Um die Wende des 19. /20. Jahrhunderts kam es in Maxdorf zu einem allgemeinen Aufschwung von Handel und Gewerbe.
Noch im Jahr 1880 hatte Maxdorf nur 780 Einwohner. Handel und Gewerbe waren kaum vorhanden. Alle notwendigen Dinge des täglichen Lebens waren in Lambsheim, Frankenthal bzw. Ludwigshafen zu besorgen. Über die Grenzen des Ortes hinaus war lediglich die Kohlenhandlung von Johann Leonhard und die Ziegelei von Johannes Grübel, der auch als „Waldsamenhändler“ war, bekannt.
(Meyer & Bilik, Weltadressenbuch, Bd. VII, Wien 1880)
Um 1909 gab es bereits 1368 Einwohner, sechs Gaststätten, fünf Bäcker und das Gemüse- und Obstversandgeschäft Albert Drumm. Richard Kopp verkauft das typische Landesprodukt: die Kartoffel. Die Zahl der „Spezerei- und Gemischtwarenhandlungen“ betrug sieben. Für die nahe Umgebung war die Ziegelei- und Kalkbrennerei von Georg Grübel und Johannes Grübel von Bedeutung. Dieser Aufschwung wurde begleitet durch die „Spar- und Darlehenskasse“ und den „Landwirtschaftlichen Konsumverein eGmbH“ (Die historische Spar- und Darlehenskasse Maxdorf eGmuH wurde 1899 gegründet und ist heute Teil der Vereinigten VR Bank Kur- und Rheinpfalz eG.
(vgl. Schlagwort: „Genossenschaften“ vom 25. Mai 2021)
(Adressbuch aller Länder, der Kaufleute, Fabrikanten, Gewerbetreibende, Gutsbesitzer etc. etc., Band 1: Königreich Bayern, II. Teil 16. A. Nürnberg 1909).
Bis zum Jahr 1929 wuchs die Einwohnerzahl Maxdorfs stetig auf 1840 Einwohner. Entsprechend stieg auch die Zahl der Gaststätten! Die Gasthöfe und Gaststätten waren auch schon im 19. Jahrhundert zentrale Orte des sozialen und wirtschaftlichen Lebens. In Maxdorf waren keine stattlichen Gasthöfe mit angeschlossener Viehzucht und Metzgerei vorhanden, vielmehr waren es kleinere Wirtsstuben, wie die Gaststätte „Zum Bahnhof“(Hermann Sattel), „Zum Hirsch“ (Richard Ellspermann), „Zum Löwen“, „Zur Luitpoldslinde“ (Philipp Zercher) „Zum Pflug“ (Peter Streibert), „Zum Schwanen“ (Fam. Leonhard), „Zum grünen Wald“ (Heinrich Stähler).
Diese Zahl war auch der Transitstrecke Oggersheim – Dürkheim geschuldet, die für den Warentransport in der Vorderpfalz von besonderer Bedeutung war. Dort waren zahllose Fuhrleute, Handwerksgesellen und sonstige Durchreisende unterwegs. Die Schankstuben in Maxdorf waren daneben auch für die örtliche Bevölkerung zum Austausch u. a. von Nachrichten und für das Vereinsleben unentbehrlich.
Das „Kaufmännische Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reiches“ verzeichnet 1929 überraschenderweise in Maxdorf auch eine Weinstube. Diese dürfte nicht zur Alltagskultur gehört haben, da eher der Konsum von Bier verbreitet war. Joh. Grübel war der Inhaber.
Das Handwerk des Bäckers wurde von Ludwig Heinz, C. Reinhardt, Heinrich Schäfer und Karl Schäfer ausgeübt. Es war fast ausschließlich schwere Handarbeit. Erst 1850 hatte ein Pariser Bäcker die Teigknetmaschine erfunden.
