{"id":37,"date":"2012-12-13T20:00:26","date_gmt":"2012-12-13T18:00:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/?p=37"},"modified":"2019-12-22T16:26:45","modified_gmt":"2019-12-22T14:26:45","slug":"marz-1945-das-kriegsende-in-maxdorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/?p=37","title":{"rendered":"M\u00e4rz 1945 &#8211; Das Kriegsende in Maxdorf"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/panzer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-169\" src=\"https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/panzer-300x120.jpg\" alt=\"panzer\" width=\"300\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/panzer-300x120.jpg 300w, https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/panzer-1024x410.jpg 1024w, https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/panzer.jpg 1864w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Bei Ende des 2. Weltkriegs r\u00fcckten die alliierten Truppen von Westen gegen Deutschland vor. Obwohl die Pfalz nach Kriegsende franz\u00f6sische Besatzungszone wurde, waren es zun\u00e4chst amerikanische Soldaten, die die deutsche Wehrmacht aus unserer Region verdr\u00e4ngten.<\/p>\n<p>In den letzten M\u00e4rztagen des Jahres 1945 rollten die amerikanischen Sherman-Panzer auch auf Maxdorf zu. Damals erstreckte sich der Ort nur bis zum Westring.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wo sich heute an der Ecke der Friedhofsstra\u00dfe der Blumenladen befindet, war ein W\u00e4ldchen, in dem sich zwei noch recht junge deutsche Soldaten mit einem kleinen Panzerabwehrgesch\u00fctz versteckt hatten und von wo sie die Landstra\u00dfe nach Bad D\u00fcrkheim beobachteten. Das kleine \u201eFlacksch\u00fctzl\u201c hatte gummibereifte R\u00e4der, und eine Blechsch\u00fcrze um das Rohr der kleinen Kanone gab dem Sch\u00fctzen Deckung, wenn er die Projektile abfeuerte, die mit ihren rund 8 cm Durchmesser eine betr\u00e4chtliche Durchschlagskraft hatten.<\/p>\n<p>Als sich schlie\u00dflich ein amerikanischer Sherman-Panzer auf der Landstra\u00dfe aus Richtung Bad D\u00fcrkheim dem Ortsrand von Maxdorf n\u00e4herte, schossen die beiden Deutschen drei Granaten auf das schwere Fahrzeug ab und brannten so in k\u00fcrzester Zeit drei kreisrunde L\u00f6cher in dessen Stahlmantel. Der Koloss blieb daraufhin auf der H\u00f6he des heutigen Parkplatzes der Sporthalle liegen.<\/p>\n<p>Die zweik\u00f6pfige Besatzung des Panzers blieb dabei unverletzt. Hastig und in Panik verlie\u00dfen die beiden Amerikaner ihr Fahrzeug und rannten \u00fcber die Stra\u00dfe zum Haus des Georg Lojet, wo sie sich pl\u00f6tzlich im Keller wieder fanden, zitternd und umgeben von lauter Bewohnern des Ortes, die nicht minder vor Furcht bebten angesichts der lauten Explosionen drau\u00dfen. In ihrer Angst hatten sie nicht einmal bemerkt, dass sie sich mitten unter die vermeintlichen Feinde gemischt hatten.<\/p>\n<p>Als die beiden deutschen Soldaten die heran ziehende amerikanische \u00dcbermacht gewahr wurden, zogen sie ihr Gesch\u00fctz aus seiner Stellung und f\u00fchrten es an den Gleisen der Rhein-Haardt-Bahn entlang nach Fu\u00dfg\u00f6nheim zum Dreschplatz, dem heutigen Reitplatz des Fahr- und Reitvereins. Dort wurden sie von amerikanischen Soldaten gestellt, und weil sie sich nicht ergeben wollten, wohl an Ort und Stelle erschossen. Das kleine Gesch\u00fctz soll noch lange an dieser Stelle gestanden haben, ohne dass noch jemand Notiz davon nahm.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/images\/panzer.jpg\" alt=\"\" vspace=\"15\" hspace=\"20\" height=\"300\" border=\"1\" align=\"left\"><\/p>\n<p><span style=\"color: green;\"><strong>Bild: Aufgenommen an der Tankstelle Wiebelskircher in Richtung Ortsmitte von Maxdorf. Links (markiert) das Haus des Georg Lojet, Hauptstra\u00dfe 97, in das die amerikanischen Soldaten fl\u00fcchteten. Etwa in der Bildmitte (markiert) der Blumenladen. Auf der Stra\u00dfe rechts im Vordergrund die in etwa ma\u00dfstabsgerechte Abbildung eines amerikanischen Panzers vom Typ Sherman M4.<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Um das Jahr 1960 kehrten die beiden amerikanischen Soldaten, deren Panzer damals auf der Landstra\u00dfe bei Maxdorf liegen geblieben war, noch einmal an den Schauplatz der Geschehnisse jenes Tages zur\u00fcck. Sie trafen die Bewohnern des rettenden Hauses und stiegen hinab in den Keller, wo an jenem Tag gegen Ende M\u00e4rz 1945 mit einem Mal der Unterschied zwischen Freund und Feind keine Rolle mehr gespielt hatte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei Ende des 2. Weltkriegs r\u00fcckten die alliierten Truppen von Westen gegen Deutschland vor. Obwohl die Pfalz nach Kriegsende franz\u00f6sische Besatzungszone wurde, waren es zun\u00e4chst amerikanische Soldaten, die die deutsche Wehrmacht aus unserer Region verdr\u00e4ngten. In den letzten M\u00e4rztagen des Jahres 1945 rollten die amerikanischen Sherman-Panzer auch auf Maxdorf zu. 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