der Maxdorfer Zeit

 

Fotos: Petra und Stefan Graf, Hans-Josef Wolf.

 

Rheinpfalz-Bericht zur Adolf Doerner Ausstellung

Quelle: Rheinpfalz vom 13.09.2017

Heimatforscher Walter Sattel

Walter Sattel wurde am 12.07.1934 als Sohn von Karl Ludwig Sattel und Hedwig Katharina Sattel in Maxdorf geboren.

Er arbeitete in Ludwigshafen als Bankkaufmann.

Im Jahre 2002 präsentierte er das Ortssippenbuch mit Familien und Personen aus Maxdorf und bediente damit das wachsende Interesse der Menschen an der Familienforschung. Das Ortssippenbuch enthält die Namen und Personen in Maxdorf von 1748 bis 1900.

Im Jahre 2006, erst vier Jahre später, erschien von ihm die ebenfalls sehr zeitaufwendig recherchierte “Maxdorfer Ortsgeschichte”. Es ist die 4. und umfangreichste Version einer Ortschronik von Maxdorf.

Walter Sattel war 2002 Mitarbeiter der Festschrift „50 Jahre Selbständige Ortsgemeinde Maxdorf“ und im Jahre 2008 Autor der Festschrift „75 Jahre BASF-Siedlung Maxdorf ehemals Fußgönheim 1934-2009“.

In den darauffolgenden Jahren kamen weitere Werke mit ortsgeschichtlichem Inhalt aus anderen Gemeinden und Einrichtungen hinzu.

Momentan entsteht ein weiteres Buch über den Maxdorfer Dialekt, welches spätestens zur 200-Jahrfeier 2019 erscheinen soll.

Bericht: Ferdinand Fiedler

Heimatforscher Wilhelm Becker

Wilhelm Becker, geboren am 20.08.1921 in Mannheim, wohnte seit Dezember 1934 im Ortsteil BASF-Siedlung.

Er arbeitete als Bundesbahnamtsrat.

Dem Ortsgemeinderat gehörte er von 1969 bis 1989 an und war von 1979 bis 1989 Beigeordneter.

Da er ein größeres Interesse an einer Neuauflage der Ortschronik (die Chronik von Johannes Hahn war vergriffen) in der Bevölkerung erkannte, entschloss er sich eine 3. Chronik, die er “Chronik einer jungen Gemeinde” nannte, zu verfassen. In dieser übernahm er einige Beiträge aus der Chronik von Johannes Hahn und ergänzte diese mit Fakten und Daten aus der BASF-Siedlung.

Wilhelm Becker wurde im Jahre 1995 der Ehrenring der Gemeinde Maxdorf verliehen.

Er starb am 13.07.2002 in Ludwigshafen.

Bericht: Ferdinand Fiedler

Einladung zur Ausstellung mit Werken von Adolf Doerner in Maxdorf

Der „Verein für Geschichte und Kultur Maxdorf 2010 e.V. lädt, gemeinsam mit dem Rhein-Pfalz-Kreis, zu einer Ausstellung mit Werken von Adolf Doerner ein.

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Heimatforscher Dr. Josef Sattel

Als Sohn von Johannes III. Sattel und Josefine Leonhardt erblickte er am 18. August 1908 in Maxdorf das Licht der Welt.

Von Beruf war er Diplomvolkswirt und Betriebsprüfer und wohnte außer in Maxdorf auch in Mundenheim und Carlsberg-Hertlingshausen.

Bereits in den 30er Jahren trug er sich mit dem Gedanken eine “Ortsgeschichte von Maxdorf“ zu veröffentlichen. So recherchierte er in der Zeit von 1935/1936 in den Akten der Gemeinde Lambsheim, befragte ältere Zeitzeugen und konnte so, im Jahr 1936, den Entwurf einer fast 100 Seite umfassenden Chronik zusammentragen.

Eine Veröffentlichung scheiterte, da er dies sowohl kriegsbedingt als auch beruflich nicht in Einklang bringen konnte.

Nachdem Johannes Hahn im Jahre 1960 seine Chronik veröffentlichte, hatte sich das Thema für ihn erledigt.

Dr. Josef Sattel starb am 18. August 2001 in Carlsberg-Hertlingshausen.

Bericht: Ferdinand Fiedler

Heimatforscher Johannes Hahn

Als Sohn von Philipp II. Hahn und Anna-Maria Leva, am 19. November 1890 in Maxdorf geboren, übte er den Beruf des Lehrers an Volks- und Berufsschulen in der Pfalz, dem Saarland, in Ostoberschlesien und Lothringen aus.

Trotz seiner berufsbedingten Abwesenheit von Maxdorf, galt sein Interesse immer seiner Heimatgemeinde.

Die Erforschung seiner Heimatgemeinde betrieb er sehr aktiv.

Durch die Besuche bei seiner Familie und bei Bekannten war er immer bestens über die Entwicklungen und Veränderungen im Dorf informiert.

Die Erzählungen seines Vaters und des Großvaters, sowie durch Einsichtnahme in die Gemeindeurkunden, hat er uns in seinem Buch “Ortsgeschichte von Maxdorf” geschildert und hinterlassen.

In dem 1960 erschienenen Buch hat er alle Erzählungen mit vielen Fakten und Daten ergänzt und zusammengetragen.

So kann man auch heute noch die Entwicklung von Maxdorf nachvollziehen.

Er starb am 8. Dezember 1975 in Neuhofen/Pfalz.

Bericht: Ferdinand Fiedler

Die „Pfennig“-Reportage Preisentwicklung vom Acker bis zum Kochtopf

Die Neue Deutsche Wochenschau vom 10.08.1962 verfolgte den Weg von Maxdorfer Blumenkohl über den Großmarkt, den Einzelhandel bis zum Kochtopf der Hausfrau.

