Ein ganz besonderes Erinnerungsstück

p00108 Am 1. Oktober 1933 schließen sich die drei Maxdorfer Gesangvereine – Liederhalle, Bürgergesangverein und Fidelia – unter dem Druck der nationalsozialistischen Machthaber zusammen. In Anwesenheit des stellvertretenden Vorsitzenden des deutschen Sängerbundes, Daniel, ernennt Ortsbürgermeister Theobald Hauck Martin Kreutz I. zum 1. Vorsitzenden und Valentin Lojet zum 2. Vorsitzenden des neuen Gesamtgesangvereins „Sängervereinigung Maxdorf“. Im Jahre 1937 ehrt die Sängervereinigung Maxdorf Martin Kreutz I. (*31.12.1880) mit dem hier abgebildeten Glas, das sich heute im Besitz des Vereins für Geschichte und Kultur Maxdorf 2010 e.V. befindet. Bei Kriegsende löste sich die Sängervereinigung wieder auf. Es entstehen als unmittelbare Nachfolge-Vereine der Männergesangverein Harmonie Maxdorf in der Tradition der Liederhalle von 1861 sowie der neuerlich gegründete Männergesangverein Fidelia e.V. von 1904.

Quelle: Walter Sattel: Die Maxdorfer Ortsgeschichte, Kapitel 10, grafik & werbung faulhaber, Neuhofen 2006

Heinrich Guhmann I und die Zwisterkiefer

Dieser Artikel basiert auf einem Bericht von Elisabeth Guhmann

 

p00105Am 16. Februar 1842 wird Heinrich Guhmann in Maxdorf geboren. Von 1870 bis 1881 ist er Maxdorfer Waldschütz. 1882 stirbt er im Alter von nur 40 Jahren. Er hinterlässt Katharina Elisabeth Guhmann mit vier Kindern im Alter zwischen 3 bis 9 Jahren im Haus Maxstraße 32.

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Das Bild oben links zeigt Heinrich Guhmann in der Uniform des Krieges von 1870/71. Auf Heinrich Guhmann geht die Zwisterkiefer im Wäldchen zwischen Hauptstraße und Siedlung zurück. Als hier in den 1870er Jahren eine Kiefernschonung steht, schafft es Heinrich, zwei Jungkiefern zu einem einzigen Stamm zu vereinigen. Dazu verpfropfte er den schwächeren der beiden Bäume in den kräftigeren. Der so entstandene Baum ist noch heute zu besichtigen. Er steht unter Denkmalschutz. Das farbige Bild der Kiefer wurde im Herbst 2011 aufgenommen, die Schwarzweiß-Aufnahme daneben – der Fotograf ist nicht bekannt – stammt vermutlich aus den 1920er Jahren.

 

Das Gefecht bei Lambsheim und ein Sühnekreuz im Wald

Es ist der 14. November 1795. In der Pfalz stehen sich österreichische Truppen unter Clerfait und französische unter dem Kommando Pichegrus an der Linie Bad Dürkheim – Frankenthal gegenüber. Das Zentrum der Franzosen ist Lambsheim, während ihr rechter Flügel entlang der Linie Eppstein, Studernheim und Edigheim liegt. Am 13. November täuschen die Österreicher einen Angriff auf den linken französischen Flügel zwischen Lambsheim und Bad Dürkheim an, am 14. November folgte dann jedoch der östereichische Hauptangriff weiter östlich auf Lambsheim und die französische Verteidigungslinie bis zum Rhein. Die französischen Truppen halten diesem Angriff nicht stand und ziehen sich über Mutterstadt auf die neue Linie Neustadt/Speyerbach – Speyer zurück.

Auf österreichischer Seite lassen 96 Soldaten ihr Leben; sie werden in Lambsheim begraben. Die Franzosen geben ihre Verluste mit rund 150 Soldaten an.

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Bei Maxdorf auf ehemals Lambsheimer Gebiet steht ein Sühnekreuz, dass mit den Ereignissen dieses 14. November 1795 in Verbindung gebracht wird. Es liegt an der alten Heerstraße von Lambsheim nach Ellerstadt, gleich nach der Isenach-Brücke, halblinks im Wald. Auf dem vermutlich bereits mittelalterlichen Kreuz ist keine Inschrift erkennbar. Auf einer Tafel daneben steht zu lesen: „Geschütztes Kulturdenkmal – Grabkreuz für einen ungarischen Capitaine, gefallen am 14.11.1795 bei einem Gefecht zwischen den kaiserlich-österreichischen Truppen und den französischen Revolutionstruppen.“

Unser Verein in der Presse (I): Die Gänseliesel

(Aus der „Rheinpfalz“)



Aus: „Marktplatz regional“ der Rheinpfalz, erschienen am 23. November 2011. Der Verein dankt besonders Torsten Lauer von der mssw Print-Medien Service Südwest GmbH, für die Bereitstellung der Nutzungsrechte.

Maxdorf – 150 Jahre Vereinsleben

(Von Bernd Lupberger und Hans-Josef Wolf)

Unter diesem Motto stand die Kerwe in Maxdorf, die vom 23. bis 27. September 2011 durch den MGV Harmonie 1861 e.V. ausgerichtet wurde. Nach dem traditionellen Schlachtfest am Freitag ging es samstags zum Kerweumzug mit folgender Strecke: Römerstraße, Sohlstraße, Heideweg, Hauptstraße, Fußgönheimer Straße, Maxstraße, Kerweplatz. Ältester teilnehmender Verein war die Harmonie selbst. Jüngster Verein war unser Verein für Geschichte und Kultur, der mit einem Motivwagen „Maxdorfer Flößer“ am Kerweumzug teilnahm. Die Flößer waren: Bruno Bartel, Michael Schimbeno, Ferdi Fiedler und Hans-Josef Wolf. Stefan Graf und Bernd Lupberger waren mit ihren Kameras dabei. Hier ein Bild von Bernd Lupberger, aufgenommen an der Ecke Römerstraße – Sohlstraße.

Der Großmarkt

Marktgeschehen und Marktplätze in Maxdorf – Historischer Rückblick
(Basierend auf einem Artikel von Elisabeth Guhmann, bebildert durch den Verein.)

Bevor 1934 der Marktplatz an der Rhein-Haardt-Bahn eingerichtet wurde, boten die Maxdorfer Bauern ihre Erzeugnisse an der Durchgangsstraße – der Staatsstraße von Oggersheim nach Dürkheim – und zwar auf dem Platz an der Friedenseiche, den Bewohnern von Maxdorf und den von auswärts kommenden Händlern zum Kauf an. Oder sie waren Erzeuger und Händler gleichzeitig und brachten ihre Feldfrüchte per Pferdeplanwagen – wie Johannes Hahn in seiner Ortschronik schildert – nach Kaiserslautern auf den Wochenmarkt. Die ersten Besitzer eines Lastkraftwagens in Maxdorf waren dann um 1920/25 die Landwirte Johannes Mackle und Johannes Leva.

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