März 1945 – Das Kriegsende in Maxdorf

panzerBei Ende des 2. Weltkriegs rückten die alliierten Truppen von Westen gegen Deutschland vor. Obwohl die Pfalz nach Kriegsende französische Besatzungszone wurde, waren es zunächst amerikanische Soldaten, die die deutsche Wehrmacht aus unserer Region verdrängten.

In den letzten Märztagen des Jahres 1945 rollten die amerikanischen Sherman-Panzer auch auf Maxdorf zu. Damals erstreckte sich der Ort nur bis zum Westring.

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Auf Spurensuche in Maxdorf – In search of family roots in Maxdorf

Nicht alltäglichen Besuch erhielt Maxdorf unlängst. Kane Farabaugh aus Chicago, Fernsehmoderator bei Voice of America, war in Sachen Familienforschung in Baden und der Pfalz unterwegs. Schon vor fast einem Jahr hatte er über Internet erstmals Kontakt zu Ferdinand Fiedler, dem ersten Vorsitzenden des Maxdorfer Geschichtsvereins, aufgenommen. Kane´s Großmutter war Angelika Bügel gewesen. Sie hatte in Maxdorf das Licht der Welt erblickt und ihre Kindheit hier verbracht. 1952 war sie nach Amerika ausgewandert. Oft hatte sie ihrem Enkel von Maxdorf erzählt. Als sie im vergangenen Jahr starb, hinterließ sie ein Adressbuch mit Namen ihrer Maxdorfer Verwandten und einige Fotoalben mit Bildern von hier.

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Historische Orte und Einrichtungen

(Von Ferdinand Fiedler und Hans-Josef Wolf)

Besuchen Sie die historisch bedeutsamen Orte und Einrichtungen von Maxdorf.


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Historie zur Gründung des „Männergesangvereins Harmonie Maxdorf“

Im Kontrollbuch des Männergesangvereins Harmonie ist zu lesen, dass durch die „Einberufer“ Emil Schmitt, Georg Zimmermann, Valentin Marnet, Johannes Sehr und Michael Marnet „zu einer Gründungsversammlung eingeladen wird“. Versammlungsort ist der Saal der Wirtschaft „Zum Löwen“.

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Das Maxdorfer Lied

Zu singen nach der Melodie von „Gold und Silber lieb ich sehr“. Mitgeteilt von Anneliese Bingemann.

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1. Neulich hielt mich jemand an,
fragt mich manche Dinge,
wo und wie der nächste Weg
hin nach Maxdorf ginge.
Schließlich ward es mir zu dumm,
all das viele Fragen
und als Antwort konnt ich ihm
nur das Eine sagen:

2. Weißt du nicht, wo Maxdorf liegt?
Maxdorf liegt am Floßbach!

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Ausflug zum Niederwalddenkmal 1957



(Von Gudrun Reis und Ferdinand Fiedler)

Am 29. Mai 1957 findet der jährliche Betriebsausflug der Gemeinderäte, Gemeindebediensteten sowie deren Ehegatten statt. Die Gemeindeverwaltung bleibt an diesem, lange vorher sorgsam geplanten Tag geschlossen. Als der Bus Maxdorf in Richtung Rüdesheim verlässt, singt die ganze Reisegesellschaft Silchers „Muß i denn, muß i denn zum Städtele hinaus“. Das Wetter ist ausgezeichnet, die Sonne lacht. Zunächst wird die Rüdesheimer Drosselgasse besichtigt und dann geht es hinauf zum 1883 eingeweihten Niederwalddenkmal.

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Die G’schicht vun de „Gummi-Wägglscher“ un ehrm Erbauer, de „Krafte Schoo“

(Von Dieter Guhmann)


Anfang der 50er Jahre war der Zeitpunkt, wo sich in unserem Dorf nach den Kriegsjahren vieles veränderte. In diesem Zeitraum war ja die Landwirtschaft und das Marktgeschehen in unserem Dorf von großer Bedeutung, denn im Zuge des Neuaufbaus waren viele Familien gezwungen, neben der Fabrikarbeit mit Feldarbeit nebenher noch etwa Geld zu verdienen, um das Leben in der Familie zu verbessern. Solche Leute waren die sogenannten „Wägglschers-Bauere“. Während und nach der Kriegszeit hatten diese Maxdörfer kleine „Holzkastenwagen“, um ihre Erzeugnisse vom Feld nach Hause und auf den Großmarkt zu fahren.


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Ein ganz besonderes Erinnerungsstück

p00108 Am 1. Oktober 1933 schließen sich die drei Maxdorfer Gesangvereine – Liederhalle, Bürgergesangverein und Fidelia – unter dem Druck der nationalsozialistischen Machthaber zusammen. In Anwesenheit des stellvertretenden Vorsitzenden des deutschen Sängerbundes, Daniel, ernennt Ortsbürgermeister Theobald Hauck Martin Kreutz I. zum 1. Vorsitzenden und Valentin Lojet zum 2. Vorsitzenden des neuen Gesamtgesangvereins „Sängervereinigung Maxdorf“. Im Jahre 1937 ehrt die Sängervereinigung Maxdorf Martin Kreutz I. (*31.12.1880) mit dem hier abgebildeten Glas, das sich heute im Besitz des Vereins für Geschichte und Kultur Maxdorf 2010 e.V. befindet. Bei Kriegsende löste sich die Sängervereinigung wieder auf. Es entstehen als unmittelbare Nachfolge-Vereine der Männergesangverein Harmonie Maxdorf in der Tradition der Liederhalle von 1861 sowie der neuerlich gegründete Männergesangverein Fidelia e.V. von 1904.