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Hans Marnet

Von Ferdinand Fiedler

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Paul Konrad Bügel, ”de Bieschl Paul”

Von Ferdinand Fiedler

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Den Maxdorfer Dialekt „eere“

Rheinpfalz-Bericht vom 21. Apri 2017

Klick Rheinpfalz_2017_04_21

Der Verein für Geschichte und Kultur bedankt sich ganz herzlich bei Frau Willeke für diesen tollen Bericht!

Loszettel? Was ist das?

Von Ferdinand Fiedler

Als Looszettel wurden notarielle Ausfertigungen von Anteilen an Gegen-ständen oder auch Grundstücken bezeichnet, welche bei Verlosungen von den Teilnehmern “gelost” wurden.

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Steigbrief? Was ist das?

Von Ferdinand Fiedler

Als Steigbrief bezeichnete man im 19. Jahrhundert eine Urkunde, welche den Kauf, beziehungsweise den Kaufvertrag über ein Grundstücke oder Gebäude “beurkundet” hat. Dieser Akt wurde auch damals schon von einem Notar ausgefertigt.

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Bezeichnungen der Liegenschaften innerhalb einer Gemeinde

Von Ferdinand Fiedler

Gemarkung

Als Gemarkung bezeichnet man das zu einer Gemeinde/Stadt gehörende Gemeindegebiet. Die Grenzen dieses Gebietes werden mittels Marksteinen in ihren Grenzen “markiert”.

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Josef, “Seppl” Fink

Von Ferdinand Fiedler

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Abschied von einem alten Freund

von Ferdinand Fiedler

Seit den 1870er Jahren hat er viele Generationen von Menschen aus unserer Region immer wieder in Erstaunen versetzt. Der Baum, den es eigentlich so nicht geben kann.

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Das Ortswappen von Maxdorf

von Ferdinand Fiedler
Nach der Abspaltung von Lambsheim und der Bildung einer eigenen Gemeinde im Jahre 1952 ließ die Gemeindeverwaltung ein eigenes Wappen für Maxdorf gestalten.

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Vom Gänsestopfen in Maxdorf

von Ferdinand Fiedler

Vor gut 100 Jahren war der Gemüseanbau in Maxdorf erst in den Anfängen und hatte noch keine wirtschaftliche Bedeutung. Zumindest brachte er noch nicht so viel ein, dass man das ganze Jahr davon leben konnte. Also musste man sehen, wie sich auch für die Wintermonate eine Einnahmequelle schaffen lies.

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Vier auf einen Streich

von Ferdinand Fiedler

Das ganze Dorf war aus dem Häuschen, als die Nachricht über den Familienzuwachs von Wilfried Marnet und seiner Frau Ruth im April 1959 in Maxdorf die Runde machte.

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“So henn mer Maxdorfer immer Geld g’hadd”

von Ferdinand Fiedler

Sie waren in den 20er/30er Jahren des 20. Jahrhunderts Ackerer, Fuhrleute, Groß- und Kleinhändler, alles in einer Person, die Gemüsebauern von Maxdorf und Fußgönheim. Der Absatzort für ihre Gemüseerzeugnisse war der Markt in Kaiserslautern. Einige Fußgönheimer zog es auch nach Neustadt an der Weinstraße.

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Lieferung frei Haus

von Ferdinand Fiedler

Kreszenzia Kobler, am 11.01.1899 in Ahornöd/Freyung geboren, bot in den 50/60/70er Jahren für die Dorfbewohner von Maxdorf einen einzigartigen Heimservice an.

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Erinnerungen von Herbert Hahn an die Handelstätigkeit seines Vaters Georg Hahn

Während alle Bauern und Händler das Gemüse, welches im Vorderpfälzer Raum angebaut wurde, auch dort vermarkteten, haben mein Vater, Georg Hahn und sein Kollege Tobias Marnet, in der Zeit der großen Arbeitslosigkeit, 1929-1935, sich auf den Handel mit Knoblauch und Meerrettich spezialisiert.

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Besuch aus Amerika

Zum ersten Mal konnte ein Familienmitglied des bei einer Kollision zweier F16 Kampfjets bei Maxdorf ums Leben gekommenen Piloten Steve Sundstrom das Mahnmal des Absturzes in Maxdorf besuchen.

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Hans-Josef Wolf (l.) und Steve Sundstrom (r.)

Dave “Sunny” Sundstrom, der Bruder, des verunglückten Piloten legte am Gedenkstein für seinen Bruder Steve Blumen nieder.

Begleitet wurde Dave Sundstrom von seiner Frau Riyoko, Martin Aguera und Hans-Josef Wolf.

Buchvorstellung „Des Königs Reise“ / E bissel war er doch do

Gemeinsam luden Gemeindebücherei und der Verein für Geschichte und Kultur Maxdorf zur Präsentation des neuen Buches von Wolfgang Kunz aus Maxdorf ein.

Gut 80 Personen haben dann dafür gesorgt, dass es sehr eng wurde in der Hauptstraße 66a. Einige Besucher nahmen sogar Platz auf der Schaufensterbank.

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Alte Transportwege – der Rumpelexpress im Triftkanal

So lautete der Titel des Vortrages, welchen Walter Sattel bei der Präsentation der Wanderausstellung des Kreises: “ Ausstellung Neue Ufer – Der Rhein-Pfalz-Kreis, seine Gewässer und der Rhein“ für den Verein für Geschichte und Kultur in Maxdorf gehalten hat.

