{"id":1811,"date":"2024-10-29T15:07:06","date_gmt":"2024-10-29T13:07:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/?p=1811"},"modified":"2024-10-29T15:08:18","modified_gmt":"2024-10-29T13:08:18","slug":"dominikanerinnen-in-maxdorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/?p=1811","title":{"rendered":"Dominikanerinnen in Maxdorf"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Jahr 1925 wurden auf Betreiben des Elisabethenvereins vom Mutterhaus in Speyer, die Schwestern Thekla und Edelgardis, sowie die Postulantin Philomena nach Maxdorf entsandt. Anfangs wohnten sie bei der Witwe Anna Leonhardt zur Miete.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Pflege der katholischen Kranken wurde von Schwester Edelgardis \u00fcbernommen. Schwester Thekla und die Postulantin Philomena er\u00f6ffneten in einem Nebenraum der Wirtschaft von Hermann Leonhardt eine Kinderschule. Dort wurden zu Anfang die Kinder beider Konfessionen betreut, ehe die Protestanten am 1. Mai 1926 eine eigene Kinderschule er\u00f6ffneten.<\/p>\n\n\n\n<p>Westlich der im Jahr 1905 erbauten katholischen Kirche wurde durch den Elisa-bethenverein ein Grundst\u00fcck erworben und man lie\u00df Pl\u00e4ne zum Bau eines Schwesternhauses anfertigen. Im M\u00e4rz 1927 wurde mit dem Bau begonnen und bereits am 13. November des gleichen Jahres fand die feierliche Einweihung durch Bischof Ludwig Sebastian und Domkapitular Kuffler statt. 1928 wird die Wasserleitung nebst Badewanne im Haus verlegt und eine Handarbeitsschule er\u00f6ffnet.<\/p>\n\n\n\n<p>1932 sind bereits vier Schwestern stationiert. Sie betreuen eine N\u00e4hschule, die S\u00e4uglingspflegest\u00e4tte, die Kranken der Pfarrei, sowie die Kleinsten im Kindergarten. Die Schulden k\u00f6nnen mit Hilfe von Bonifatiusverein, Bonifatsdruckerei und aus Di\u00f6zesanmitteln getilgt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die S\u00e4uglingspflegestelle und der Kindergarten werden im August des Jahres 1939 durch die Ortsgruppenleitung geschlossen, die R\u00e4ume beschlagnahmt und durch verschiedene Truppenteile belegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem 1940 das Milit\u00e4r abgezogen ist, wird durch die N.S.V. (Volkswohlfahrt) ein Kindergarten nebst Kindertagesst\u00e4tte eigerichtet und die Schwestern k\u00f6nnen wieder allein im Schwesternhaus leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 15.12.1944 wird durch einen Fliegerangriff ein Drittel der H\u00e4user in Maxdorf besch\u00e4digt. Kirche, Pfarrhaus und Schwesternhaus werden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Auf dem Dach fehlen etwa 3000 Ziegel. Fenster und Rahmen sind aus den W\u00e4nden gerissen und zerborsten. Die Wand zwischen Zimmer und Waschk\u00fcche ist eingest\u00fcrzt. Schwester Calixta wird verletzt und muss ins Krankenhaus.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Weihnachten 1944 bis Ende Februar 1945 werden die Gottesdienste im gro\u00dfen Saal abgehalten, da die Kirche wegen Einsturzgefahr gesperrt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab Mai 1945 normalisiert sich die Lage allm\u00e4hlich wieder und es k\u00f6nnen der Kindergarten, sowie die N\u00e4hschule \u00f6ffnen. Schwester Edelgundis \u00fcbernimmt Aufgaben im Kindergarten, bei der Pfarrjugend, im Kirchenchor sowie das Orgelspiel in der Kirche.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1950 werden Renovierungsarbeiten an den besch\u00e4digten R\u00e4umen vorgenommen und diese wieder neu eingerichtet. Im gro\u00dfen Saal finden Theaterauff\u00fchrungen statt, deren Reinerl\u00f6s f\u00fcr die Renovierungsarbeiten verwendet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Schwester Jubilata \u00fcbernimmt am 6. Mai 1954 ihre T\u00e4tigkeit im neu errichteten Kindergarten in Birkenheide.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Schwesterhaus, welches seit seiner Errichtung im Jahr 1927 im Rohbau stand, erh\u00e4lt einen Au\u00dfenputz und die letzten Kriegssch\u00e4den werden beseitigt. Mit 1000 DM beteiligt sich die Gemeinde an den Kosten f\u00fcr den Au\u00dfenputz.<\/p>\n\n\n\n<p>Die N\u00e4hschule muss im Mai 1957 aufgegeben werden, da keine Schwester mehr zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n\n\n\n<p>Im April 1958 kommt Schwester Theopista nach Maxdorf und \u00fcbernimmt den Kindergarten. Schwester Renate wird 1963 nach Maxdorf entsandt und \u00fcbernimmt den Kindergarten in Birkenheide:<\/p>\n\n\n\n<p>Durch Eigenleistung der Gemeindemitglieder Ernst Lebk\u00fccher, Theo Kraft, Franz Xaver Sattel und Otto Scherr werden \u00d6lheizung eingebaut, Warm- und Kaltwasserleitungen in die Zimmer verlegt, tapeziert, T\u00fcren gestrichen, Lampen erneuert, sowie Bad und Toiletten \u00fcberholt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Gel\u00e4nde wird ein neuer Kindergarten neben dem Schwesternhaus gebaut und am 19. Juli 1964 feierlich eingeweiht.