Quelle: Walter Sattel: Die Maxdorfer Ortsgeschichte, Kapitel 10, grafik & werbung faulhaber, Neuhofen 2006

Heinrich Guhmann I und die Zwisterkiefer

Dieser Artikel basiert auf einem Bericht von Elisabeth Guhmann

 

p00105Am 16. Februar 1842 wird Heinrich Guhmann in Maxdorf geboren. Von 1870 bis 1881 ist er Maxdorfer Waldschütz. 1882 stirbt er im Alter von nur 40 Jahren. Er hinterlässt Katharina Elisabeth Guhmann mit vier Kindern im Alter zwischen 3 bis 9 Jahren im Haus Maxstraße 32.

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Das Bild oben links zeigt Heinrich Guhmann in der Uniform des Krieges von 1870/71. Auf Heinrich Guhmann geht die Zwisterkiefer im Wäldchen zwischen Hauptstraße und Siedlung zurück. Als hier in den 1870er Jahren eine Kiefernschonung steht, schafft es Heinrich, zwei Jungkiefern zu einem einzigen Stamm zu vereinigen. Dazu verpfropfte er den schwächeren der beiden Bäume in den kräftigeren. Der so entstandene Baum ist noch heute zu besichtigen. Er steht unter Denkmalschutz. Das farbige Bild der Kiefer wurde im Herbst 2011 aufgenommen, die Schwarzweiß-Aufnahme daneben – der Fotograf ist nicht bekannt – stammt vermutlich aus den 1920er Jahren.

 

Das Gefecht bei Lambsheim und ein Sühnekreuz im Wald

Es ist der 14. November 1795. In der Pfalz stehen sich österreichische Truppen unter Clerfait und französische unter dem Kommando Pichegrus an der Linie Bad Dürkheim – Frankenthal gegenüber. Das Zentrum der Franzosen ist Lambsheim, während ihr rechter Flügel entlang der Linie Eppstein, Studernheim und Edigheim liegt. Am 13. November täuschen die Österreicher einen Angriff auf den linken französischen Flügel zwischen Lambsheim und Bad Dürkheim an, am 14. November folgte dann jedoch der östereichische Hauptangriff weiter östlich auf Lambsheim und die französische Verteidigungslinie bis zum Rhein. Die französischen Truppen halten diesem Angriff nicht stand und ziehen sich über Mutterstadt auf die neue Linie Neustadt/Speyerbach – Speyer zurück.

Auf österreichischer Seite lassen 96 Soldaten ihr Leben; sie werden in Lambsheim begraben. Die Franzosen geben ihre Verluste mit rund 150 Soldaten an.

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Bei Maxdorf auf ehemals Lambsheimer Gebiet steht ein Sühnekreuz, dass mit den Ereignissen dieses 14. November 1795 in Verbindung gebracht wird. Es liegt an der alten Heerstraße von Lambsheim nach Ellerstadt, gleich nach der Isenach-Brücke, halblinks im Wald. Auf dem vermutlich bereits mittelalterlichen Kreuz ist keine Inschrift erkennbar. Auf einer Tafel daneben steht zu lesen: „Geschütztes Kulturdenkmal – Grabkreuz für einen ungarischen Capitaine, gefallen am 14.11.1795 bei einem Gefecht zwischen den kaiserlich-österreichischen Truppen und den französischen Revolutionstruppen.“

Unser Verein in der Presse (I): Die Gänseliesel

(Aus der „Rheinpfalz“)



Aus: „Marktplatz regional“ der Rheinpfalz, erschienen am 23. November 2011. Der Verein dankt besonders Torsten Lauer von der mssw Print-Medien Service Südwest GmbH, für die Bereitstellung der Nutzungsrechte.

Maxdorf – 150 Jahre Vereinsleben

(Von Bernd Lupberger und Hans-Josef Wolf)

Unter diesem Motto stand die Kerwe in Maxdorf, die vom 23. bis 27. September 2011 durch den MGV Harmonie 1861 e.V. ausgerichtet wurde. Nach dem traditionellen Schlachtfest am Freitag ging es samstags zum Kerweumzug mit folgender Strecke: Römerstraße, Sohlstraße, Heideweg, Hauptstraße, Fußgönheimer Straße, Maxstraße, Kerweplatz. Ältester teilnehmender Verein war die Harmonie selbst. Jüngster Verein war unser Verein für Geschichte und Kultur, der mit einem Motivwagen „Maxdorfer Flößer“ am Kerweumzug teilnahm. Die Flößer waren: Bruno Bartel, Michael Schimbeno, Ferdi Fiedler und Hans-Josef Wolf. Stefan Graf und Bernd Lupberger waren mit ihren Kameras dabei. Hier ein Bild von Bernd Lupberger, aufgenommen an der Ecke Römerstraße – Sohlstraße.

Der Großmarkt

Marktgeschehen und Marktplätze in Maxdorf – Historischer Rückblick
(Basierend auf einem Artikel von Elisabeth Guhmann, bebildert durch den Verein.)

Bevor 1934 der Marktplatz an der Rhein-Haardt-Bahn eingerichtet wurde, boten die Maxdorfer Bauern ihre Erzeugnisse an der Durchgangsstraße – der Staatsstraße von Oggersheim nach Dürkheim – und zwar auf dem Platz an der Friedenseiche, den Bewohnern von Maxdorf und den von auswärts kommenden Händlern zum Kauf an. Oder sie waren Erzeuger und Händler gleichzeitig und brachten ihre Feldfrüchte per Pferdeplanwagen – wie Johannes Hahn in seiner Ortschronik schildert – nach Kaiserslautern auf den Wochenmarkt. Die ersten Besitzer eines Lastkraftwagens in Maxdorf waren dann um 1920/25 die Landwirte Johannes Mackle und Johannes Leva.

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