Walter Sattel

Walter Sattel

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Vortrag von Walter Sattel: Alte Transportwege – Der Rumpelexpress im Triftkanal

Schon im Mittelalter überlegten sich die Menschen, wie sie Brennholz und Bauholz mit möglichst wenig Kraftaufwand für Mensch und Vieh transportieren konnten. Es gab je wenige Straßen, ihr Zustand war meist miserabel. Mit Geschick und Erfindungsreichtum fand man einen Weg, wie man das fließende Wasser als Transportmittel nutzen konnte. Die Erfindung erwies sich auch als ein sehr preiswertes Verfahren. So konnte sich aus kleinen lokalen Erfahrungen mit der Zeit ein neues Gewerbe des Holztransports entwickeln, die Holzflößerei oder die Holztrift.

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Maxdorfer Kerwerätsel 2016

Auch in diesem Jahr war der Verein für Geschichte und Kultur wieder mit seinem beliebten Kerwerätsel bei der Maxdorfer Kerwe mit von der Partie.

Um das Lösungswort zu erhalten mussten neun zum Teil knifflige Fragen richtig beantwortet werden. Zu gewinnen gab es drei prall gefüllte Steigen mit knackigem Maxdorfer Gemüse und zwei Bücher über Maxdorf.

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Lösungen:

  1. Pfalzwerke: L
  2. Rathaus: A
  3. Maximilian I Joseph: M
  1. Floßbach: B
  2. Alois Jung: S
  3. Haidwaldschule: H
  4. Albert Funk: E
  5. Friedrich Ullrich: I
  6. Lise Meitner Gymnasium: M

Lösungswort: Lambsheim

 

Insgesamt gab es 231 richtige Lösungen.

Wie bereits im letzten Jahr, kamen auch 2016 alle Gewinner aus Maxdorf.

Gewonnen haben Seidenspinner Sven, Hettinger Tanja, Merkl Filomena, Breu Peter und Merkl Aline

Allen Gewinner herzlichen Glückwunsch

Buchvorstellung „Des Königs Reise“

Vorstellung des neuen Buches von Prof.Wolfgang Kunz

König Maximilian I.

am 07.09.2016 um 19:00 Uhr

Hauptstraße 66a, 67133 Maxdorf

Veranstalter: Verein für Geschichte und Kultur und Gemeindebücherei Maxdorf

Musikalische Untermalung: Duo Morino

Eintritt frei

 

 

 

 

 

Ausstellung Neue Ufer – Der Rhein-Pfalz-Kreis, seine Gewässer und der Rhein

Am 01. August wird die Ausstellung „Neue Ufer – Der Rhein-Pfalz-Kreis, seine Gewässer und der Rhein“ in der Hauptstraße 66a mit einem spannenden Vortrag „Alte Transportwege – Rumpelexpress im Triftkanal“ von Walter Sattel eröffnet.

Sie können die Ausstellung täglich vom 02. bis 12 August 2016 in der Zeit von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr besuchen.

Plakat Ausstellung

Die Broschüre zur Ausstellung erhalten Sie für 5 €.

BroschuereAusstellung

 

Noch einmal Grillfest 2014: Pälzer Mussig

 

Es spielen und singen: Werner Dahlmann (Gitarre), Frank Diezler und Bernd Lupberger (Cachon)

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Ein Geschenk für Maxdorf

p00470

Zwei Filme dokumentieren die Gedenkfeier zum Flugzeugabsturz vom 18. Dezember 1989

Nachmittagsveranstaltung am 18.12.2014 am Denkmal Ecke Kurpfalzstraße/Heideweg:

Abendveranstaltung am 18.12.2014 im Carl-Bosch-Haus:

Gedenkstein

p00463 Am 18. Dezember 2014 jährte sich zum 25. Mal der Zusammenstoß zweier US-Kampfflugzeuge vom Typ F-16 über der Pfalz. Große und kleine Trümmerteile stürzten  damals aus großer Höhe auf Maxdorf, doch im Ort kam wie durch ein Wunder niemand zu körperlichem Schaden.

Aus Anlass dieses Jahrestages war Rod Kallman, der überlebende der damaligen beiden Piloten aus den USA angereist. Ferdinand Fiedler vom Verein für Geschichte Maxdorf hatte in den Wochen davor recht genau den Ort eingegrenzt, an dem Rod damals mit seinem Fallschirm gelandet war. An einer Stelle zwischen Mörsch und dem Silbersee konnte diese Stelle gemeinsam exakt ermittelt werden. Dort entstand das Foto oben. Es zeigt Rod Kallman (mit Kamera) und daneben Martin Aguera, der schon im Sommer 2014 den Kontakt zwischen Rod und dem Maxdorfer Verein für Geschichte hergestellt hatte.

Am Nachmittag wurde in einer feierlichen Zeremonie  ein Gedenkstein gleich neben dem Denkmal von 1992 enthüllt. Neben Verbandsbürgermeister a.D. Eckard Leyser und Ortsbürgermeister Werner Baumann sprach auch Rod Kallman zu den ca. 80 Gästen. Nachfolgend der Wortlaut der Rede Rod Kallmans (übersetzt von Martin Aguera):

p00462Vielen herzlichen Dank, Herr Bürgermeister Baumann!

Ich bin Ihnen sehr zu Dank verpflichtet, dass ich heute an dieser besonderen Gedenkfeier teilnehmen darf. Ich bedauere, dass ich meine kurze Ansprache nicht auf Deutsch halten kann. Doch leider sind schon über 20 Jahre vergangen, als ich in Deutschland gelebt habe.