Das typische Brotsortiment der Pfalz war geprägt von Roggenbrot Es war das Grundnahrungsmittel der breiten Bevölkerung. Weißbrot galt lange als Luxus. Regionale Spezialitäten hatten sich in Maxdorf nicht herausgebildet. Die ansässigen Bäcker stellten wohl auch einfache Kuchen her.
Eine Baumschule führte Kullmann J.P. Söhne. Es war der Obstbau des ausgehenden 19. Jahrhunderts, der wohl das Interesse an der Gründung einer Baumschule weckte. Immerhin waren in der näheren Umgebung beachtliche Obstbaumplantagen. In Maxdorf war der Obstbau kaum von Bedeutung, abgesehen von einzelnen Streuobstwiesen. Jean Kullmann führt wohl um diese Zeit auch eine Landschafts- und Friedhofgärtnerei in Ludwigshafen.
Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Maxdorf sogar zwei Fahrradhandlungen (Inh.: Valentin Gress und Leonhard Strobel). Das Fahrrad wurde damals durch die industrielle Serienfertigung zum allgemeinen Verkehrsmittel. Bis dato gab es kaum spezialisierte „Fahrradhandlungen“. Wer ein Fahrrad kaufen oder reparieren lassen wollte, wandte sich an Mechaniker oder Schlosser. Der „Fachhandel“ vor Ort besorgte wohl auch das notwendige Zubehör wie Karbidlampen, Glocken und Werkzeugtasche.
Wachsende Mobilität und das Interesse der Bevölkerung verhalfen hier den bedeutenden Fahrradmarkenherstellern, wie Diamant, Adler und Opel, auch auf der Hauptstraße in Maxdorf zur Geltung. Das Fahrrad ermöglichte den Land- und Industriearbeitern zu ihren Arbeitsplätzen in der näheren und weiteren Umgebung zu gelangen. Das Fahrrad war auch in Maxdorf Symbol des Fortschritts und der gesellschaftlichen Entwicklung.
Die Maxdorfer Friseure August Adam, Johannes Adam und Heinrich Magin machten wohl auch Hausbesuche, denn erst Mitte des 19. Jahrhunderts wandelte sich der Friseurberuf vom mobilen Barbier zum stationären Saloninhaber. Üblich war die Bartrasur der Herren. Die Haare wurden eher gebürstet, Öle und Fette sorgten für den Glanz. Für die Damen kamen Ende des Jahrhunderts erste Haartrockner, zunächst mit Spiritus betrieben hinzu. Ob diese bereits in Maxdorf zum Einsatz kamen, ist fraglich.
Die Maxdorfer Gänsemästereien waren in Baden und der Pfalz bekannt. Es waren H. Hofmann, Wilhelm Leva, Karl Nester und Jakob Scherdel, die diesen Wirtschaftszweig auch in Maxdorf ansiedelten. Mit dem „Stopfen“ sollte eine schnelle, Gewichtszunahme und eine Fettleber der Gänse erreicht werden. Die Hauptsaison begann traditionell am 11. November (Martinstag) und endete zu Weihnachten.
Die Gänsemast in dieser Form endete auch in Maxdorf im Jahr 1936, als die Reichsregierung die Zwangsmast aufgrund von Tierschutzbestimmungen verbot (Dritte Verordnung zur Ausführung des Tierschutzgesetzes. Vom 11. September 1936).
Auf Grund des §15 des Tierschutzgesetzes vom 24. November 1933 (Reichsgesetzblatt I. S. 987) wird hiermit verordnet:
Einziger Paragraph. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens des § 2 Nr. 11 des Tierschutzgesetzes – Verbot des Stopfens (Nudelns) des Geflügels – wird auf den 1. November 1936 festgesetzt.
