Eigentum verkauft, Stiftung gegründet, um damit Gutes zu bewirken. So lässt sich in kurzen Worten erklären, was bei Geschäften mit dem dadurch erzielten Gewinn Sinnvolles zum Wohle vieler geschaffen werden kann. Man gründet mit einem Teil des Guthabens eine Stiftung und zahlt die daraus erzielten Gewinne an bedürftige, förderungswürdige Personen oder Vereine aus.
So sind in Maxdorf mittlerweile drei Stiftungen gegründet worden.
Obwohl die Ausgangslage jeder Stiftung eine andere Grundlage hat, in den Zielen sind alle gleich. Die Förderung von Personen, Institutionen und Organisationen mit Geldmitteln, die es ohne die Stiftungen nicht geben würde.
Bürgerstiftung Maxdorf
Sie wurde mit Wirkung zum 01.01.1977 gegründet. Das Anlagekapital von damals 900 000.00 DM aus dem Verkaufserlöses des gemeindeeigenen Elektrizitätswerkes zum 01.01.1976 an die Pfalzwerke wurden festgeschrieben. Diese Summe muss immer als Grundstock des Stiftungskapitales erhalten werden. Die Erlöse der Gewinne auf Spareinlagen, Krediten oder anderen Wertanlagen werden an berechtigte Personen oder Institutionen, welche Anträge auf förderungswürdige Projekte stellen, ausgeschüttet. Seit dieser Zeit wurden mit mehreren Hunderttausend Euro diverse Projekte gefördert. So wurden Dinge verwirklicht, welche man auch im Ortsbild finden kann. Hier seien als Beispiel die Erinnerungstafeln an verschiedenen Plätzen und ehemaligen Gebäuden im Ortsbild von Maxdorf genannt. Auch die Kirchen und Vereine konnten so die eine oder andere Idee in die Tat umsetzen. Bedürftige Personen wurden mit Krediten unterstützt.
Stiftung der ehemaligen Raiffeisenbank Maxdorf
Die auf Initiative des Lehrers Franz Künell im Jahr 1899 gegründete „Spar- und Darlehenskasse eGmuH“ und der 1904 durch Oberlehrer Johannes Zipelius gegründete „Landwirtschaftliche Konsumverein eGmuH“ schlossen sich bereits 1924 zur „Spar- und Darlehenskasse mit Warenverkehr eGmuH“ zusammen.
Um auf Betreiben des Verbandes einen einheitlichen Namen für die einzelnen Genossenschaften zu schaffen, wurde im Jahr 1946 beschlossen, den Firmennamen in „Raiffeisenkasse Maxdorf eGmbH“ zu ändern.
Da es im Laufe der Jahre immer schwieriger wurde die Eigenständigkeit zu behalten, ist man im Jahr 2001 mit der RV-Bank Frankenthal eine Fusion eingegangen. Einen Teil der Eigenmittel hat man sodann in eine Stiftung eingebracht. Das Grundkapital von 1 Million Euro bildete den Grundstock für die „Stiftung der ehemaligen Raiffeisenbank Maxdorf“.
Die Erlöse aus den Anlagen dieses Kapitals, etwa 400.000,00 Euro, wurden an Maxdorfer Vereine, Kindergärten und Schulen übergeben.
Diese Summe zeigt, welche beträchtlichen Mittel bisher zur Ausschüttung gekommen sind und was dies für die begünstigten Vereine an Unterstützung bedeutet.
Auch für Kultur und Kunst (Skulpturenweg am Friedhof), wurde ein Teil der Geldmittel verwendet. Einige Musikveranstaltungen verschiedenster Stilrichtungen im Carl-Bosch-Haus konnten so im Laufe der Jahre ebenfalls ermöglicht werden.
Dr. Günter Haegele Stiftung
Eine weitere Stiftung wurde 2018 in Maxdorf ins Leben gerufen. Der Stiftungszweck ist die Jugendförderung in der Ortsgemeinde Maxdorf, sowie der Tierschutz /Tierheim Mannheim und Umgebung.
Der Stiftungsvorstand besteht aus dem Ortsbürgermeister von Maxdorf, Werner Baumann, Markus Leisner, sowie dem Vorstand des Tierschutzvereins Mannheim und Umgebung e.V. Dieses Gremium entscheidet über die auszuschüttenden und erwirtschafteten Erträge. Laut Stiftungssatzung werden die Gelder jeweils hälftig aufgeteilt.
Die hierfür ausgeschütteten Mittel in Maxdorf gehen direkt an die Ortsgemeinde, welche die Projekte aussucht und damit fördert.
Die Musikalische Früherziehung in alle Kitas, den Bolzplatz und Sonnensegel (2017) für die Kita Löwenherz, sind nur einige Beispiele der geförderten Projekte.
Die Mittel für den Tierschutz/Tierheim Mannheim und Umgebung werden dorthin transferiert und kommen somit den Tieren zugut.
So sind bisher immerhin rund 105.000,00 Euro an die entsprechenden Institutionen ausgeschüttet worden. Geld, das sonst nicht zur Verfügung gestanden hätte.
Gerne dürfen weiter Stiftungen gegründet werden, um damit Gutes zu bewirken.
Bericht: Ferdinand Fiedler