Mein Damen und Herren,

ich war hocherstaunt, als ich erst im letzten Jahr von der Existenz Ihres Mahnmals in Maxdorf erfahren habe! Mein Freund Martin Agüera hatte mich darauf aufmerksam gemacht. Und dabei steht das Mahnmal bereits seit gut 20 Jahren an dieser Stelle. Diesen Sommer habe ich dann Maxdorf das erste Mal besuchen können und dabei Herrn Bürgermeister Baumann, Herrn Hans-Josef Wolf und Herrn Ferdinand Fiedler kennenlernen dürfen. Um ehrlich zu sein: Ich wusste nicht, was mich erwarten würde, hier in Maxdorf, nachdem damals große Teile meines Flugzeugs auf Ihren Ort herabgestürzt waren.

Fest steht: Meinen Besuch bei Ihnen behalte ich in sehr guter Erinnerung. Herr Baumann, Herr Wolf und Herr Fiedler haben mich damals ganz herzlich empfangen. Es war ein sehr emotionaler und eindrucksvoller Tag für mich. Teile meines Flugzeuges hier an diesem wunderbaren Mahnmal befestigt zu sehen, hat mich tief ergriffen. Beim Anblick des Mahnmals musste ich auch zugleich an meinen Kameraden denken. An Captain Steve „Sunny“ Sundstrom, den anderen Piloten an jenem schicksalsträchtigen Tag vor nunmehr 25 Jahren. Während meines Besuchs im Sommer habe ich Herrn Baumann daher gefragt, ob er eine Möglichkeit sähe, an diesem Mahnmal fortan auch in irgendeiner Form Captain Sundstrom zu gedenken. Ich bin der Gemeinde Maxdorf tief verbunden und dankbar, dass Sie meinem Ansinnen entsprochen haben und heute zum 25. Jahrestag des Absturzes hier mit einer Gedenktafel auch an ihn erinnern.

An jenem 18. Dezember 1989 begann der Tag für die Einwohner von Maxdorf, Sunny und mich wie jeder andere. Wir konnten nicht ahnen, dass schon bald dieses tragische Unglück Vieles verändern würde. Wir standen 1989 vor einem Epochenwechsel: Der Kalte Krieg war so gut wie vorüber, die Deutsche Einheit stand kurz bevor. Und dennoch waren die Streitkräfte der Bundesrepublik und der Vereinigten Staaten bis zu jenem Zeitpunkt immer noch damit beschäftigt, Szenarien zu üben, um Europa vor einer möglichen Bedrohung durch die Sowjetunion zu schützen. Im Luftraum hoch über Maxdorf simulierten an jenem kalten, trüben Nachmittag zwei F-16 aus Hahn und eine F-15 aus Bitburg ein Abfang- und Luftkampfmanöver. Während dieser Übung verlor mein Flügelmann meine F-16-Maschine nur für wenige Sekunden aus den Augen, was leider in einem Zusammenstoß unserer beiden Maschinen resultierte. Beide Jets wurden durch die Wucht des Aufpralls vollständig zerstört. Im Bruchteil einer Sekunde wurde damals das Leben vieler Menschen nachhaltig verändert. Nachdem ich mich mit dem Schleudersitz aus meiner F-16 katapultiert hatte, blickte ich mich direkt nach dem Fallschirm meines Flügelmanns, nach Sunny Sundstrom um. Doch ich konnte ihn nicht sehen. Dann sah ich zu Boden und sah brennende Wrackteile meines Flugzeugs in ein Gebäude stürzen.

Ich werde niemals in der Lage sein Ihnen zu erläutern, wie schrecklich ich mich gefühlt habe, als all dies geschah. Ich war sicher: Dort unten musste jemand zu Schaden oder gar ums Leben gekommen sein. Die Tatsache, dass dem nicht so war, kann daher richtigerweise nur als das „Wunder von Maxdorf“ bezeichnet werden.

Heute möchte ich insbesondere jenem Menschen Tribut zollen, der an diesem Tag nicht so viel Glück hatte und diesen Einsatz leider mit seinem Leben bezahlt hat: nämlich Captain Sunny Sundstrom. Sunny war ein talentierter, guter Pilot der US-Luftwaffe und ein guter Freund von mir. Er hatte eine wundervolle Familie und ein aussichtsreiches Leben vor sich. Er wusste um die Risiken seines Jobs, dem Fliegen von Kampfflugzeugen. Allerdings wusste er ebenso um die Bedeutung seines Berufs für die Verteidigung seines Landes und das unserer Alliierten und Freunde.

Meine Damen und Herren, in den Vereinigten Staaten gibt es eine Redewendung, die besagt: „Freiheit ist nicht umsonst.“ Ich glaube fest an die Richtigkeit dieser Redewendung und ich bin dankbar, dass wir heute meinem Freund Sunny Sundstrom gedenken. Denn er hat sein Leben verloren, als er mit seinem persönlichen Einsatz einen Beitrag für unsere Freiheit und Souveränität leisten wollte. Sunnys Tod hat mich etwas Wichtiges gelehrt – nämlich, dass sich unser Leben im Bruchteil einer Sekunde dramatisch verändern kann. Meine Familie hat mich in dieser schweren Zeit unterstützt und mir Kraft gegeben. Sunnys Familie hingegen hat damals alles verloren, was ihnen lieb und wichtig war. An diesem Tag habe ich erfahren dürfen, dass Familie und Freunde das Einzige sind, was in unserem Leben wirklich zählt.

Vor 25 Jahren erlebte die Gemeinde Maxdorf ein Wunder. Ich ebenso.

Die Untersuchungskommission der US-Luftwaffe, die damals das Flugzeugunglück untersuchte, befand: Es grenze an ein Wunder, dass ich überhaupt überlebt habe und mich mit dem Schleudersitz retten konnte. Es schmerzt mich bis heute unsagbar, dass dieses Wunder nicht auch Captain Sundstrom zuteilwurde. Ich kannte ihn gut und bin daher überzeugt, wäre Sunny heute bei uns, würde er uns zurufen: Genießt euer Leben in vollen Zügen und seid immer dankbar für eure Familien und für eure Gesundheit!