Berlin, der 11. September 1936 (Reichsgesetzblatt 1936, Nr. 84 vom 22. September 1936, S. 735)
Dem vorderpfälzischen Klima entsprechend gab es in Maxdorf überproportional viele Gärtnereien (Julius Hahn, Johann Leva II, Julius Leva, Georg Mackle, Johannes Mackle, Georg Pfarr, Adam Scherdel, Friedrich Stähler)
Die Entwicklung zu gewerblichen Handelsgärtnereien, auch die technischen Innovationen (Gewächshäuser) war besonders in Maxdorf sichtbar. So begannen im 19. Jahrhundert die Maxdorfer zunehmend für den breiteren Markt Gemüse zu produzieren und bedienten sich der Märkte in der Umgebung (Mannheim und Kaiserslautern). Die Verbreitung von Glas-konstruktionen ermöglichte dabei einen frühen Anbau.
Die produzierten Waren und landwirtschaftlichen Erzeugnisse konnten effizient durch Handelsvertretungen angeboten werden. Damals gab es die Handelsvertreter Friedrich Adam und H. Fella.
Weniger Bedeutung hatte der Holzhandel in Maxdorf, nachdem die Trift auf dem Floßbach eingestellt war und die Vorderpfalz kein ausgewiesenes „Holzland“ war. Dennoch blieb Holz ein bedeutender Baustoff für die expandierende Entwicklung von Maxdorf.
Der Kaufmann Johann Ludwig Hahn besaß eine wichtige Kistenfabrik, gleichzeitig ein Säge- und Hobelwerk, das die logistischen Voraussetzungen für den Vertrieb Maxdorfer Erzeugnisse schuf.
Im 19. Jahrhundert etablierte sich die Kartoffel in Deutschland von einer seltenen Pflanze zu einem zentralen Grundnahrungs-mittel, was den Bedarf und die Verteilung beeinflussten. Die Vorderpfalz war bereits damals eine wichtige Erzeugerregion. Allerdings muss der Ertrag in Maxdorf’s Umgebung nicht überwältigend gewesen sein: „Zwischen Maxdorf und Lambsheim dehnt sich eine Haide aus, welche sich nach dem Gebirge hin fortsetzt… Die Haide kostet viel Mist und bringt wenig Kartoffeln, wenig Korn; als Sand- und Kiesgrube verwerthet sie sich am besten.“
(Bernhard Cotta, Deutschlands Boden, sein geologischer Bau und dessen Einwirkung auf das Leben des Menschen, 2. Aufl., Zweiter Theil, 1858, S. 139). Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war der Kartoffelanbau etabliert und so gab es auch zwei Kartoffelgroßhandlungen (Rudolf Kohl und Tobias Kohl).
Kolonialwarenhandlungen prägten sicher den dörflichen Alltag, auch in Maxdorf. Es waren spezialisierte Geschäfte, die zunächst überseeische Nahrungs- und Genussmittel anboten. Typische Verkaufsprodukte waren Kaffee, Zucker, Kakao, Tee, Tabak, Reis und Gewürze wie Pfeffer, Zimt und Gewürznelken.
Kolonialwaren entwickelten sich im Laufe des 19. Jahrhunderts von Luxusgütern zu Waren des täglichen Bedarfs für breitere Bevölkerungsschichten. Die Waren wurden oft in gewisser Menge angeliefert und im Laden abgewogen, in Papiertüten verpackt und verkauft.
Die Produkte von Kaffeeröstereien, Schokoladen- und Zigarrenfabriken waren nun auch in Maxdorf zu haben. Die Kolonialwarenhandlungen dokumentierten den wachsenden Wohlstand in Maxdorf. In Maxdorf waren Fritz Brucker, Peter Hahn, Eberh. Müller, M. Sattel und Louise Waldenburger (Wwe.) Besitzer von Kolonialwarenhandlungen.
Die gewerbliche Tätigkeit der Maler übten in Maxdorf aus: Marnet, Schmitt, Weber. Diese Malermeister führten Malerarbeiten in Innenräumen aus (Anstriche, Tapeten) und gestaltete Fassaden. Dabei wurde Maxdorf bekannt für seine bunten Hausanstriche: „Maxdorf hat eine merkwürdige Vorliebe für das Bunte. Hier strichen sie die Häuser an wie die jungen Mütter die Ostereier. Grün und violett … (Das Große Pfalzbuch, 1964, S. 218).