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem Schwester Calixta 1970 verstarb, gibt es keine Krankenschwester mehr. Schwester Theopista versieht neben ihrer T\u00e4tigkeit im Kindergarten auch den Kirchen\u2013 und Organisten Dienst. Bei Beerdigungen spielt sie auf dem Friedhof auch das Harmonium. Schwester Renate, welche den Kindergarten in Birkenheide leitet, \u00fcbt auch den Kirchendienst aus und \u00fcbernimmt die Kirchenw\u00e4sche beider Pfarreien.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden muss Schwester Theopista die Kindergartenarbeit aufgeben und wird durch Schwester Renate ersetzt, macht aber bis 1990 weiterhin Kirchendienst in Birkenheide.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 5.November 1974 wird der Elisabethenverein Mitglied der \u00f6kumenischen Sozialstation in Lambsheim.<\/p>\n\n\n\n<p>Schwester Theopista feiert am 16.2.2000 ihr 70-j\u00e4hriges Profess Jubil\u00e4um und wird anschlie\u00dfend krank. Sie stirbt am 31. August 2000 im Alter von fast 93 Jahren. Vielen Maxdorfer B\u00fcrgern bleibt sie als \u201eunsere Schwester\u201c in guter Erinnerung, hat sie doch einigen Maxdorfern bei ihrem Start ins Leben vieles beigebracht.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/SchwesterTheopista.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"349\" height=\"451\" src=\"https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/SchwesterTheopista.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1812\" srcset=\"https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/SchwesterTheopista.png 349w, https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/SchwesterTheopista-232x300.png 232w\" sizes=\"auto, (max-width: 349px) 100vw, 349px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">SchwesterTheopista<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Im April 2001 wird Schwester Margareta nach Maxdorf versetzt und f\u00e4hrt zur Arbeit ins St. Marienkrankenhaus nach Ludwigshafen.<\/p>\n\n\n\n<p>2005 wir Schwester Renate im Kindergarten verabschiedet. Sie ist weiterhin im Kirchendienst, beim Bringen der Krankenkommunion und weiteren caritativen Aufgaben innerhalb der Pfarrei t\u00e4tig.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach ihrer T\u00e4tigkeit im St. Marienkrankenhaus \u00fcbernimmt Schwester Margareta an einigen Tagen die Fu\u00dfpflege bei den alten Schwestern im Mutterhaus. An Werktagen spielt sie die Orgel beim Gottesdienst in Maxdorf.<\/p>\n\n\n\n<p>Die letzte Renovierung des Schwesternhauses erfolgt von Mai 2001 bis Oktober 2001.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/SchwesterRenateMargareta.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"484\" height=\"699\" src=\"https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/SchwesterRenateMargareta.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1813\" srcset=\"https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/SchwesterRenateMargareta.jpg 484w, https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/SchwesterRenateMargareta-208x300.jpg 208w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Schwester Renate und Schwester Margareta<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die Schwestern Renate und Margareta sind die letzten der Maxdorfer Schwestern. Wenn es die Situation erfordert, werden beide ins Mutterhaus nach Speyer zur\u00fcckkehren.<\/p>\n\n\n\n<p>Bericht: Ferdinand Fiedler<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle:\u00a0 Aufzeichnungen von Schwester Thekla, Oberin im Januar 1929, weitere Aufzeichnungen aus den Folgejahren, Chronik des Vikariats Maxdorf<\/p>\n\n\n\n<p>Bilder:\u00a0\u00a0\u00a0 Schwester Renate<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 1925 wurden auf Betreiben des Elisabethenvereins vom Mutterhaus in Speyer, die Schwestern Thekla und Edelgardis, sowie die Postulantin Philomena nach Maxdorf entsandt. Anfangs wohnten sie bei der Witwe Anna Leonhardt zur Miete. Die Pflege der katholischen Kranken wurde von Schwester Edelgardis \u00fcbernommen. 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