Sehr geehrter Herr Baumann, liebe Bürger von Maxdorf, ich spreche Ihnen meine tief empfundene Hochachtung aus, dass Sie den Weg hierher gefunden haben, um heute ebenso wie ich auch an Captain Sundstrom zu erinnern. Er hat am 18. Dezember 1989 sein Leben in Maxdorf gelassen und es ist gut zu wissen, dass er in Gedanken immer bei uns ist. Nochmals ganz herzlichen Dank für Ihre Einladung zu dieser Gedenkfeier. Es war mir eine Ehre, bei Ihnen sein zu können.

Grillfest 2014

p00455(Berichtsvorlage: Frank Diezler, Foto: Rainer Kißler)

Am 3. Oktober hatte der Maxdorfer Geschichtsverein wieder Mitglieder und Freunde zum Grillen in das Vereinsheim des Schießsportvereins eingeladen. Bruno Bartel übernahm wie gewohnt die Rolle des Grillmeisters und verköstigte die hungrige Mäuler mit verschiedenen gegrillten Fleischsorten und leckeren Bratwürsten.

Belustigung und Unterhaltung gab es durch einen einstündigen musikalischen Beitrag, meist in Pfälzer Mundart, von Werner Dahlmann (Gitarre), Frank Diezler und Bernd Lupberger (Cachon).

Nach so viel Gute-Laune-Musik freuten sich alle auf das anschließende Buffet mit frischem Kaffee und hausgemachten Kuchen, das nun vollends die kulinarischen Bedürfnisse der über 40 Gäste zufriedenstellte. Bei sonnigem Herbstwetter blieb die fröhliche Gesellschaft noch bis gegen 18 Uhr zusammen.

Veranstaltungshinweis „Maxdorf neu entdecken“

p00103Der zweite Teil der Veranstaltung “Maxdorf neu entdecken” unter der Leitung von Wolfgang Kunz wird am 28.03.2015 von 15-18 Uhr stattfinden. Treffpunkt ist der Flößerbrunnen hinter dem Maximilianstift. Auch diese Exkursion wird von der Gemeindebücherei und dem Verein für Geschichte Maxdorf unterstützt.

April 1942: Ein britischer Bomber stürzt bei Maxdorf ab

In der Nacht vom 1. zum 2. April 1942 schickte die britische Luftwaffe (Royal Air Force, R.A.F.) 49 Bomber in den Raum östlich der Stadt Frankfurt am Main. Rund ein Viertel dieser Maschinen wurden von der deutscher Flugabwehr abgeschossen, drei davon gingen in unserer Region nieder, nämlich im Lorscher Wald, bei Giulini-Chemie in Ludwigshafen und am Ortsrand von Maxdorf.

Die Unglücksmaschine von Maxdorf war eine zweimotorige Vickers Welllington Mk.IC und gehörte zur 3. Gruppe / 214. Schwadron der R.A.F. Die genaue Absturzstelle lag am östlichen Ortsrand von Maxdorf zwischen Floßbach und der Straße nach Oggersheim, rechter Hand von Oggersheim kommend. Sämtliche Besatzungsmitglieder verloren ihr Leben:

  • Pilot Seargent Sydney Burtwell
  • Pilot Seargent Arthur Edwin Rees
  • Navigator Seargent Kenneth Horace Tibbatts
  • Schütze Seargent Henry Downs
  • Funker / Schütze Seargent John Clifford Dunn
  • Funker / Schütze Seargent Peter Wood

Eine Augenzeuge beschreibt den Absturz so:

„Dem Vernehmen nach von lautem Lärm von Flugzeugmotoren musste ich annehmen, dass ein Flugzeug sich in niedriger Höhe in unserer Umgebung befand. Plötzlich war ein Flugzeug in den Fangarmen mehrerer Scheinwerfer zu erkennen. Es handelte sich dabei um Scheinwerfer aus unmittelbarer Umgebung zwischen den Orten von Lambsheim, Frankenthal und Ludwigshafen am Rhein. Es war deutlich zu erkennen, dass es sich um ein zweimotoriges Flugzeug handelte, das sich im Tiefflug in einer Höhe von cirka 200 Meter nicht mehr aus den Fangarmen der Scheinwerferbatterien befreien konnte. Das Flugzeug kam aus der Richtung Frankenthal Pfalz und es war zu erkennen und zu befürchten, dass es in den Ort Lambsheim abzustürzen drohte, weil es unverkennbar und unmittelbar auf diesen Ort zusteuerte..Glücklicherweise änderte das Flugzeug ungefähr einen Kilometer vor dem Ort Lambsheim seinen Kurs. Es ging in eine Linkskurve mit südlicher Flugrichtung. Der Absturz erfolgte zwischen der ehemaligen Reichsstraße 37 und dem jetzigen „Flossbach/Triftbachgraben“ kurz vor dem Ortseingang Maxdorf aus Fahrtrichtung Lu-Oggersheim kommend. Auf der rechten Böschungsseite des „Flossbaches/Triftbachgraben“ waren deutliche Schleifspurendes Fahrwerkes der Wellington zu erkennen, worauf anzunehmen und zu schließen ist, dass der Pilot der Wellington vermutlich noch einen Landeversuch unternehmen wollte. Ein Teil des Fahrwerkes der Wellington lag im „Flossbach/Triftbachgraben“. Es wird vermutet, dass beim Landeversuch das Fahrwerk der Wellington in den Graben des Flossbach/Triftbaches geriet und dabei sich die Wellington überschlug. Der größte Teil der Wellington wurde beim Überschlag der Maschine total zertrümmert.“

Die getöteten britischen Soldaten wurden von Angehörigen der deutschen Luftwaffe vom Fliegerhorst in Mannheim-Sandhofen geborgen. Einträge im Verzeichnis des Mannheimer Hauptfriedhofes aus jener Zeit zeigen, dass dort deren Erstbestattung erfolgte. Am 16. Oktober 1947 wurden sie auf den britischen Militärfriedhof bei Dürnbach am Tegernsee, Parzelle 2, Reihe F, umgebettet.