Auch Maurer waren in Maxdorf durch den Bauboom gefragt (Simon Deifaa, F. Schimbeno III, Martin Schimbeno, Sehr).
Auch in Maxdorf genoss der Maurerberuf traditionell hohes Ansehen, da er eng mit dem Aufbau von Infrastruktur und der Schaffung von Wohnraum verbunden war.
Metzgereien wurden in Maxdorf betrieben von Hermann Leonhardt und Johann Messing. Sie arbeiteten für den örtlichen Bedarf und mussten ihre Schlachtprodukte oft von Weitem herbeischaffen. Allerdings gab es, wie in der Pfalz üblich, auch Hausschlachtungen, wobei ein Metzger benötigt wurde. Diese Attraktion („Do werd die Wutz geschlachd“) ließen sich auch die Maxdorfer (meist Oktober bis März) nicht nehmen, mit allen Variationen von Fleisch und Wurst, incl. die „Metzelsupp“.
Unerklärlich warum Martin Burre, Metzger aus Maxdorf, auswandern wollte und deshalb verurteilt wurde:
„Burre, Martin, geb. 15. November 1860, Metzger von Maxdorf, vom k. A.-Ger. Frankenthal (Schöffengericht) rechtskräftig am 13, Sept. 1884 wegen unerlaubter Auswanderung zu 25täg. Haft, aus 75 M. Geldstrafe u. Strafverfolgungs-Kosten“
(„Beilage zum bayerischen-Central-Blatte“, Nr. 28 vom 19. Dezember 1884, S.65)
Im 19. Jahrhundert war Maxdorf noch eine junge Siedlung (offizielle Namensgebung 1819), deren Landwirtschaft sich erst entwickeln musste. Der gezielte Anbau von Obst und Gemüse für den Großhandel entwickelte sich jedoch erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dabei hatte Maxdorf große Erfolge mit dem Anbau von frühem Gemüse.
Mit der zunehmenden Industrialisierung im nahen Ludwigshafen und Mannheim wuchs auch dort der Bedarf an frischem Obst und Gemüse. Dieses wurden von dem Obst- und Gemüsegroßhändler Paul Löcher z. B. auch auf den Großmarkt nach Mannheim geliefert.
Die sandigen Böden erwiesen sich dabei trotz allen Unkenrufen als ideal für Kulturen wie Spargeln und Kartoffeln und später auch verschiedene Gemüsesorten. Neben dem klassischen Feldgemüse gewann der Obstbau an Bedeutung. Äpfel, Birnen und Mirabellen in Streuobstwiesen prägten das Landschaftsbild um Maxdorf.
Die Anbindung an die Rhein-Haardt-Bahn ermöglichte es den Maxdorfer Bauern, ihre leicht verderblichen Waren schneller auf die Märkte der Städte Ludwigshafen und Mannheim zu bringen.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begannen die Bauern, sich zu organisieren, um bessere Preise zu erzielen, was schließlich zu einem Großmarkt Maxdorf führte (vgl. Schlagwort: Großmarkt vom, 13. März 2022). Schließlich war auch der Direktverkauf in den Obst- und Gemüsehandlungen durch die zahlreichen Kleinerzeuger von Bedeutung (Obst- und Gemüsehandlungen: Lambert Fink, Eva Karg (Wwe.), Jakob Kreutz IV, Hermann Leonhardt, Julius Leva, Heinrich Magin, Johannes Magin, Martin Reis).
Obgleich Pferde, Ochsen und anderen Zugtieren das Ortsbild nicht typsicherweise prägten, waren es zwei Sattler (Max Elsel und Adam Mackle), die in Maxdorf Leder verarbeiteten. Möglicherweise war dennoch der Bedarf an Sättel, Zaumzeug, Kummet und an Schultornistern, Brieftaschen etc. vorhanden.
