Ihm haben wir’s zu verdanken…

Maximilian I Joseph in Öl (Bild im Besitz der OG Maxdorf)

Maximilian Maria Michael Johann Baptist Franz de Paula Joseph Kaspar Ignatius Nepomuk stammte aus einer Seitenlinie der Wittelsbacher und wurde am 27. Mai 1756 in Schwetzingen bei Mannheim als fünftes Kind von Friedrich Michael von Pfalz-Birkenfeld-Bischheim und dessen Frau Maria Franziska von Pfalz-Sulzbach geboren.

Nach dem Tod des Vaters, im Jahre 1767, kam er in die Obhut seines Onkels Herzog Christian von Zweibrücken.

Er wuchs größtenteils in Frankreich, vor allem in Straßburg auf. Dort wurde er auch Oberst im Corps d‘ Alsace in der französischen Armee.

Am 30. September 1785 heiratete er in Darmstadt Prinzessin Auguste Wilhelmine. Aus dieser Ehe gingen insgesamt fünf Kinder hervor.

Während der französischen Revolution floh er mit seiner Familie nach Darmstadt.

Nach dem Tod seiner lungenkranken Frau heiratete er ein zweites Mal am 9. März 1797 Prinzessin Karoline Wilhelmine.  Diese schenkte ihm weitere acht Kinder.

Im Jahre 1795 erbte er von seinem älteren Bruder Karl II. August das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Da dies aber von der französischen Revolutionsarmee besetzt war, ging er nach Brandenburg-Ansbach ins Exil.

Gemeinsam mit seinem Mitarbeiter, Maximilian von Montgelas erarbeitete er weitreichende Verwaltungsreformen, welche 1797 im Ansbacher Hausvertrag, in dem die Einheit und Unteilbarkeit der Wittelsbachischen Länder festgelegt wurde.

Nach dem Tod des bayrischen Kurfürsten Karl Theodor wurde er, als nächster Verwandter, im Jahre 1799 als Maximilian IV. Joseph dessen Nachfolger.

Am 21. Februar 1799 wurde Montgelas zum Minister der Auswärtigen Angelegen-heiten und des Landesherrlichen Hauses ernannt.

Am 1. Januar 1806 wurde er in München als Maximilian I. Joseph zum ersten König Bayerns erhoben.

Zwischen den Jahren 1796 und 1817 gipfelte die sehr enge Zusammenarbeit zwischen Maximilian I. Joseph und Montgelas in weitreichenden Reformen und sie gelten als Schöpfer des modernen bayrischen Staates.

Sie schufen eine modernes Beamtenwesen, eine effiziente Staatsverwaltung, sowie die erste Verfassung im Jahre 1808. Auch die allgemeine Schulpflicht wurde eingeführt.

Ebenfalls 1808 wurde die Akademie der Bildenden Künste gegründet.

Er galt als sehr bürgernah, auch exzentrisch und ging gerne ohne Begleitung zu Fuß durch die Straßen von München. In seiner Amtszeit gab er mit einem Dekret mit Wirkung zum 6. Mai 1819 der Siedlung um den Holzhof den Namen „Maxdorf“.

Bericht: Ferdinand Fiedler

Foto: Stefan Graf

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