(Die Materialien und Bilder stellte uns dankenswerterweise Peter Menges aus Ludwigshafen am Rhein zur Verfügung.) p00439 p00440 p00441

Die Gewinner des Kerwerätsels

Wie schon im Vorjahr gab es bei der diesjährigen Maxdorfer Kerwe wieder ein Kerwerätsel. Hier sind zunächst nochmal die Fragen und richtigen Antworten:

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1: Haidwaldschule: H
2: Carl-Bosch-Haus: O
3: Kurt Rittler: L
4: Akazie: Z
5: Rathaus: H
6: Claudius Loyet: O
7: Hugo Kraft: F

Lösungwort: Holzhof

Es gab 236 richtige Lösungen !

Die Gewinner waren allesamt aus Maxdorf:

  • Einen Obst- und Gemüsekorb gab es für: Bernd Hirschbiel, Anita Uhl, Roswita Hüther
  • Das neue Buch über Maxdorf gab es für: Margarete Magin, Gaby Daut
Alle Gewinnern unseren herzlichen Glückwunsch !

Einladung zur Kerwe

 

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Vom 26. bis 30. September findet Maxdorfs Kerwe statt. Wie schon im Vorjahr gibt es auch wieder ein Kerwerätsel des Vereins für Geschichte und Kultur. Das Lösungswort ist bis zum 29.9., 22 Uhr bei den Floßbachschwalben abzugeben. Näheres siehe unten.

Das Programm unten lässt sich durch Anklicken vergrößern.

 

 

 

 

 

 

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Vortrag am 7. Oktober: „Gratulation – 195 Jahre! Maxdorf und seine Geschichte“

Ein Vortrag von Prof. Wolfgang Kunz, Maxdorf, in der Maxdorfer Realschule, Raum F 0.2. Mit einem Klick auf folgenden Hinweis gelangen Sie auf die zugehörige Seite der Volkshochschulen des Rhein-Pfalz-Kreises mit weiteren Informationen zum Vortrag.

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Ausstellung „KUNST und KERWE in Maxdorf“

p00416(Quelle: Amtsblatt der Verbandsgemeinde Maxdorf vom 19. September 2014)

Eine historische Wanderung durch Maxdorf

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Prof. Wolfgang Kunz hat sich in seiner Freizeit über einige Jahre mit Maxdorfs Geschichte auseinander gesetzt. Für den 13. September hatte er über die Volkshochschule in Zusammenarbeit mit Heimatverein und Gemeindebücherei Maxdorf erstmals zu einem geschichtlichen Rundgang durch den Ort eingeladen. Rund 30 Teilnehmer fanden sich am Samstagnachmittag an der Floßbachbrücke ein und lauschten gespannt den Ausführungen des Heimatforschers. An der Floßbachbrücke stand um 1800 der Holzhof, ein Umschlagplatz für Triftholz aus dem Raum Neustadt für die Saline in (Bad) Dürkheim.

 

p00435(Kartenbasis: OpenStreetMap)
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 Von diesem Ausgangspunkt führte die Tour zur Grünanlage mit der Friedenseiche an der Ecke Hauptstraße/Mittelstraße. Danach ging es weiter zum Bahnhof am Schillerplatz und von dort – an den Schienen der Rhein-Haardt-Bahn entlang – zur evangelischen Kirche in der BASF-Siedlung. Unterwegs erläuterte Wolfgang Kunz die historische Bedeutung und die Siedlungsgeschichte jeder Station des Rundgang. Der weitere Weg führte vorbei am Carl-Bosch-Haus und der Haidwaldschule zum Schulkomplex an der Schulstraße und von dort über den heutigen Friedhof, an dessen östlichem Ausgang die Ehrenmahle dreier Kriege aufgestellt sind.

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Die nächsten Ziele der historischen Wanderung waren der Großmarkt und das Mahnmal des Flugzeugabsturzes vom 18. Dezember 1989 an der Ecke Heideweg/Kurpfalzstraße. Danach ging es an der Kurpfalzstraße entlang und über den Fußweg hinter der Bushaltestelle zum Flößerbrunnen, wo Ferdinand Fiedler vom Maxdorfer Geschichtsverein einen kleinen Imbiß mit Getränken vorbereitet hatte. Die Tour hatte bis dahin bereits rund 2 Stunden gedauert. Die kleine Reisegesellschaft blieb dennoch über eine Stunde im angeregten Gespräch beieinander. Es wurde verabredet, den ursprünglich geplanten zweiten Teil der Wanderung durch den Heidewald an einem weiteren Termin im nächsten Jahr nachzuholen. Dieser zweite Termin wird einen zusätzlichen, nämlich einen naturkundlichen Schwerpunkt haben.

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Historische Gebäude stellen sich vor

Touch oneAn den historischen Gebäuden Maxdorfs entstehen gerade neue Hinweistafeln. Es handelt sich um eine Initiative des Vereins für Geschichte und Kultur.

Hier die Tafel vom alten Leichenhaus auf dem neuen Friedhof.

