200 Jahre sind ein guter Grund angemessen zu feiern …

Das hat man in Maxdorf beherzigt und auch in die Tat umgesetzt.

Den ersten Teil der Feierlichkeiten zum 200sten Jahrestag der Namensgebung hat man in Maxdorf mit einem Festakt am 4. Mai in der Mensa des Schulzentrums in Maxdorf gefeiert.

Da der eigentliche Tag der Namensgebung, der 6. Mai, auf einen Montag fiel und an diesem Tag wohl kaum jemand zu den Feierlichkeiten hätte kommen können, wurde deshalb bereits am Samstag, dem 4. Mai gefeiert.

Die Festrede zur Entstehung und der weiteren Entwicklung der ersten Jahre des neu gegründeten Dorfes hielt Dr. Jörg Kreutz, selbst Maxdorfer und Archivar in Ladenburg. Dabei gab es für die Zuhörer manch Neues über die Entstehung von Maxdorf zu erfahren, was dem einen oder anderen bisher nicht bekannt war.

Die Daten für seinen Vortrag recherchierte in mühevoller Kleinarbeit Dr. Jörg Kreutz in Archiven in München, sowie der Muttergemeinde Lambsheim.

Sehr leicht und routiniert hat der Moderator der Veranstaltung, der Beigeordnete der Ortsgemeinde Maxdorf, Bernd Lupberger, die anwesenden Gäste, Ehrengäste und Mitwirkenden durch das Programm des Abends geführt.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom ev. Posaunenchor der BASF-Siedlung, dem Männergesang-verein Harmonie Maxdorf, sowie dem großen gemischten Chor des Gesangvereins der BASF Siedlung Maxdorf.

Der Verein für Geschichte und Kultur Maxdorf 2010 e.V. hat an diesem Tag aus Platzgründen nur einen kleinen Teil seiner Fotoausstellung 200 Jahre Maxdorf „Maxdorf – gestern und heute“ gezeigt.

Der zweite Teil der Feierlichkeiten fand am Sonntag, dem 5. Mai statt.

Mit einer beeindruckenden Fotoausstellung mit ca. 660 Fotos aus verschiedenen Bereichen des dörflichen Lebens aus Maxdorf hat der Verein die Besucher mit seinen Bildern auf eine Zeitreise zurück in die Anfänge des 20sten Jahrhunderts mitgenommen. Der Verein hat über die letzten acht Jahre (seit seiner Gründung) mehr als 4.000 Fotos und Unterlagen zusammengetragen. Ein kleiner Kreis von Akteuren des Vereins hat aus diesen Bildern ca. 1.200 Fotos vorausgewählt. Aus diesem Material haben dann die Gestalter der Ausstellung, Hans Lebkücher und Stefan Graf, vom Geschichtsverein in wochenlanger Arbeit die Ausstellung zusammengestellt.

Die digitale Überarbeitung der Fotografien und das Layout der Plakate lag bei Stefan Graf.

Eine große Besucherzahl hat sich die Ausstellung angesehen und es wurde sehr intensiv über die gezeigten Bilder diskutiert.

Von den Besuchern gab es was den Umfang und die Qualität der gezeigten Bilder betroffen hat ein großes Lob an die Verantwortlichen der Ausstellung.

Fast alle hätten sich eine längere Ausstellungzeit für die Bilder gewünscht, was aber aufgrund des Veranstaltungsortes (die Mensa wurde am Montag wieder für das Gymnasium gebraucht) nicht möglich war.

Ein weiterer Höhepunkt war das auf Initiative des Vereins eingerichtete Sonderpostamt, welches mit einem durch den Verein mitgestalteten Sonderstempel auf zahlreiche Besucher wartete.

Hier konnten sich die Gäste mit dem Sonderstempel, mit eigenen, vom Verein gestalteten Postkarten, Briefkuverts sowie weiteren Wertzeichen vom Sonderpostamt eindecken.

Die Schlange am Sonderpostamt hat über den gesamten Tag kaum abgenommen und zeigt, dass der Verein mit seiner Idee, einen Sonderstempel herauszugeben, richtig gelegen hat.

Für dieses Ereignis – 200 Jahre Maxdorf – haben die „Enkel Maxdorf’s“, eine Musikgruppe aus Maxdorfer Musikern, einen musikalischen Beitrag der Extraklasse beigesteuert.

Die Songs, mit Texten von Helmut Marnet und gesungen in Maxdorfer Dialekt, wurden zu einem stark umjubelten Programmpunkt.

Weitere Beiträge lieferte die Justus-von-Liebig-Realschule mit ihrem Schulorchester und verschiedenen Gesangsdarbietungen.

Die Ausstellung in der Mensa des Schulzentrums ging um 17:00 Uhr zu Ende.

Ein ökumenischer Gottesdienst in der St. Maximilian Kirche und der Christus Kirche beendete das Festwochenende in Maxdorf.

Bericht: Ferdinand Fiedler

Fotos: Stefan Graf

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