{"id":1598,"date":"2022-01-28T11:18:42","date_gmt":"2022-01-28T09:18:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/?p=1598"},"modified":"2022-01-28T11:34:25","modified_gmt":"2022-01-28T09:34:25","slug":"dieter-guhmann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/?p=1598","title":{"rendered":"Dieter Guhmann"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Dieter-Guhmann.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"407\" height=\"552\" src=\"https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Dieter-Guhmann.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1600\" srcset=\"https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Dieter-Guhmann.jpg 407w, https:\/\/www.maxdorfer-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Dieter-Guhmann-221x300.jpg 221w\" sizes=\"auto, (max-width: 407px) 100vw, 407px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Dieter Guhmann erblickte am 9. Oktober 1937 in Maxdorf als Sohn von Friedrich Guhmann und dessen Frau Maria Antonia, geborene Augustin, das Licht der Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Er ging in den katholischen Kindergarten und ab 1943 in die Maxdorfer Schule in der Hauptstra\u00dfe. Gut konnte er sich noch an die schlechten Kriegszeiten erinnern, an die Schulspeisungen, die die Not der Schulkinder ein wenig linderten und an seine Lehrer und Schulkameraden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach seiner Schulzeit bewarb er sich in Frankenthal bei der Fa. Albert und durfte dort eine Lehre als Maschinenschlosser machen. Nach der Ausbildung fand er in der BASF in seinem Beruf eine Anstellung, die er fast 25 Jahre lang aus\u00fcbte, bevor er zu den Pfalzwerken wechselte. 18 Jahre lang \u00fcbte er auch dort seinen Beruf aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 29. Mai 1959 heiratete er seine Frau Mathilde, geborene Ott. Tochter Angelika kam 1960 auf die Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen gro\u00dfen Teil seines Lebens widmete Dieter Guhmann dem Vereinsleben in Maxdorf.<\/p>\n\n\n\n<p>Er trat dem Gesangverein \u201eFidelia\u201c bei, sang im Tenor mit und engagierte sich mit seinen handwerklichen F\u00e4higkeiten im Verein. Er baute B\u00fchnenbilder f\u00fcr Theaterauff\u00fchrungen und spielte selber mit. Er war Mitinitiator und Mitgestalter der Maxdorfer Kerwe im Jahr 1979 mit Kerwebaum, Kerwekranz und Kerweumzug. Fortan war er bei jedem Kerweumzug dabei, auf dem geschm\u00fcckten \u201eFidelia-Wagen\u201c, oder auf dem Fahrrad, als Kerwe-Clown und als begabter Kerwe-Redner.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn jemand seine handwerkliche Hilfe brauchte, konnte er schlecht ablehnen. Oft lies er seine Arbeit liegen und unterst\u00fctzte andere, ehe er seine eigenen Arbeiten und T\u00fcfteleien wieder aufnahm. Er war auch ein gefragter Schwei\u00dfer und fertigte so manches Gel\u00e4nder.<\/p>\n\n\n\n<p>Als auf dem kleinen Uhrturm im Carl-Bosch-Haus in der BASF-Siedlung das Uhrwerk repariert werden musste, konnte die Reparatur nicht ausgef\u00fchrt werden, weil es keinen Zugang zum T\u00fcrmchen gab. Ganz selbstverst\u00e4ndlich fertigte er deshalb eine Treppe, damit das Uhrwerk wieder instandgesetzt werden konnte. Auch setzte er sich f\u00fcr eine Glocke im Turm ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine Hilfsbereitschaft zeigte sich auch w\u00e4hrend einer Urlaubsreise der Familie nach Kenia in Afrika. Dort traf die Familie in einem Safari-Hotel einen mittellosen einheimischen Kenianer, der sich mit einem kaputten Boot auf einem Fluss bem\u00fchte, den Lebensunterhalt f\u00fcr sich und seine Familie zu verdienen. Spontan beschloss Familie Guhmann in dieser Notlage zu helfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Soforthilfe funktionierte mangels Zeit nicht, aber eine Hilfe auf Dauer schon. So organisierte Familie Guhmann in den nachfolgenden Jahren bei mehreren Besuchen in Kenia, mit ihren Ersparnissen und ihrem k\u00f6rperlichen Einsatz f\u00fcr die kenianische Familie einen Katamaran, einen Bauplatz, bauten ein Haus und bezahlten das Schulgeld f\u00fcr die Kinder!<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2001 rief B\u00fcrgermeister Hauck zu einer Sitzung im Rathaus auf. Sein Wunsch war es, zum 50j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um der Selbst\u00e4ndigkeit der Ortsgemeinde Maxdorf eine Festschrift herauszubringen. Auch Dieter Guhmann erkl\u00e4rte sich bereit mitzuarbeiten. Er besorgte alte Fotografien und steuerte viel Beitr\u00e4ge in \u201eMaxdorfer Mundart\u201c dazu bei. Ebenso engagiert arbeitete er an der Festschrift \u201e75 Jahre BASF-Siedlung Maxdorf ehemals Fu\u00dfg\u00f6nheim 1934-2009\u201c mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Er hatte die Begabung, Geschichten, Erinnerungen und Anekdoten aus dem Stehgreif zu erz\u00e4hlen. So unterhielt er z. B. G\u00e4ste bei Seniorennachmittagen mit seinen Gedichten in seiner geliebten pf\u00e4lzischen Muttersprache. Bei Vereinsausfl\u00fcgen pr\u00e4sentierte er am Ende der Reise manchmal ein Gedicht in Versform, das er w\u00e4hrend der Busfahrt verfasst hatte. Einige seiner Gedichte ver\u00f6ffentlichte er sogar in der \u201eRheinpfalz\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine gr\u00f6\u00dfte und umfangreichste Arbeit im Laufe der Jahre sind die Aufzeichnungen \u00fcber das Dorfgeschehen von Maxdorf. In etwa 20 gro\u00dfformatigen A3 Ordnern hat er mit gro\u00dfer Leidenschaft alles handschriftlich, akribisch vermerkt, mit Bildern dokumentiert und niedergeschrieben. Die Ordner sind im Besitz seiner Familie.<\/p>\n\n\n\n<p>Als 2010 der Verein f\u00fcr Geschichte gegr\u00fcndet wurde, war er ebenso dabei und hat vieles zum Aufbau eines Vereinsarchives beigesteuert.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Er starb am 5. Juli 2021 in Maxdorf.<\/p>\n\n\n\n<p>Bericht: Hans Lebk\u00fccher und Ferdinand Fiedler<br>Foto: Mathilde Guhmann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieter Guhmann erblickte am 9. Oktober 1937 in Maxdorf als Sohn von Friedrich Guhmann und dessen Frau Maria Antonia, geborene Augustin, das Licht der Welt. Er ging in den katholischen Kindergarten und ab 1943 in die Maxdorfer Schule in der Hauptstra\u00dfe. 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