 

 

 

 

 

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Vor 25 Jahren: Flugzeugunglück über Maxdorf – Amerikanischer Pilot besucht die Unglücksstellen

Es war ein denkwürdiges Ereignis. Am 18. Juni 2014 kam Rod Kallman zu einem Besuch nach Maxdorf. Rod war einer der Piloten des verheerenden Flugzeugunglücks bei Maxdorf vom 18. Dezember 1989. Nach 25 Jahren stand er an diesem Tag sichtlich bewegt am Mahnmal im Heideweg und ließ die Ereignisse von damals Revue passieren. Er erzählte von den Fliegerkameraden am Stützpunkt Hahn, der täglichen Gefahr der Übungsflüge und von dem Verlust eines geschätzten Freundes Steve Sundstrom genannt „Sunny“. Sundstrom war der zweite Pilot bei dem Zusammenstoß der Flugzeuge gewesen. Nach der Kollision der beiden F-16 war Sundstrom mit dem Schleudersitz ausgestiegen. Sein Hilfsfallschirm öffnete sich, verfing sich jedoch so unglücklich im Pilotensitz, dass der Pilot nicht in eine stabile Landeposition gelangte. So konnte der Hauptfallschirm, der etwas später automatisch ausgelöst wurde, den Aufprall des Piloten nicht verhindern. Steve Sundstrom starb am Ortsrand von Maxdorf im Bereich des heutigen Rewe-Marktes. Bürgermeister Werner Baumann sowie Ferdinand Fiedler und Dr. Hans-Josef Wolf vom Geschichtsverein durchlebten die Katastrophe von damals noch einmal, diesmal jedoch mit den Augen des überlebenden Piloten Rod Kallman. Im Rathaus zeigte Werner Baumann dem Besucher Fotografien von den Schäden im Ortsgebiet durch die herabstürzenden Trümmer. Zögerlich fragte der Amerikaner immer wieder, ob denn wirklich niemand in Maxdorf verletzt worden sei. Wie durch ein Wunder war in der Tat kein Maxdorfer zu körperlichem Schaden gekommen. Für Kallman war das in den zurückliegenden Jahren ein bedrückender Gedanke gewesen. Er hatte auch lange vor dieser Kontaktaufnahme gezögert, weil er sich vor den Vorwürfen der Maxdorfer gefürchtet hatte. Letztlich hatte er aber die Auseinandersetzung mit dieser Episode seines Lebens nicht länger aufschieben wollen.

p00391 Bürgermeister Werner Baumann und Ferdinand Fiedler erläutern Rod Kallman die Inschrift am Mahnmal an der Ecke Heideweg / Kurpfalzstraße

p00390Im Rathaus: Ferdinand Fiedler, Bürgermeister Werner Baumann, Rod Kallman, Dr. Hans-Josef Wolf

Buchtipp

Bereits am 11. Juni haben drei Maxdorfer, nämlich Professor Wolfgang Kunz, Henning Cramer und Wolfgang Fluck, ihr gemeinsam verfasstes Buch „Maxdorf – Geschichte und Natur“ vorgestellt. Auf zwei Dritteln der Seiten des insgesamt 240 Seiten starken Werkes geht Wolfgang Kunz in einer Weise der Geschichte des Dorf nach, die es in bisherigen Publikationen zu diesem Sujet so noch nicht gegeben hat. Der naturkundliche Teil aus der Feder von Henning Cramer und Wolfgang Fluck spannt einen weiten Bogen von geologischen Aspekten der Lage Maxdorfs über die heimische Fauna und Flora bis zu einem detaillierten Führer für Spaziergänger im Heidewald. Dazu 16 Seiten mit farbigen Fotografien aus dem Untersuchungsgebiet. Dieses jüngste Buch über Maxdorf ist beim Geschichtsverein zum Preis von 19,80 Euro erhältlich.

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Das Bild unten zeigt die Autoren bei der Vorstellung ihres Buches in der Maxdorfer Gemeindebücherei am 16. Juni (v.l.n.r.): Wolfgang Fluck, Henning Cramer, Wolfgang Kunz. Rechts am Bildrand steht auf einer Staffelei ein Porträt des bayerischen Königs Max I. Joseph, dem Maxdorf seinen Namen verdankt.

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Im Oktober: Auf den Spuren der Wittelsbacher

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Im September: Lust auf eine Fahrt mit dem Kuckucksbähnel?

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Der Radrennfahrer Johannes Zimmermann

p00357Vor rund 128 Jahren, am 7. Oktober 1886, wird Johannes Zimmermann als sechstes von sieben Kindern des Maurers Josef Zimmermann und der Barbara geb. Steinmetz in Maxdorf geboren. Das Elternhaus steht in der Maxstraße. Die große Leidenschaft des jungen Mannes ist der Radsport. Johannes wird mehrmals Pfalzmeister und Süddeutscher Meister. Das Foto rechts hat Helmut Zimmermann (Birkenheide) dem Verein für Geschichte zur Verfügung gestellt. Es zeigt Johannes Zimmermann um das jahr 1910 im elterlichen Hof mit seinem Rennrad. An seinem Trikot trägt er die errungenen Auszeichnungen. Johannes ist 27 alt als er kurz nach Beginn des 1. Weltkriegs am 19. August 1914 bei Mörchingen im Elsaß fällt. Sein Bruder Valentin bewahrt den Sattel des Sieger-Fahrrades als Erinnerung auf. Später gibt Valentin den Sattel an Helmut Hauck weiter, der ihn kürzlich dem Verein für Geschichte als Leihgabe überlassen hat.

