{"id":1984,"date":"2026-05-03T13:19:33","date_gmt":"2026-05-03T11:19:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/?p=1984"},"modified":"2026-05-03T13:19:34","modified_gmt":"2026-05-03T11:19:34","slug":"miszellen-maxdorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/?p=1984","title":{"rendered":"Miszellen Maxdorf"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Grober Unfug<\/h2>\n\n\n\n<p>\u201eDie kgl. Gendarmerie wird hiermit beauftragt, nachgenannte Personen, welche durch das kgl. Polizeigericht dahier rechtskr\u00e4ftig zu den beigesetzten Strafen verurtheilt wurden, behufs Strafvollzuges zu verhaften und nachgenannten kgl. Beamten vorzuf\u00fchren:<br>\u2026\u2026<br>II. Den Herrn kgl. Polizeianwalt an n\u00e4chstgelegenen kgl. Landgerichte<br>\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>5. Pfarr, Johannes 30 Jahre alt. Lediger Fuhrmann aus Maxdorf, unterm 26. Mai abhin wegen groben Unfuges zu 6 Tagen Haft.<br>\u2026.<br>Frankenthal, den 23. Juli 1875.<br>Der K\u00f6nigl. Polizei-Anwalt.<br>v. Hofenfels\u201c<br><strong>(Beilage zum Kreis-Amtsblatt der Pfalz, Nr. 47, Speyer den 30, Juli 1875, S. 185\/186)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol start=\"5\" class=\"wp-block-list\"><\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Widerstand zwecklos<\/h2>\n\n\n\n<p>\u201eHr. Dr. Wirth wurde am 18. d. M. Morgens um 1 Uhr, in aller Stille von Kaiserslautern weggebracht, Niemand i.d.Stadt wusste etwas davon, und erst am Dienstag wurde es ruchbar. Der Inspektor des Central-Gef\u00e4ngnisses begleitete ihn in einer Chaise bis Maxdorf, woselbst schon der Hauptmann der Gendarmerie mit Postpferden von Mannheim eingetroffen war und ihn in Gewahrsam nahm. Welche Route von da weiter eingeschlagen wurde, wei\u00df ich nicht.\u201c<br><strong>(\u201eDer Schweizer Bote\u201c, Bd. 33, Nro. 35 vom 30. April 1836, S. 139)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Versteigerung in Maxdorf<\/h2>\n\n\n\n<p>\u201epr. den 4. August 1824<br>Maxdorf. (G\u00fcterversteigerung in Vollziehung einer authentischen Schuldverschreibung.)<br>Auf den siebzehnten dieses Monats, des Nachmittags 3 Uhr, wird in dem Hause des Adjuncten Pfarr Maxdorf, im Kanton Frankenthal, auf Betreiben von Karl Beischel, Feldwebel bey dem 15ten k\u00f6nigl. Infanterie-Regiment, in Garnison zu Landau, gegen Kaspar Broschard und seine Ehefrau Philippina Sauer von Maxdorf, in Vollziehung einer vom Not\u00e4r Franz Frankenthal grossirten Schuldverschreibung vom 22ten Oktober 1821, welcher die Clausel beigef\u00fcgt ist, da\u00df bey Ermanngelung der Zahlung zur Versteigerung der Unterpf\u00e4nder ohne alle Formalit\u00e4ten geschritten werden soll \u2013 diese Versteigerung vorgenommen werden und zwar<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Von einem Hause samt Hof und Zubeh\u00f6rde, in Maxdorf in der graden Gasse, Lit. F. Nr.12, einseits Peter Waldenburger, anderseits Johann Groh.<\/li>\n\n\n\n<li>48 Ruthen Acker hinter dem Haus in Maxdorf, Section A. Nro. 309, beiderseits die vorigen Nachbarn.<br>Die Bedingungen k\u00f6nnen bey dem unterschriebenen Not\u00e4r Bolgard zu Oggersheim, der mit der Versteigerung beauftragt ist, eingesehen werden.<br>Oggersheim, den zweiten August achtzehnhundert vier und zwanzig<br>Bolgard, Not\u00e4r\u201c<br><strong>(Intelligenzblatt de Rheinkreises Nro. 225 vom 5ten August 1824, S. 969)<\/strong><br>Anm.: pr. = pr\u00e4sentatum (vorgelegt\/eingereicht); Adjunct = Beigeordneter; grossirte Schuldverschreibung = Endausfertigung der Urkunde; grade Gasse Lit. F Nr. 12 = damals \u201emoderne\u201c Hausnummerierung statt \u201eHausname\u201c. (Lit. = Buchstabe); Ruthe = L\u00e4ngen\/Fl\u00e4chenma\u00df meist 3 bis 5 Meter; Section A. Nro. 309 = Bezeichnung f\u00fcr eine Ackerfl\u00e4che.