An einer Transitstraße gelegen war Maxdorf der ideale Standort für eine Schmiede, auch wenn handwerkliche Schmieden fast in jedem Ort anzutreffen waren. Mit zunehmender Motorisierung auf den Landstraßen, war die Produktion von Hufeisen, Pflugschar, Radreifen und Nägel allerdings auch in Maxdorf nicht mehr gefragt. Hufschmiede waren um 1900 Philipp Hahn II und Philipp Kitzel. Ludwig Hahn II war bereits 1892 als Hufschmied tätig.
Durch den Einsatz von Maschinen wandelte sich das Handwerk des Schreiners im 19. Jahrhundert. In Maxdorf übten mehrere Schreiner diesen Beruf aus (Georg Dick, Josef Horacker, Georg Leonhardt II, Rink II). Fenster, Türen, Treppen und individuelle Möbel war herzustellen. Der Schreinermeister Leonhardt war darüber hinaus in der Bienenzucht engagiert: „Schwärme, die zu erwartende, werden abgegeben bei Georg Leonhardt. Schreiner u. Imkerei, Maxdorf“ ließ er in der Frankenthaler Tageszeitung inserieren. Auf der Liste eines Wahlvorschlages für den Gemeinderat Lambsheim-Maxdorf war er aufgestellt. 1896 wurde ihm der Postexpeditions- und Telegraphendienst in Maxdorf verliehen (Frankenthaler Tageblatt vom 25. Mai 1896).
Als Inhaber von Schuhwarenhandlungen werden in Maxdorf aufgeführt: M. Bengel, L. Guhmann und Philipp Zimmermann. Sicher waren diese Schuhwarenhandlungen mit einer Schuhmacherei verbunden, da Schuhe in Handarbeit herzustellen waren. Die industrielle Fertigung setzte erst nach Beginn des 20. Jahrhunderts ein, so dass dann auch in Maxdorf konfektionierte Schuhe angeboten wurden.
Wie in fast allen Orten der Pfalz gab es in Maxdorf auch Stellmachereien (Philipp Maus und Peter Reis). Sie fertigten vor allem die hölzernen Bestandteile von Wagen für den Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse, insbesondere den Bau von Fahrgestellen und Aufbauten, Herstellung von Speichenrädern (oft in Zusammenarbeit mit dem Schmied, der den Eisenreifen aufzog), Karren, Leiterwagen, Pflüge und Griffe für Äxte, Sensen oder Hämmer. Der Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse benötigte robuste Holzwagen, die später auch mit Gummibereifung hergestellt wurden. Mit dem Einsetzen der Motorisierung ging die Arbeit der Stellmacher zu Ende. Immerhin gab es im Bezirksamt Frankenthal 1898 noch 54 Stellmachereien mit 81 Beschäftigten (Statistik des Deutschen Reiches, Band 118, 1898, S. 41).
Ziegeleien: Grübel Heinrich
Grübel Georg 1899 hatte eine Ziegelei und Kalkbrennerei. Die Kalkbrennerei diente der Erzeugung von Brandkalk für den Gebrauch als Mörtel den Verputzmittel beim Hausbau. Dabei wurden Kalksteine, während mehrerer Tage in einem Kalkofen geglüht, bis die Steine zerbröckelten und der Kalk abfiel. Neben der gewerbsmäßigen Kalkbrennerei gab es aber auch eine solche für die Deckung des Eigenbedarfs. Die Ziegelei von Grübel war überregional bekannt. Das Aufkommen des industriell hergestellten Zements brachte die Kalkbrennerei im Lauf des 20. Jahrhunderts zum Verschwinden.
(Klockhaus. Kaufmännische Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reiches, Berlin 1929)
Bericht: Wolfgang Kunz