Das Maxdorfer Kerwerätsel 2013

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Grillfest 2013 des Vereins für Geschichte und Kultur

 

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Am 3. Oktober hatte der Verein seine Mitglieder sowie deren Verwandte und Freunde wieder zum Vereinsheim des Schießsportvereins eingeladen. Die Gäste erfreuten sich an frisch Gegrilltem, Kaffee und Kuchen. Unter der Gitarrenbegleitung von Werner Dahlmann sangen sie beliebte Pfälzer Lieder, darunter das von Werner arrangierte Maxdorfer Lied. Bei herrlichem Herbstwetter stellte sich schnell eine tolle Feier-Stimmung ein.

(Fotos: Werner Dahlmann)


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Ein Kreuz auf dem Maxdorfer Friedhof

 

An der Maxdorfer Friedhofsmauer entlang der Hauptstraße neben der alten Leichenhalle lehnte lange Zeit ein altes Holzkreuz, von dem der Sockel abgebrochen war. Durch die Witterung war es in schlechtem Zustand. In den Sommermonaten 2012 hat Ferdinand Fiedler vom Verein für Geschichte und Kultur das Kreuz restauriert und am 2. November zusammen mit Rainer Kissler etwas weiter östlich an der Mauer angebracht.

 

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Metin Sakallis Café-Bistro „Am Holzhof“

p00256p00255Im Haus Hauptstraße 26 in Maxdorf hat Metin Sakalli im Mai 2013 ein Café-Bistro eröffnet. Bei der Suche nach einem passenden Namen hat er sich von Maxdorfs Geschichte leiten lassen: Nur wenige Meter entfernt standen vor mehr als hundert Jahren die ersten Häuser Maxdorfs, nämlich der Holzhof. Und so hat Metin sein Lokal „Am Holzhof“ genannt. Er selbst ist schon mit 13 Jahren aus Afyon in der Türkei nach Maxdorf gekommen und ist dann noch drei Jahre in Lambsheim zur Schule gegangen. Bilder von Maxdorf, die der Verein für Kultur und Geschichte Maxdorf bereit gestellt hat, sind jetzt im Lokal „Am Holzhof“ zu sehen. Die zweite Bilder-Serie übergibt hier gerade der Vereinsvorsitzende Ferdinand Fiedler.

Maxdorfer Kerwerätsel 2013

Das Kerwerätsel bestand aus 12 Maxdorfer Motiven, die zu erkennen waren. Und tatsächlich hatten 128 Teilnehmern das Rätsel richtig gelöst. Das zu ermittelnde Lösungswort aus der Maxdorfer Geschichte war „Gänsestopper“.

Glücksfee Julia zog die 5 Gewinner.

Der Preis für die Gewinner 1 bis 3 – je ein Gemüsekorb voll mit Maxdorfer Gemüse und Obst und dazu Hausmacher Wurst, die Helmut Pusch beigesteuert hatte – ging an Bernhard Steinmetz, Heidemarie Berenz und Roland Hauser.

Die Gewinner 4 und 5 – Jürgen Fickler und Senta Leonhardt – erhielten ein Buch über Maxdorf, wahlweise die “Ortsgeschichte von Maxdorf“ oder das “Ortssippenbuch“, beides gestiftet von der Ortsgemeinde Maxdorf.

(Fotos: Stefan Graf, Bericht: Ferdinand Fiedler, Hans-Josef Wolf)

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Burgen, Klöster und Schlösser im Rhein-Pfalz-Kreis

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Wo wurden diese Aufnahmen gemacht ?

Der Verein für Geschichte und Kultur hat die beiden folgenden Bilder erhalten. Es handelt sich zum einen um eine Aufnahme der Schuljahrgänge 1919 / 1920 und zum anderen um ein Konfirmationsbild, auf dessen Rückseite sich der Vermerk findet „Pfarrer Kohl“. Beide Aufnahmen sind vor dem gleichen Hintergrund entstanden. Es könnte sich dabei um die Einfahrt zu einem Gehöft oder einer Scheune handeln. Vermutlich stand das Gebäude in der Nähe der evangelischen Kirche in Maxdorf. Wer weiß, um welches Gebäude es sich hier handelt? Antwort bitte an den Verein; siehe Seite „Impressum“.
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Maxdorfer Kerwerätsel 2013

Zur diesjährigen Kerwe hat der Verein für Geschichte und Kultur ein Faltblatt mit einem Kerwerätsel heraus gebracht. Darin finden sich zahlreiche Maxdorfer Motive, fotografiert von Stefan Graf. Wer die richtig rät, nimmt an einer Auslosung teil, bei der es reich gefüllten Präsentkörbe zu gewinnen gibt. Die Auslosung findet am Kerwedienstag um 20 Uhr im Festzelt des Gesangvereins „Harmonie“ statt.p00247a

 

US-Kampfflugzeuge stürzen auf Maxdorf

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Am 18. Dezember 1989 steigen vom US Air Field Hahn im Hunsrück zwei US-Kampfjets vom Typ F-16 zu Tiefflugübungen über der Vorderpfalz auf. Zusammen mit einer F-15 aus Bitburg simulieren sie eine Verfolgungsjagd. Nahe Frankenthal stoßen die beiden F-16 kurz nach 16 Uhr in der Luft zusammen und werden beide so schwer beschädigt, dass sie noch in der Luft auseinander brechen und die Trümmer im großen Umkreis auf die Erde stürzen.

Der 29-jährige Oberleutnant Steve Sundstrom, dessen Fallschirm sich nach dem Notausstieg aus seiner Maschine laut Augenzeugen nicht öffnet, stirbt im Acker neben dem Pflanzgarten der Firma Böhler und Schöner an der Straße nach Oggersheim. Der zweite Pilot landet leicht verletzt mit seinem Fallschirm in der Nähe des Silbersees, von wo er mit einem Hubschrauber in eine Heidelberger Klinik gebracht wird.

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