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schwerer Raub<\/h2>\n\n\n\n<p>\u201eOggersheim, 2. Febr. Der auf der Stra\u00dfe Oggersheim-Maxdorf angestellte Stra\u00dfenw\u00e4rter Geisler von hier wurde gestern Abend w\u00e4hrend seines aus\u00fcbenden Berufs von einem anscheinend 19 \u2013 20 Jahre alten, mit einem gro\u00dfen Messer bewaffneten Burschen in r\u00e4uberischer Weise angefallen und w\u00fcrde wohl den Angriffen desselben erlegen sein, wenn nicht gl\u00fccklicherweise einige von der Arbeit heimkehrende Maurer von Maxdorf dem Bedr\u00e4ngten kr\u00e4ftig zu Hilfe gekommen w\u00e4ren. Die Maurer brachten den Attent\u00e4ter gefesselt auf einem Bierwagen liegend, hierher, wo er im Verwahrungslokal untergebracht und heute Mittag nach Frankenthal in&#8217;s Untersuchungsgef\u00e4ngnis abgef\u00fchrt wird. Anscheinend hat man es hier, wie man dem \u201eTagbl.\u201c meldet, mit einem Geistesgest\u00f6rten zu thun, denn es war nothwendig, da\u00df er in eine Zwangsjacke gesteckt wurde. W\u00e4hrend des Transportes sang er und trotz seiner Fesseln war es nicht rathsam, in seine N\u00e4he zu kommen, da er so gut wie m\u00f6glich mit den Armen ausschlug, namentlich aber die Beine zum Treten gegen die zu nahe Kommenden ben\u00fctzte. Man ist hier begierig, zu erfahren, ob man es wirklich mit einem Geisteskranken &#8211; was sehr wahrscheinlich ist \u2013 oder mit einem Simultuanten zu thun hat.\u201c<br><strong>(\u201ePf\u00e4lzer. Bote f\u00fcr das Glanthal und Anzeigeblatt f\u00fcr den Bezirk Kusel\u201c, Nro. 17 vom 8. Februar 1884)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Maxdorfer G\u00e4nse<\/h2>\n\n\n\n<p>\u201eZur Ausfuhr gelangen fette G\u00e4nse, besonders aus den Bezirken Frankenthal (Gemeinde Lambsheim-Maxdorf) und Landau (Gemeinden Offenbach, Herxheim. Insheim) W\u00e4hrend in letzterem Bezirke starke Aufzucht stattfindet, bezieht Lambsheim Waggonladungen russischer G\u00e4nse (16 \u2013 18,000 St\u00fcck j\u00e4hrlich) und mit ihnen auch zuweilen die Gef\u00fcgelcholera, welche riesige Verluste im Gefolge hat.\u201c<br><strong>(Jahres-Bericht des Bayerischen Landwirthschafts-Rathes f\u00fcr das Jahr 1897, S. 109)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quarant\u00e4ne<\/h2>\n\n\n\n<p>\u201eMaxdorf, 16. Sept. Vor einigen Tagen kam ein junger Mann von hier an, der auf einem Schiffe als Kellner th\u00e4tig war, welches zwischen Cuxhafen und Helgoland fuhr. Da die Fahrt eingestellt wurde, so trat er den direkten Heimweg an. Unser Polizeidiener machte bei seiner Ankunft dem kgl. Bezirksarzte sofort Anzeige. Dieser untersuchte und desinfizierte denselben, au\u00dferdem blieb er 8 Tag unter \u00e4rztlicher Aufsicht und durfte das elterliche Haus nicht verlassen.\u201c<br><strong>(\u201ePf\u00e4lzer Zeitung\u201c, Nr. 254 vom 17. September 1892)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bericht und Quellen: Wolfgang Kunz<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grober Unfug \u201eDie kgl. Gendarmerie wird hiermit beauftragt, nachgenannte Personen, welche durch das kgl. Polizeigericht dahier rechtskr\u00e4ftig zu den beigesetzten Strafen verurtheilt wurden, behufs Strafvollzuges zu verhaften und nachgenannten kgl. Beamten vorzuf\u00fchren:\u2026\u2026II. Den Herrn kgl. Polizeianwalt an n\u00e4chstgelegenen kgl. Landgerichte\u2026 5. Pfarr, Johannes 30 Jahre alt. Lediger Fuhrmann aus Maxdorf, unterm 26. 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